Aus den Schriften des Verheißenen Messias (as)

Gott behandelt Seine Geliebten wie Freunde

Aus den Schriften von Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad (AS), dem Verheißenen Messias und Imam Mahdi

Es stimmt, dass die meisten Gebete jener, die von Gott akzeptiert sind, erhört werden. Ihr großes Wunder ist die Erhörung ihrer Gebete. Wenn ihre Herzen in einer Zeit des Unglücks sehr besorgt sind und sie sich in ihrer Besorgnis Gott zuwenden, so wird ihre Hand zu jener Zeit gewissermaßen zur Hand Gottes.

Gott ist ein verborgener Schatz. Durch Seine vollkommenen Geliebten zeigt Er Sein Angesicht. Gottes Zeichen werden offenbar, wenn Seine Geliebten verfolgt werden. Wenn sie bis zum Äußersten verfolgt werden, dann ist dies ein Hinweis darauf, dass das Zeichen Gottes nahe ist, ja, fürwahr vor der Tür steht. Niemand liebt seinen Sohn so sehr wie Gott jene liebt, die gänzlich Sein werden. Er zeigt Seine Wunder für sie und manifestiert solche Kraft ihrerseits, als ob ein schlafender Tiger erwachen würde. Gott ist verborgen und diese sind die Menschen, die Ihn zeigen. Er ist hinter tausend Schleiern verborgen und diese sind die Menschen, die Sein Angesicht zeigen.  

Aber es muss bedacht werden, dass es falsch ist zu denken, dass jedes Gebet jener, die Gottes Geliebte sind, erhört wird. Die Wahrheit ist, dass der Umgang Gottes des Allmächtigen mit ihnen so ist wie der eines Freundes – manchmal erhört Er ihr Gebet und manchmal zwingt Er ihnen Seinen Willen auf. Das ist es, was bei der Freundschaft geschieht. Manchmal akzeptiert ein Freund das, was sein Freund vorschlägt und handelt demgemäß, und ein andermal muss jener das akzeptieren, was er selbst wünscht. An einer Stelle im Heiligen Qur’an verheißt Gott die Erhörung der Gebete der Gläubigen, indem Er sagt: 

»Betet Mich an, Ich werde euer Gebet erhören.« (Der Heilige Qur’an, 40:61)

Und an einer anderen Stelle weist er sie an, Seinen Entscheid mit Wonne zu akzeptieren. Es heißt:

»Wahrlich, Wir werden euch prüfen mit ein wenig Furcht und Hunger und Verlust an Gut und Leben und Früchten; doch gib frohe Botschaft den Geduldigen, die sagen, wenn ein Unglück sie trifft: ›Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim.‹« (Der Heilige Qur’an, 2:156-157)

Wenn man beide Verse zusammenhängend liest, wird man erkennen, wie Allahs Praxis in Bezug auf das Gebet aussieht und wie die (natürliche) Beziehung ist zwischen dem Herrn und einem Diener.  

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Ḥaqīqatul-waḥyi, Rūḥānī ḫazāʾin, Bd. 22, S. 20-21

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