Wissenschaft

Wunder des Universums

Wir leben in einem Zeitalter wissenschaftlichen Fortschritts. Die folgende Sammlung eindrucksvoller wissenschaftlicher Bilder veranschaulicht die aktuelle bahnbrechende Forschung in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wie Astronomie und Biologie. Während es eine gängige Vorstellung gibt, dass Wissenschaft und Religion in Widerspruch zueinander stehen müssen, hat der Verheißene MessiasAS geschrieben, dass der »Heilige Qur’an eine gänzliche Übereinstimmung zwischen Wissenschaft und Religion bringt«. Wenn man diese Bilder durchblättert, ist Gottes Handwerk klar ersichtlich.

Credit: Luis de la Torre-Ubieta, Geschwind Laborat, UCLA | Wellcome Images

Fluoreszierendes Mäusehirn im koronalen Abschnitt

Konfokalmikroskopie wurde verwendet, um eine Untergruppe von Neuronen im Gehirn sichtbar zu machen, die konstruiert wurden, um grün fluoreszierendes Protein darzustellen. Einzelne Bilder wurden bei 5,3 Mikrometern aufgenommen, bevor sie anschließend zu dem hier gezeigten Einzelbild kombiniert wurden. Alle visualisierten Neuronen sind nach Tiefe farbkodiert; von rot (oben) bis orange, gelb, lila, blau und grün (unten).

Credit: NASA, ESA and the Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Kosmische optische Täuschungen in Ursa Major

Dieses Bild zeigt Galaxien, die wie in einem galaktischen Tauziehen erscheinen. In Wirklichkeit ist die »obere« Galaxie tatsächlich näher an der Erde als die »untere«, wobei diese beiden nicht miteinander verbunden sind. Noch bizarrer ist, dass dieses Bild tatsächlich mindestens vier Galaxien enthält, wobei die »obere« Galaxie eigentlich aus drei Galaxien besteht. Zwei drehen sich spiralförmig umeinander und scheinen in einer frühen Phase einer Fusion zu sein, während eine dritte Galaxie separat rechts im Bild liegt. Dieses Galaxientrio ist nur 600 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, im Sternbild Kepheus. Es wird angenommen, dass die blaue Strömung, die die obere und untere Galaxie scheinbar verbindet, durch turbulente Gravitationswechselwirkungen aus der Verschmelzung der beiden Galaxien in der oberen Hälfte des Bildes entstanden ist. Wenn die beiden Galaxien zusammenstoßen und fusionieren, werfen sie Gas, Staub und Millionen neugeborener Sterne ab. Diese jungen Sterne verklumpen zu heißen, massiven Super-Clustern und sind für die intensive blaue Färbung in diesem Bild verantwortlich.

Credit: Biozentrum, University of Basel | Science Source

Transmissionselektronenmikroskopische Aufnahme eines T4-Bakteriophagen bei der Injektion seiner viralen DNA in seinen Wirt, einem Escherichia coli-Bakterium

Dies ist ein elektronenmikroskopisches Bild, das einen Bakteriophagen bei der Landung auf der Oberfläche seines Wirts, eines E. coli-Bakteriums, erfasst. Bakteriophagen sind Viren, die Bakterienzellen infizieren. Die meisten Bakteriophagen sind 24-200 Nanometer (nm) groß (das ist ein Milliardstel Meter!), können aber bis zu 6,5 nm groß sein. Dieses Bild fängt den Zeitabschnitt ein, in der sich ein Bakteriophage an der Zelle verankert, bevor er sich darauf vorbereitet, die Membran zu durchdringen, um seine genetische Ladung in die Bakterienzelle zu injizieren. Von dort wird das Virus innerhalb des Bakteriums replizieren, bevor es ausbricht und in andere Wirte eindringt. Bakteriophagen werden zunehmend als Alternativen zu Antibiotika verwendet, um Bakterien in Menschen abzutöten. Bakteriophagen haben den Vorteil gegenüber Antibiotika, dass sie für ihr Ziel potentiell viel spezifischer sind und menschliche Zellen und sogar menschliche Normalflora verschonen.1

1. Keen, E. C. (2012). »Phage Therapy: Concept to Cure«. Frontiers in Microbiology 3.doi:10.3389/fmicb.2012.00238

Sergi Verdugo Martinez | astrophoto-sv.com | Released under CC-BY-NC-ND 3.0

Der Quallen-Nebel: IC 443

Dieses Bild fängt das Sternbild Zwillinge IC 443 ein. Es liegt ungefähr 5.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Es handelt sich um einen galaktischen Supernova-Überrest, ein Stern, der vor 3.000 bis 30.000 Jahren explodierte und einer der am besten untersuchten Supernova-Überreste, der mit den umliegenden Nebelwolken interagiert. In der Nähe der Spitze des Nebels befindet sich ein Neutronenstern, von dem man annimmt, dass er der Vorläufer der Supernova-Explosion war – das ultimative Schicksal eines gewaltigen Sterns. Es ist ein Prozess, bei dem ein Stern unter seiner eigenen Schwerkraft kollabiert, bevor er explodiert und dabei eine Galaxie für einen Moment überstrahlen kann und seine Materie mit ungefähr 10% der Lichtgeschwindigkeit ausstößt. Die Form dieses Nebels hat ihm den Spitznamen »Jellyfish Nebula« (Quallen-Nebel) eingebracht.

Lee Roger Berger research team | Released under CC BY 4.0

Schädel von Homo Naledi, Entdeckung in einer südafrikanischen Höhle im Jahr 2015

»Homo Naledi« ist der Name der in einer Höhle in Südafrika gefundenen fossilen Knochen, die vermutlich derselben Art gehören. »Vermutlich« deshalb, weil trotz des Medienrummels bei der Entdeckung eines neuen Vorfahren von uns es sehr wenig gibt, was wir über diese Kreatur sicher wissen. Das Datum der Knochen, die in der Höhle gefunden wurden, ist unbekannt, sodass wir diese Spezies nicht als unseren Vorfahren ordnen können, da die Knochen in einer jüngeren Zeit als unsere datiert werden können. Die Knochen werden von einigen mehr als einer Art zugeordnet, da die entdeckten Schädel zwei verschiedene Morphologien darstellen. Viele Eigenschaften dieses Hominiden sind ebenfalls einzigartig und es ist schwierig zu sagen, wo er im Mosaik der Evolution platziert werden kann. Sein Schienbein, Oberschenkelknochen, Hände und Füße haben alle einzigartige Eigenschaften, die bei anderen Hominiden nicht vorzufinden sind. Tatsächlich steht seine Platzierung innerhalb der Gattung Homo selbst zur Debatte, wobei viele seiner Merkmale der Australopithecus-Gattung mehr ähneln. Angesichts dieser Problematik hat Homo Naledi mehr Fragen als Antworten aufgeworfen.

CREDIT: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute

PIA19966: Charon und Pluto: Auffallend andere Welten

Dies ist ein zusammengesetztes aufgearbeitetes Bild, das entworfen wurde, um Pluto (unten rechts) und Charon (oben links) zu Vergleichszwecken zusammenzubringen. Die NASA-Raumsonde »New Horizons« schoss die Bilder am 14. Juli 2015 während sie die Umlaufbahn von Pluto passierte. Die Bilder wurden identisch verarbeitet, um einen Vergleich der verschiedenen Merkmale zu ermöglichen. Beachten Sie zum Beispiel die Ähnlichkeit zwischen Plutos rotem Äquatorialgebiet und Charons dunklen Polarregionen. Der Vorteil dieser Bildpositionierung ist, dass sie auch eine ungefähre Vorstellung der relativen Größen dieser beiden Planeten gibt. Pluto hat eine wechselvolle Geschichte, nachdem er 2006 aus der Kategorie der Planeten in seinen jetzigen Status als Zwergplanet eingestuft wurde. Er wurde ausgeschlossen, weil es nicht ein drittes, neues und wesentliches Kriterium erfüllte: Ein Planet muss »die Umgebung seiner Umlaufbahn räumen«. Dies bedeutet, dass ein Planet in seiner unmittelbaren Nähe eine Gravitationsdominanz erreicht haben muss, nachdem er alle anderen Massen in sich verschlungen hat. Pluto ist von ähnlich großen Planeten wie Eris und Ceres umgeben und kann daher nicht als ein Planet betrachtet werden, der auf seinen eigenen zwei Füßen steht.

Über die Autorin:
Anne-Marie Ionescu ist eine Ärztin in Leamington Spa. Ihr Interesse gilt der Fotografie und der Schönheit der Natur.

4 Kommentare

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  • Im Namen Allahs des Gnädigen, des Barmherzigen

    Ich möchte mich Ihrem Kommentar anschließen, vor allem der ersten Aussage, dass diese den Leser entsprechend
    beeinflusst, ob er den Artikel, Kommentar etc. weiter lesen möchte oder nicht.

    Die Überschrift „Wunder des Universums“ war für mich persönlich sehr ansprechend.
    Auch im Nachhinein wurde dieser Artikel mit nicht zu vielen, auch einzigartigen Bildern, passend zum Thema ausgeschmückt! Das hat mir besonders gefallen.

    Mit freundlichem Gruß
    Farhan Ahmad

  • Im Namen Allahs des Gnädigen, des Barmherzigen.
    Wenn man mal von der Binsenweisheit „Wir leben in einem Zeitalter wissenschaftlichen Fortschritts“ und dem Fakt absieht, dass das Zitat des Verheißenen Messias (as) ohne jegliche Quelle angegeben wurde, ist der Artikel sehr gelungen.
    Der Titel hat mich angezogen und nach der Einleitung ist der Artikel für jene, die sich für das Thema begeistern können sehr informativ und interessant.
    Es sind viele einzigartige und atemberaubende Bilder in der Sammlung, die einen Menschen von der Größe und Macht Allahs nur zu überzeugen. Des Weiteren sind die Beschreibungen und Erklärungen zu diesen phänomenalen Aufnahmen aus der Natur sehr passend und fachlich korrekt gewählt.
    Fazit: Für jene, die sich für das Thema interessieren und die fachgerechte Sprache verstehen, ist der Artikel definitiv empfehlenswert.