In der Freitagsansprache vom 26. Dezember 2025 knüpfte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba) an die vorherige Freitagspredigt an, in der er verschiedene Aspekte aus dem Leben des Heiligen Propheten Muhammad (saw) erwähnt hatte. Dieses Mal sprach er über die besondere Liebe Allahs zum Propheten Muhammad (saw) und darüber, wie diese Liebe sein gesamtes Leben prägte.
Seine Heiligkeit (aba) erläuterte, dass Gott selbst den Heiligen Propheten (saw) liebte und ihn durch Seine Führung leitete — eine Führung, die der Prophet (saw) wiederum an die Menschheit weitergab. Diese göttliche Nähe entstand aus der tiefen inneren Sehnsucht des Propheten Muhammad (saw) nach Gott und seinem brennenden Mitgefühl für die Menschen. Gerade diese innere Bewegung — das schmerzliche Verlangen nach Gottes Nähe und die Sorge um die geistige Orientierung für die Menschheit — zog Gottes Liebe an und führte dazu, dass Gott ihm die Wege zu Seiner Liebe sowie zum Mittel machte, um auch andere zu leiten. In diesem Zusammenhang zitierte Seine Heiligkeit (aba) den Vers:
»Er fand dich irrend (in deiner Sehnsucht nach Ihm) und führte (dich) richtig.« (93:8)
Dieser Vers bedeute nicht, dass der Heilige Prophet (saw) jemals irregeleitet gewesen sei, sondern dass er voller Liebe und Sehnsucht nach Gott war und nach Wegen suchte, die Menschen rechtzuleiten — woraufhin Gott ihn zu Sich zog und ihm die vollkommene Rechtleitung schenkte.
Seine Heiligkeit (aba) zitierte hierzu die Ausführungen des Verheißenen Messias (as), der erklärt, dass gewisse koranische Begriffe oberflächlich betrachtet unvorteilhaft erscheinen können, ihrer eigentlichen Bedeutung nach jedoch höchste Würdigung und tiefen Lobpreis enthalten. So bedeutet der hier verwendete Ausdruck keineswegs, dass der Heilige Prophet (saw) jemals irregeleitet gewesen sei, sondern vielmehr, dass er in inniger Liebe und Sehnsucht nach Gott war und deshalb von Gott zu Sich gezogen wurde. So bezeugt dieser Vers gerade die tiefe Liebe des Propheten (saw) zu Gott.
Weiter erinnerte Seine Heiligkeit (aba) daran, dass der Heilige Koran dem Propheten Muhammad (saw) offenbart wurde, weil er der vollkommene Mensch und das vollkommene Vorbild war. Deshalb gilt für alle Gläubigen:
»Sprich: „Liebt ihr Allah, so folget mir; (dann) wird Allah euch lieben und euch eure Fehler verzeihen; denn Allah ist allverzeihend, barmherzig.“« (3:32)
Der Weg zur Liebe Gottes führt also über das Befolgen des Weges des Heiligen Propheten (saw).
Seine Heiligkeit (aba) schilderte sodann, wie der Prophet (saw) seine Liebe zu Gott praktisch lebte — besonders durch sein Gebet, seine Dankbarkeit und seine innige Anbetung. Er betete darum, Gottes Liebe zu erlangen und alles, was er liebte, in den Dienst dessen zu stellen, was Gott liebt. Selbst das, was ihm verwehrt blieb, nahm er als Gelegenheit zur Hinwendung zu Gott an.
Hadhrat Aischa (ra) berichtete, dass der Heilige Prophet (saw) oft nachts aufstand, um lange Gebete zu verrichten, inbrünstig zu weinen und Gott um Seine Nähe zu bitten — obwohl ihm bereits Vergebung zugesichert war. Als sie ihn fragte, warum er dennoch so intensiv bete, antwortete er:
»Sollte ich nicht ein dankbarer Diener sein?«
In einer anderen Überlieferung berichtet Hadhrat Aischa (ra), dass der Heilige Prophet (saw) eines Nachts leise das Haus verließ, nachdem er geglaubt hatte, sie sei eingeschlafen. Sie folgte ihm unbemerkt bis zum Friedhof von al-Baqīʿ. Dort blieb er lange stehen, erhob wiederholt seine Hände zum Gebet und bat um Vergebung für die Verstorbenen. Auf ihre spätere Frage erklärte er, dass der Engel Gabriel ihm aufgetragen habe, für die Bewohner der Gräber zu beten, und lehrte sie das entsprechende Bittgebet für die Verstorbenen.
Auch in Zeiten der Prüfung und Gefahr blieb seine Liebe zu Gott unerschütterlich. Selbst als er angegriffen wurde, während er im Gebet war, war sein Leben von nichts anderem geprägt als von Hingabe, Geduld und Vertrauen auf Gott. So wird überliefert, dass der Prophet (saw) eines Tages im Gebet in der Niederwerfung war, als ein Gegner von herantrat und ihn zu würgen begann. Der Gefährte Abu Bakr (ra), der dies sah, eilte herbei, stieß den Angreifer zurück und rief: »Willst du einen Mann töten, nur weil er sagt: Mein Herr ist Allah?«
Selbst in solchen Momenten war das Leben des Heiligen Propheten (saw) von nichts anderem geprägt als von Hingabe und festem Vertrauen auf Gott. Und so bezeugten selbst seine Zeitgenossen als Nichtgläubige: »Muhammad (saw) ist in seinen Herrn verliebt.«
Der Verheißene Messias (as) beschreibt, dass die Gefährten des Heiligen Propheten (saw) nicht nur seine Liebe und Aufrichtigkeit sahen, sondern auch Gottes sichtbare Hilfe und Nähe zu ihm. Dadurch gelangten sie zu einer unerschütterlichen Gewissheit über Gottes Existenz und Seine Macht, was sie zu außergewöhnlichen Opfern und Folgsamkeit befähigte.
Seine Heiligkeit (aba) führte aus, dass diese vollkommene Nachahmung des Heiligen Propheten (saw) auch das Vorbild des Verheißenen Messias (as) gewesen war. Ahmadi Muslime seien daher aufgerufen, dieses Vorbild im eigenen Leben widerzuspiegeln und ihre Bindung an den Heiligen Propheten Muhammad (saw) stetig zu vertiefen.
Zum Abschluss bat Seine Heiligkeit um Gebete für die verfolgten Ahmadis in Pakistan und weltweit sowie für alle Menschen, die unter Ungerechtigkeit leiden. Er betonte, dass die Gebete der Gläubigen in Pakistan nicht nachlassen dürfen, sodass Allah die Verfolger in Pakistan bald zur Rechenschaft ziehen möge.
Anschließend kündigte Seine Heiligkeit die Leitung der Totengebete für Maulana Jalaluddin Nayyar und Mir Habib Ahmad an und bat um Gottes Vergebung und Barmherzigkeit für sie.





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