In der Freitagsansprache vom 09. Januar 2026 sprach Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad (aba) über finanzielle Opfer auf dem Wege Gottes.
Seine Heiligkeit (aba) rezitierte zu Beginn den folgenden Vers aus dem Heiligen Koran:
»Nie könnt ihr zur vollkommenen Tugend gelangen, solange ihr nicht spendet von dem, was ihr liebt; und was immer ihr spendet, wahrlich, Allah weiß es wohl.« (3:93)
Seine Heiligkeit (aba) erklärte, dass der Erste Kalif der Ahmadiyya Muslim Gemeinschaft einst erläuterte, dass sich die Worte „von dem, was ihr liebt“ hier auf den eigenen Besitz und das eigene Vermögen beziehen. Der Zweite Kalif ergänzte, dass man keine wahre und vollkommene Tugend erlangen kann, indem man nur das spendet, woran man kein wirkliches Interesse hat oder was einem nichts bedeutet. Aufrichtige Tugend zeigt sich erst dann, wenn man bereit ist, von dem zu geben, was einem selbst lieb und wertvoll ist.
Seine Heiligkeit (aba) erklärte, dass kein Vermögen den Menschen nach dem Tod begleitet – alles verbleibt letztlich bei Gott. Gerade deshalb sollte man die Gelegenheit nutzen und sein Vermögen im Weg Gottes einsetzen, solange man dazu in der Lage ist. Ebenso erinnerte er an den Vers:
»So fürchtet Allah, soviel ihr nur könnt, und höret und gehorchet und spendet: Es wird für euch selbst besser sein. Und wer vor seiner eigenen Habsucht bewahrt ist – das sind die Erfolgreichen.« (64:17)
Nicht Geiz, sondern Spenden führt zur Nähe und zum Wohlgefallen Gottes. In dieser Zeit, so erklärte der Verheißene Messias (as), sind finanzielle Mittel unverzichtbar, um die wahre Botschaft des Islam zu verbreiten. Wer für den Glauben spendet, nütze nicht nur sich selbst, sondern der gesamten Menschheit.
Seine Heiligkeit (aba) führte aus, dass überliefert ist, dass Allah dem Heiligen Propheten Muhammad (saw) sagte, man sollte sein Vermögen bei Gott „aufbewahren“, denn dort kann es weder verbrennen noch ertrinken noch gestohlen werden. Was man Allah gibt, wird einem vollständig zurückgegeben, wenn man es braucht. Der Heilige Qur’an sagt:
»Und was ihr an Gut spendet, es ist für euch selbst, und ihr spendet nur, um Allahs Huld zu suchen. Und was ihr an Gut spendet, es soll euch voll zurückgezahlt werden, und ihr sollt keinen Nachteil erleiden.« (2:273)
Die meisten Ahmadis verstehen diese Wahrheit und spendeten offen im Weg Allahs. Schon der Verheißene Messias (as) hatte seine Verwunderung darüber ausgedrückt, mit welcher Hingabe Menschen seiner Gemeinschaft für Gott opfern. Derselbe Geist ist auch heute in der Gemeinschaft lebendig.
Seine Heiligkeit (aba) merkte an, dass es oft gerade Mitglieder mit bescheidenem oder mittlerem Einkommen sind, die in finanziellen Opfern besonders vorangehen. Sie sind überzeugt, dass Allah ihnen das Gegebene zurückgeben und sie in dieser und der nächsten Welt segnen wird.
Der Heilige Prophet Muhammad (saw) sagte einst, dass selbst eine einzelne Dattel, die jemand aus reinem, ehrlichem Vermögen für Allah spendet, von Gott angenommen und gesegnet und vermehrt wird. Voraussetzung ist jedoch, dass das Vermögen rein und nicht unrechtmäßig erworben wurde.
Der Verheißene Messias (as) hat auf der Grundlage eines Koranverses erläutert, dass Gott jene, die in Seinem Weg spenden, vor Schwierigkeiten bewahrt und ihnen auf unvorstellbare Weise Mittel verschafft. Wer Allah vollkommen vertraut, wird mit Segnungen überschüttet.
Seine Heiligkeit (aba) schilderte sodann einige Begebenheiten aus der Ahmadiyya Muslim Gemeinschaft:
- Eine Frau in Indonesien arbeitete als Teilzeitlehrerin und verdiente nur wenig. Sie hatte noch einen offenen Betrag aus ihrem Waqf-e-Jadid-Versprechen [Waqf-e-Jadid: Name einer Initiative innerhalb der Gemeinschaft] und verfügte über etwas Erspartes, das sie eigentlich für sich selbst zurückgelegt hatte. Obwohl sie das Geld dringend brauchte, entschied sie sich, es im Weg Gottes zu spenden. Kurz darauf erhielt sie völlig unerwartet einen Bonus von ihrer Schule, wurde in ein staatliches Förderprogramm aufgenommen und bekam zudem ihre seit Langem ausstehende Lehrernummer. Sie war überzeugt, dass all dies Segnungen ihres Opfers waren.
- Eine Frau in Kenia erfüllte ihr Waqf-e-Jadid-Versprechen, indem sie buchstäblich ihre Taschen leerte. Wenige Tage später erhielt sie Geld von ihrer Tochter sowie zwei Kühe von ihrem Schwiegersohn. Ihr anfängliches Opfer von 400 Schilling wurde durch Segnungen um ein Vielfaches übertroffen.
- Ein Mann in Australien erhöhte seinen Beitrag von 1.000 auf 7.000 Dollar. Am nächsten Tag erhielt er unerwartet 12.000 Dollar aus einem Versicherungsfall, von dem er nichts gewusst hatte.
- Ein Mann in Indien beglich zuerst sein Waqf-e-Jadid-Versprechen, obwohl er andere dringende Ausgaben hatte. Kurz darauf erhielt er einen seit Langem blockierten Geldbetrag, mit dem er nicht so bald gerechnet hatte.
- Eine Frau in Kirgisistan spendete trotz vieler eigener Bedürfnisse aus ihrem Bonus. Noch im selben Monat wurde ihr Gehalt um 40 % erhöht, sie erhielt einen weiteren Bonus, und ihr bisher wenig erfolgreicher Nebenbetrieb begann plötzlich doppelt so viel Gewinn abzuwerfen.
Seine Heiligkeit (aba) erwähnte, dass das 68. Fiskaljahr von Waqf-e-Jadid abgeschlossen ist und nun das 69. Jahr begonnen hat. Zum Abschluss betete Seine Heiligkeit (aba), dass Allah uns befähigen möge, weiterhin freudig finanzielle Opfer darzubringen und im Glauben zu wachsen.




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