Reflexionen

Eltern des Krieges

Die militärische Eskalation in Europa ist keine Jungferngeburt.

Zweifelsohne kann man schwer behaupten, die USA und Russland seien ein Ehe- oder zumindest Liebespaar. Tatsächlich existiert wohl nicht einmal so etwas wie eine Hassliebe zwischen den Mächten. Im besten Fall kann vielleicht noch von einem Verhältnis, einer Zweckgemeinschaft oder Scheinbeziehung die Rede sein.
Wie auch immer, ist es nun offenbar dazu gekommen, dass aus dem Aufeinandertreffen dieser beiden eine missgebildete Schreckensgeburt hervorgeht, die nicht nur selbst keine langfristige Überlebenschance hat, sondern vielmehr das volle Potential, das Leben nicht nur seiner Erzeuger zu einer Hölle zu machen. Jegliche vorherigen Appelle der Ärzte dieser Welt und der künftigen, diese Missgeburt namens 3. Weltkrieg abzutreiben verhallten bisher nahezu ungehört.
Während diese entstellte Gestalt gerade dem Schoß Russlands entspringt, liegt es den USA, so wie ihr Kontinent dem europäischen, fern, ihre unselige Vaterschaft anzuerkennen und sie deuten stattdessen auf den russischen Präsidenten als mutmaßlichen Vater. Aber kann ein einziger Mensch ernsthaft der Zeuger eines derartig zerstörerischen Szenarios sein? Liegt es nicht eher in der Natur der Sache, dass sich Menschen nunmal nur mit Menschen und Supermächte aber mit ihresgleichen paaren? Sicherlich hat sich Russland auch nicht selbst zu diesem furchtbaren Krieg befruchtet, denn für ein derartiges Wunder hätte Gott, der Allmächtige, heutzutage wohl keinen Grund gehabt.

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