Freitagsansprachen S.H. der Fünfte Kalif - Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba)

Der Heilige Prophet (saw), das vollkommene Vorbild für die Menschheit

Zusammenfassung der Freitagsansprache vom 19. Dezember 2025.

In der Freitagsansprache vom 19. Dezember 2025 sprach Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba) über den Charakter des Heiligen Propheten Muhammad (saw).

Zu Beginn stellte Seine Heiligkeit (aba) heraus, dass der Heilige Prophet Muhammad (saw) das vollkommene Vorbild für die gesamte Menschheit ist. Er rezitierte dazu den Koranvers, in dem Gott den Propheten (saw) diese Stellung verleiht:

»Wahrlich, ihr habt an dem Propheten Allahs ein schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Letzten Tag hofft und Allahs häufig gedenkt.« (33:22)

Anschließend erinnerte Seine Heiligkeit (aba) daran, dass der Koran selbst den erhabenen moralischen Charakter des Heiligen Propheten (saw) bezeugt. Hadhrat Aischa (ra) hat auf die Frage nach den charakterlichen Eigenschaften des Propheten (saw) darauf verwiesen, dass Gott selbst im Koran bestätigt hat, dass der Prophet Muhammad (saw) über die höchsten sittlichen Vorzüge verfügt:

»Und du besitzest ganz sicherlich hohe moralische Eigenschaften.« (68:5)

Der Heilige Prophet (saw) hat in einzigartiger Weise sowohl die Rechte Gottes als auch die Rechte der Menschen erfüllt. Deshalb genügt es nicht, seine Lehren nur formal zu befolgen; vielmehr sollte man ihn in seinem gesamten Lebenswandel zum Vorbild nehmen, da sein Handeln vollständig auf dem Koran beruhte.

Seine Heiligkeit (aba) führte weiter aus, dass weltliche Anerkennung gewöhnlich durch Institutionen, Regierungen oder Komitees verliehen wird — niemals jedoch durch den einmütigen Konsens einer ganzen Gesellschaft. Beim Heiligen Propheten Muhammad (saw) ist dies anders gewesen: Schon vor seiner Berufung zum Propheten hatte ihm sein eigenes Volk einstimmig die Titel »der Wahrhaftige« und »der Vertrauenswürdige« verliehen, was seine außergewöhnliche moralische Integrität bezeugt.

Der Heilige Prophet (saw) hat selbst erklärt, dass er gesandt worden ist, um die hohen moralischen Werte zur Vollendung zu bringen. Da Gott ihn selbst als vollkommenes Vorbild bezeichnet hat, sei es die Pflicht der Gläubigen, ihm in Wort und Tat zu folgen.

Seine Heiligkeit (aba) kündigte an, im weiteren Verlauf der Ansprachen verschiedene konkrete Aspekte aus dem Leben des Heiligen Propheten (saw) darzustellen.

Seine Heiligkeit (aba) erläuterte, dass das erste und wichtigste Vorbild des Heiligen Propheten (saw) in seiner vollkommenen Erfüllung der Rechte Gottes und des Gottesdienstes liegt. Trotz der enormen Verantwortung, eine neue göttliche Religion zu etablieren und eine ganze Gesellschaft zu erziehen und zu reformieren, blieb sein Leben vollständig von der Liebe zu Gott geprägt. Der Verheißene Messias (as) beschrieb diesen Prozess so, dass der Heilige Prophet (saw) rohe Menschen zu sittlichen Menschen und diese wiederum zu Menschen Gottes formte — eine gewaltige Aufgabe, die ihn jedoch niemals von der Anbetung Allahs abhielt, selbst dann nicht, als ihm und den Gläubigen Verfolgung, Angriffe und gewaltsame Auseinandersetzungen von Seiten der Feinde des Islams aufgezwungen wurden.

Der Heilige Prophet (sa) wurde der Anbetung Gottes unter allen Umständen gerecht. Daraus folgt, dass auch Gläubige in jeder Lebenslage am Gottesdienst festhalten müssen. Wer über unerhörte Gebete klagt, sollte sich selbst prüfen, ob er die Rechte Gottes tatsächlich erfüllt, denn wahre Gebetserhörung ist an Dankbarkeit, Gehorsam und Aufrichtigkeit gebunden.

Des Propheten (saw) persönlicher Maßstab im Gottesdienst war außergewöhnlich hoch: Er stand regelmäßig nach Mitternacht zum freiwilligen Ritualgebet auf. Auf die Frage von Hadhrat Aischa (ra), warum er sich diese Mühe auferlege, obwohl Gott ihn bereits auserwählt habe, antwortete er: »Sollte ich nicht ein dankbarer Diener sein?«

Wenn der Heilige Prophet (saw) den Koran hörte, wurde er oft von tiefer Rührung erfasst. Besonders die Verse über Verantwortung und Zeugenschaft ließen ihn weinen, da sie ihn an seine Pflicht gegenüber seiner Glaubensgemeinschaft (Umma) erinnerten. Dies mahnt die Gläubigen, so zu handeln, dass das Zeugnis des Heiligen Propheten (saw) nicht gegen sie ausfallen möge.

Seine Liebe zu Gott zeigte sich selbst in schwerster Krankheit: Obwohl es erlaubt gewesen wäre, das Ritualgebet im Liegen zu verrichten, ließ er sich in die Moschee tragen, um das Gebet in Gemeinschaft zu verrichten, damit er seiner Vorbildsfunktion gerecht werden konnte. Dies bezeugt die Tiefe seiner Hingabe.

Zugleich war er ein weiser Lehrer. Er verhinderte religiösen Übereifer und Selbstüberforderung, indem er lehrte, dass Anbetung im Rahmen der körperlichen Möglichkeiten erfolgen solle — weder übertrieben hart noch durch hastiges und gedankenloses Verrichten, wie es der Heilige Prophet (saw) an dem Gefährten korrigierte, der sein Gebet in der Moschee immer wieder flüchtig verrichtete und erst auf wiederholtes Hinweisen hin lernte, es ruhig und mit innerer Sammlung zu vollziehen.

Der Heilige Prophet (saw) warnte vor jeder Form des Schirk (Gott einen Partner beigesellen) und verbot ausdrücklich die Verwandlung von Gräbern in Kultstätten. Er lehrte vollkommene Demut, indem er betonte, dass selbst er nicht durch eigene Werke, sondern allein durch Gottes Gnade ins Paradies gelange.

Er riet strikt davon ab, sich den Tod zu wünschen, da das Leben dem Tugendhaften die Gelegenheit biete, Tugend zu mehren, während es dem Sünder die Chance biete, Reue zu üben. Ebenso mahnte er dazu, Gebete sorgfältig und mit innerer Sammlung zu verrichten und eigene Versäumnisse nicht Gott zuzuschreiben.

Auch die richtige Nutzung der Sinne sei eine Form des Gottesdienstes: So lehrte der Heilige Prophet (saw), dass Anbetung nicht nur im formellen Gebet besteht, sondern ebenso in der verantwortungsvollen Nutzung der von Gott geschenkten Kräften. Augen, Ohren und die restlichen Sinne dürften nicht zu Werkzeugen der Unmoral oder der Verleumdung werden, sondern sollten bewusst im Dienst des Guten, der Wahrheit und der moralischen Reinheit eingesetzt werden. So beteiligen sich auch die Sinne des Menschen an der Anbetung Gottes.

In seinem Familienleben war der Heilige Prophet (saw) ein Vorbild an Güte und Geduld. Dies zeigte sich in besonders menschlicher Weise. Selbst wenn eine seiner Ehefrauen in einem Moment der Emotion schärfere Worte gebrauchte, begegnete er dem stets mit Milde und mit einem Lächeln. Zugleich bewahrte er zeitlebens tiefe Dankbarkeit und Liebe gegenüber seiner verstorbenen ersten Gemahlin Hadhrat Khadija (ra); er ehrte ihre Bekannten, erinnerte sich bewegt an gemeinsame Erinnerungen und wurde gerührt, wenn ihm etwas aus ihrer Zeit begegnete.

Seine Geduld zeigte sich bereits in seiner Kindheit. Nachdem er früh seine Eltern und seinen Großvater verloren hatte, lebte er im Haus seines Onkels Abu Talib, wo seine Tante ihm gegenüber nicht dieselbe Fürsorge zeigte wie ihren eigenen Kindern. Wenn Speise ins Haus kam und Abu Talib nicht zuhause war, wurde sie den eigenen Kindern gegeben, während der junge Muhammad (saw) geduldig in einer Ecke saß — ohne Klage, ohne Vorwurf.

Als der Prophet (sw) einst an einem Grab eine Mutter vorfand, die klagend um ihr Kind weinte, erinnerte er sie behutsam an Geduld; als diese in jener Situation den Propheten (saw) nicht erkannte und ihn schroff zurückwies, indem sie zu ihm sagte, was er denn schon davon wüsste, wie es sei, ein Kind zu verlieren, offenbarte er ruhig, dass er selbst sieben Kinder verloren hatte — und dennoch klagte er nicht über sein Schicksal. Ebenso ertrug er persönliche Kränkungen mit Nachsicht: Als ein jüdischer Mann ihn in der Öffentlichkeit respektlos nur bei seinem Vornamen ansprach, verteidigte er nicht seine eigene Ehre, sondern ließ ihn gewähren und entwaffnete die Situation durch Milde.

In all seinen Handlungen verkörperte der Heilige Prophet (saw) höchste Moral: in seiner Geduld im Umgang mit den Menschen, in seiner Großzügigkeit gegenüber denen, die ihn um Spenden baten, denen er oft wiederholt gab, ohne sie zu beschämen. Zugleich jedoch, wenn er verspürte, dass jemand aufrichtig war, verband er dieses Geben mit dem Hinweis, dass wahres Vertrauen letztlich nicht Menschen, sondern Allah gelten sollte.

Seine Heiligkeit (aba) erklärte, dass diese Beispiele nur einen kleinen Ausschnitt der unzähligen vorbildlichen Eigenschaften des Heiligen Propheten Muhammad (saw) darstellten. Er betete darum, dass Gott die Gemeinde befähige, diesem Beispiel zu folgen und Botschaft des Heiligen Propheten (saw) in die Welt zu tragen.

Seine Heiligkeit (aba) kündigte zum Abschluss der Freitagsansprache die Totengebete für zwei verstorbene Gemeindemitglieder an und gedachte ihrer:

Laiq Ahmad Tahir, Missionar, langjähriger Diener der Gemeinde in Großbritannien, Pakistan und den USA, ehemaliger Leiter der Jamia Ahmadiyya UK, bekannt für tiefe Gebetsfrömmigkeit, Gehorsam gegenüber dem Kalifat und aufrichtigen Dienst.

Sekha Jalu aus Mali, ein aktiver, opferbereiter und missionarisch engagierter Ahmadi mit großer Liebe zum Kalifat.

Für beide betete Seine Heiligkeit (aba) um Vergebung und Barmherzigkeit.

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