Freitagsansprachen S.H. der Fünfte Kalif - Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba)

Ereignisse nach der Expedition nach Tabuk

Zusammenfassung der Freitagsansprache vom 05. Dezember 2025.

In der Freitagsansprache vom 05. Dezember 2025 knüpfte Seine Heiligkeit (aba) an die Ereignisse nach der Expedition nach Tabuk an und griff erneut die Begebenheit von Hadhrat Kaʿb bin Malik (ra) und den zwei übrigen Gefährten auf, die damals aus Trägheit zurückgeblieben waren.

Seine Heiligkeit (aba) zitierte Hadhrat Mirza Bashiruddin Mahmud Ahmad (ra), der diesen Vorfall anhand der Überlieferung nacherzählt, erläutert und daraus einige wichtige Lektionen für die Gemeindemitglieder gezogen hatte. Zum Beispiel erinnerte daran, dass Hadhrat Kaʿb bin Malik (ra) zuvor an allen Expeditionen des Heiligen Propheten (saw) teilgenommen hatte. Dennoch musste er – nachdem er bei der Expedition nach Tabuk zurückgeblieben war – die Härte des sozialen Boykotts ertragen. Gerade in dieser belastenden Situation erhielt er einen Brief vom König von Ghassan, der versuchte, Kaʿbs schwere Lage auszunutzen und ihn dazu einzuladen, zu ihm überzuwechseln. Doch selbst unter diesen Umständen blieb Hadhrat Kaʿb (ra) standhaft und lehnte entschieden ab.

Hadhrat Mirza Bashiruddin Mahmud Ahmad (ra) wies darauf hin, dass manche in der heutigen Zeit meinen, ihre früheren Dienste sollten sie vor jeder Befragung schützen. Doch die persönlich geleistete Arbeit und die Wahrung der Ordnung sowie des Verwaltungssystems dürfen nicht vermischt werden. Wer einen Fehler begeht, muss sich dafür verantworten – unabhängig davon, welche Dienste er zuvor geleistet hat. Wahrer Dienst für die Religion ist jener, der lediglich um Allahs willen erbracht wird, nicht um nach Lob zu trachten; nur ein solcher Dienst vertreibt den Einfluss Satans.

Seine Heiligkeit (aba) fügte hinzu, dass die Expedition nach Tabuk und die Rückkehr der muslimischen Armee so erfolgreich verliefen, dass die Nachricht vom Sieg des Islam sich im ganzen Land verbreitete und die Fahne des Islam überall in Arabien sichtbar zu wehen begann.

Seine Heiligkeit (aba) erwähnte hiernach, dass nach der Rückkehr von Tabuk eine weitere Unternehmung stattfand: Hadhrat Khalid bin Walid (ra) wurde im Jahr 10 n. H. zu den Banu ʿAbd al-Madan in Najran entsandt. Der Heilige Prophet (saw) trug ihm auf, das Volk dort dreimal zum Islam einzuladen. Hadhrat Khalid (ra) setzte dies genau so um – und nach drei Tagen der Verkündung nahm der Stamm den Islam an. Er schrieb daraufhin an den Heiligen Propheten (saw), informierte ihn über ihre Annahme des Glaubens und erklärte, dass er vor Ort geblieben sei, um sie in der Religion zu unterweisen und auf weitere Anweisungen zu warten.
Der Heilige Prophet (saw) wies ihn dann an, einige Vertreter des Stammes nach Medina zu bringen. Als diese dort eintrafen, legten sie das Treuegelöbnis auf den Heiligen Propheten (saw) ab. Die Leute dankten Gott dafür, dass Er sie rechtgeleitet hatte.

Seine Heiligkeit (aba) erklärte, dass die letzte Expedition, die der Heilige Prophet (saw) zu seinen Lebzeiten entsandte, das Heer unter Hadhrat Usama bin Zaid (ra) war. Nachdem der Heilige Prophet (saw) von der Abschiedswallfahrt (Hiddschat al-wadāʿ) zurückgekehrt war, bestand weiterhin die Gefahr durch die Byzantiner, und auch die Möglichkeit stand im Raum, dass die Byzantiner sich für ihre in Mu’ta Gefallenen rächen werden. Daher stellte der Heilige Prophet (saw) ein Heer zusammen und ernannte Hadhrat Usama bin Zaid (ra) zu dessen Anführer. Die Vorbereitungen wurden zwei Tage vor dem Ableben des Heiligen Propheten (saw) abgeschlossen. Er entsandte das Heer mit der Anweisung, nach Möglichkeit einen klaren Sieg zu erringen, ohne jedoch selbst den Kampf zu suchen – zu den Waffen sollte erst gegriffen werden, wenn der Gegner angreife. Hadhrat Usama (ra) erhielt zudem ein Banner aus der Hand des Heiligen Propheten (saw).

Auch viele erfahrene Gefährten gehörten diesem Heer an, was bei einigen die Frage aufkommen ließ, wie ein so junger Mann als Heeresführer über so bedeutende Gefährten gestellt werden könne. Diese Einwände missfielen dem Heiligen Propheten (saw), der seine Entscheidung bekräftigte und die Vorzüge und Fähigkeiten Hadhrat Usamah (ra) hervorhob. Trotz seines sich verschlechternden Gesundheitszustands bestand der Heilige Prophet (saw) darauf, dass das Heer ausrücken solle. Als die Krankheit jedoch weiter zunahm, besuchte Hadhrat Usama (ra) ihn erneut. Der Heilige Prophet (saw) bekräftigte abermals, dass die Expedition beginnen solle. Doch als Hadhrat Usama (ra) sich gerade auf den Weg machte, erreichte ihn die Nachricht, dass der Heilige Prophet (saw) im Sterben liege, woraufhin das Heer zurückkehrte.

Nach der Wahl von Hadhrat Abu Bakr (ra) zum Ersten Kalifen ordnete dieser an, dass das Heer Usamas (ra) nun dennoch ausziehen solle. Obwohl in Medina Unruhen ausbrachen und manche fürchteten, man benötige das Heer zu Hause, erklärte Hadhrat Abu Bakr (ra), sein erster Befehl als Kalif könne unmöglich die Aufhebung einer Expedition sein, die der Heilige Prophet (saw) selbst angeordnet hatte. Beim Aufbruch erinnerte er Hadhrat Usama (ra) daran, sämtliche Anweisungen des Heiligen Propheten (saw) einzuhalten.

Seine Heiligkeit (aba) schloss damit die Reihe der Freitagsansprachen über die Schlachten und Expeditionen aus dem Leben des Heiligen Propheten (saw) ab und kündigte an, künftig gegebenenfalls weitere Aspekte seines Lebens zu beleuchten.

Zum Abschluss der Freitagsansprache widmete Seine Heiligkeit (aba) zwei kürzlich verstorbenen Gemeindemitgliedern einen Nachruf.

Er gedachte Azizur Rahman Khalid, einem Missionar aus den USA, der in verschiedenen Ländern diente und für seine Schlichtheit bekannt war; er verschwendete nie Nahrung. Seine Heiligkeit (aba) erwähnte, ihn während seiner eigenen Zeit in Ghana erlebt zu haben und bezeugte seinen außergewöhnlichen Fleiß.

Ebenso gedachte Seine Heiligkeit (aba) Edi Hamaidi aus Indonesien, der während einer Umra-Reise in Medina verstarb und dort im Jannat al-Baqi bestattet wurde. Seine Heiligkeit (aba) wies darauf hin, dass jene Kleriker in Pakistan, die Ahmadi-Muslimen nicht einmal die Bestattung in ihren eigenen Friedhöfen erlauben und deren Gräber entweihen, an diesem heiligen Ort niemals Hand anlegen könnten – und dass Allah es nun so gefügt hat, dass Edi Hamaidis Grab gerade dort geschützt liegt.

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