Ahmadiyya Hadhrat Mirza Masroor Ahmad - Khalifatul Masih V (aba)

Moscheen – Bausteine für den Frieden

Ansprache anlässlich der Moscheeeröffnung der Bait-us-Samad Moschee in Gießen
Von Seiner Heiligkeit Hadhrat Khalifatul Masih V.ABA, dem weltweiten Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat
Feierliche Einweihung der Bait-us-Samad Moschee durch Seine HeiligkeitABA.

Am 21. August 2017 eröffnete das weltweite Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA, die Bait-us-Samad Moschee in der Universitätsstadt Gießen.
Die Einweihungsveranstaltung fand in der Gießener Kongresshalle statt, an der 267 Gäste teilnahmen, darunter Frau Dietlind Grabe-Bolz, Oberbürgermeisterin von Gießen, Herr Gerhard Merz, Mitglied des Hessischen Landtags und Herr Martin Rößler, Vizepräsident des Regierungspräsidiums Gießen.
In seiner Ansprache hob Seine Heiligkeit verschiedene Aspekte der islamischen Lehre hervor, die das religiöse Miteinander fördern. Eine Moschee diene dem Zweck der Anbetung Gottes und könne somit auch von Menschen anderer Konfessionen für ihren Gottesdienst genutzt werden. Seine Heiligkeit führte das Vorbild des Heiligen ProphetenSAW an, der einst einer christlichen Delegation anbot, in seiner Moschee ihren Gottesdienst abzuhalten.

Seine Heiligkeit erwähnte die Bemühungen der Gemeinde, die darin bestünden, dass die Welt ihren Schöpfer erkennen möge und dass die Menschen in Liebe und Brüderlichkeit miteinander leben. Seine Heiligkeit sagte: „Das ist auch der eigentliche Grund, diese Moschee zu bauen, sodass wir in dieser Welt in einer friedlichen und liebevollen Atmosphäre leben und statt Unordnung, Konflikt und Missachtung der gegenseitigen Rechte, diese in der Tat erfüllen.“
Über die mediale Berichterstattung erfuhren etwa 1.652.000 Menschen von der Moscheeeröffnung.

Diese Rede wurde aus dem Urdu übersetzt; für etwaige Übersetzungsfehler übernimmt die Revue der Religionen die Verantwortung.
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„Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.

Zuerst möchte ich mich bei allen Gästen für die Teilnahme an unserer Veranstaltung bedanken. Meine Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen ist auch meine religiöse Pflicht, denn der Gründer des Islam, der Heilige Prophet MuhammadSAW hat uns angewiesen, dass eine Person, ein Muslim, der seinen Mitmenschen nicht dankbar ist, auch Gott dem Allmächtigen nicht dankbar ist. In diesem Zusammenhang ist es mir sehr wichtig, Ihnen zu danken. Ich bin auch dankbar für die Unterstützung, die die einheimischen Mitbürger uns offenen Herzens entgegengebracht haben, damit hier eine Moschee errichtet werden konnte. Ich bin dem Magistrat, dem Bürgermeister und den Politikern dieses Gebietes dankbar. Sie alle gestatteten uns großzügig, diese Moschee zu bauen. Zuerst galt es also, diese Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

Ehrengäste der Einweihungsveranstaltung
v.r.n.l.:

1.Herr Martin Rößler, Vizepräsident des Regierungspräsidiums Gießen
2. Herr Abdullah Uwe Wagishauser, Bundesvorsitzender der Ahmadiyya Muslim Jamaat
3. Seine Heiligkeit, Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, Khalifatul Masih V.ABA
4. Frau Dietlind Grabe-Bolz, Oberbürgermeisterin von Gießen
5. Herr Gerhard Merz, Mitglied des Hessischen Landtags

Zweitens, wie unser Bundesvorsitzender bereits erwähnt hat, lautet der Name dieser Moschee „Masjid Bait-us-Samad“. „Ṣamad“ ist eine der Eigenschaften Gottes. „Ṣamad“ impliziert ein Wesen, das ewig und selbsterhaltend ist, wohingegen jedes andere Lebewesen in dieser Welt vom Allmächtigen Gott abhängig ist. Gott ist das einzige Wesen, das zeitlos und ewig ist. Beispielsweise erwähnt Allah der Allmächtige im Heiligen Qur‘an die Erschaffung der Welt. Es heißt dort, dass die Himmel und die Erde eine geschlossene Masse waren und Gott sie auseinanderbrach. Gott der Allmächtige hat das Konzept des Urknalls im Heiligen Qur‘an präsentiert, bevor Wissenschaftler darauf gekommen sind. Es wird im 21. Kapitel des Heiligen Qur‘an erwähnt und im weiteren Verlauf desselben Kapitels heißt es, dass eine Zeit kommen wird, in der die Himmel aufgerollt werden. Auf diese Weise hat Gott der Allmächtige das Konzept der Schwarzen Löcher präsentiert, bevor die Wissenschaftler darauf gekommen sind. Gott der Allmächtige wird für immer existieren, auch nachdem alles andere endet. Selbst wenn das gesamte Universum endet, wird dies keinen Einfluss auf das Wesen Gottes, des Allmächtigen, haben. Weiter sagt Gott der Allmächtige: Ich werde erneut erschaffen, auf die gleiche wie vorher erklärte Weise, durch einen Urknall. So hat Gott der Allmächtige uns diese wissenschaftlichen Dinge erklärt. „Ich bin immerwährend und ewig und du solltest dich mir zuwenden. Wende dich mir für den Gottesdienst zu. Komm zu mir, wenn du Schutz suchst.“ Dies ist die Bedeutung seines Attributs „Ṣamad“. Deshalb hoffe ich, wenn Ahmadis zu dieser Moschee kommen, dass sie mit all ihren Gebeten und Wünschen Gott, den Allmächtigen, anflehen werden. Er ist der Eine, der die Gebete erhört. Er ist der Eine, der zeitlos und ewig ist. Er ist das einzige Wesen, dem wir uns zuwenden können und in einer schwierigen Zeit und auch so Schutz suchen können. Das war eine kurze Vorstellung der Bedeutung des Namens.

Darüber hinaus wurde mir mitgeteilt, dass die Bevölkerung dieser Stadt ungefähr 85.000 beträgt, von denen 38.000 Studenten sind. Es ist also eine Stadt, in der fast die Hälfte der Bevölkerung Studenten sind.
Gut gebildete Menschen sollten immer daran denken, dass Bildung uns zwar dazu verhilft, dass wir unseren Geist und unser Herz öffnen und so weit wie möglich unsere Toleranzschwelle steigern, darüber hinaus sollte sie aber auch dazu führen, dass wir unsere Aufmerksamkeit auch der Erfüllung der Pflichten Gott des Allmächtigen gegenüber zuwenden.
Moscheen, Kirchen, Synagogen und Anbetungsstätten anderer Religionen sind für uns dazu da, um an Gott, den Schöpfer, zu erinnern und Ihn niemals zu vergessen.

Seine HeiligkeitABA sprach das Thema der Integration an und sagte: „Wahre Integration bedeutet, dass wir in Liebe und Harmonie miteinander leben. Jeder, ganz gleich ob Mann oder Frau, sollte sich für das Wohl seines Landes und seiner Stadt einsetzen.“

Es wurden auch die Rechte der Nachbarn hier erwähnt. Amīr Sahib (der Bundesvorsitzende) sprach diese an. In Bezug auf die Rechte der Nachbarn möchte ich Ihnen sagen, dass der Religionsgründer des Islam, der Heilige Prophet MuhammadSAW großen Wert auf deren Bedeutung gelegt hat. Er sagte einmal: „Gott der Allmächtige hat mich immer wieder zur Wahrung der Rechte der Nachbarn aufgefordert und meine Aufmerksamkeit sosehr darauf gelenkt, dass ich dachte, Er könnte den Nachbarn am Erbe beteiligen.“ Demzufolge sind die Rechte der Nachbarn extrem wichtig, und es obliegt uns, sie zu wahren. In diesem, von mir soeben erwähnten, Zusammenhang, ist es möglich, dass einige Nachbarn beim Bau der Moschee durch den Lärm oder etwas anderes gestört worden sind. Wir bitten sie hiermit um Entschuldigung dafür. Hoffentlich werden jetzt nach dem Bau der Moschee diejenigen, die nun hierherkommen werden, die Rechte der Nachbarn noch mehr als zuvor erfüllen. Es ist die Pflicht eines jeden Ahmadis, die Rechte der Nachbarn zu beachten, andernfalls hat der Bau einer Moschee keinerlei Nutzen.

Ähnliches sagte der Vizepräsident von Gießen, während er die Gemeinde lobte und einige Punkte ansprach: „In Wahrheit ist dies die wahre Lehre des Islam. Selbst wenn wir verschiedenen Religionen angehören, sollten wir die gegenseitige Toleranz erhöhen und auf die gegenseitigen Gefühle und Emotionen Rücksicht nehmen.“ Wenn man von der Moschee spricht, fällt einem der Vorfall des Heiligen ProphetenSAW ein, als eine christliche Delegation den Heiligen ProphetenSAW in Medina traf. Nach einer Weile zeigten sie Besorgnis. Der Heilige ProphetSAW fragte sie: „Warum seid Ihr besorgt?“ Sie antworteten: „Es ist Zeit für unseren Gottesdienst und wir wissen nicht, wo wir unsere Gebete verrichten und den Gottesdienst durchführen können.“ Zu jenem Zeitpunkt saß der Heilige ProphetSAW zusammen mit der christlichen Delegation in der Prophetenmoschee in Medina. Er antwortete: „Diese Moschee ist auch für euch. Ihr könnt hier beten. Eine Moschee dient dem Zweck, Gott den Allmächtigen anzubeten. Daher habt Ihr die Erlaubnis hier zu beten.“ Demzufolge gestattete der Heilige ProphetSAW jenen Christen in seiner Moschee zu beten. Ein schöner Aspekt der Lehren des Islam, der uns darauf verweist, in Frieden und Harmonie mit allen Religionen zu leben.

267 Gäste und Würdenträger nehmen an der Einweihungsveranstaltung teil und folgen aufmerksam der Ansprache Seiner HeiligkeitABA.

Darüber hinaus lehrt der Islam, dass alle (großen) Religionen auf der Welt wahre Religionen waren und ihre Gründer wahrhaft waren. Die Lehre, die sie brachten, war von Gott, dem Allmächtigen. Es war Gott der Allmächtige, Der die Propheten entsandte. Und es wurden Propheten zu jeder Nation entsandt. Daher ist es die Pflicht eines jeden wahren Gläubigen, jeden Propheten und dessen Anhänger zu ehren. Um eine Atmosphäre der Liebe, des Friedens und der Harmonie in der Welt zu etablieren, wird zudem gesagt: beschimpft nicht die Götzen derer, die nicht an Gott glauben und Götzendiener sind. Denn wenn man dies täte, wird es auf der Welt Unsicherheit und Unordnung geben. Demnach hat der Islam gelehrt, auf Gefühle jeglicher Art Rücksicht zu nehmen und der Heilige ProphetSAW hat durch sein eigenes Beispiel eine Vorlage gegeben.

Ebenso danke ich dem geehrten Landtagsabgeordneten, der sehr positive Gefühle zum Ausdruck gebracht hat und die Ahmadis als einen Teil der Stadt betrachtet. In der Tat ist es die Pflicht von uns Ahmadis, die hierhergekommen sind und die zu Bürgern dieses Landes geworden sind, sich nun mit all unseren Fähigkeiten für das Wohl dieses Landes einzusetzen. Diejenigen, die Studenten sind, sollten Bildung erwerben und dem Fortschritt des Landes dienlich sein. Diejenigen, die Geschäftsleute sind, sollten bei der Abwicklung ihrer Geschäfte gerecht handeln und auch dann Gerechtigkeit und Ehrlichkeit aufrechterhalten, wenn es um die Zahlung von Steuern geht. Wir sollten fortwährend danach streben diesem Land, das uns Religionsfreiheit gewährt hat und uns erlaubt hat, uns darin zu integrieren, den großen Gefallen zu erwidern und unsere Plichten ihm gegenüber zu erfüllen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn wir uns wirklich als Bürger dieses Landes und als einen wesentlichen Teil davon betrachten.

Seine HeiligkeitABA sprach das Thema der Integration an und sagte: „Wahre Integration bedeutet, dass wir in Liebe und Harmonie miteinander leben. Jeder, ganz gleich ob Mann oder Frau, sollte sich für das Wohl seines Landes und seiner Stadt einsetzen.“

Der geehrte Landtagsabgeordnete betete auch, dass wir all unsere tugendhaften Bestrebungen erfüllen mögen. Was sind denn unsere Bestrebungen? Unsere Bestrebungen sind, dass die Welt ihren Schöpfer erkennen möge und dass sie (die Menschen) miteinander in Liebe, Zuneigung und Brüderlichkeit leben. Das ist auch der eigentliche Grund, diese Moschee zu bauen, sodass wir in dieser Welt in einer friedlichen und liebevollen Atmosphäre leben und statt Unordnung, Konflikt und Missachtung der gegenseitigen Rechte, diese in der Tat erfüllen. Dies ist das schöne Konzept, das der Gründer des Islam uns gegeben hat. Obwohl manchmal strenge Maßnahmen ergriffen werden müssen, um Frieden herzustellen, ist es die Pflicht eines wahren Muslims, dass er Liebe und Zuneigung in jeder seiner Handlung gegenüber seinen Nachbarn sowie im Allgemeinen an den Tag legt, um wahren Frieden zu etablieren.

Ich danke auch der Oberbürgermeisterin, die sehr warmherzige und tugendhafte Gefühle zum Ausdruck gebracht hat und über unser Motto „Liebe für alle, Hass für keinen“ gesprochen hat. Nach diesem Moscheebau richtet sich nun vermehrt die Aufmerksamkeit auf die Ahmadi-Muslime. Daher ist es jetzt die Pflicht der Gemeindemitglieder, dass sie dieses Motto noch mehr als zuvor zum Ausdruck bringen. Sie sollten alle Religionen und deren Anhänger respektieren und ehren. Wie ich bereits erwähnte, besagt der Islam, dass Propheten zu jeder Nation gesandt wurden und mit einer wahren Religion kamen. Daher werden wahre Muslime dazu aufgefordert, die Namen der heiligen Gründer anderer Glaubensrichtungen mit Respekt zu erwähnen. Wenn wir also über Juden sprechen und den Propheten MosesAS erwähnen, fügen wir dem Namen auch „‘alaihi s-salām“ hinzu, was bedeutet, dass Gottes Frieden auf ihn sei, weil er ein Prophet Gottes und eine fromme Person war. Genauso, wenn wir über den Propheten JesusAS sprechen, senden wir wieder Segnungen auf ihn, weil er eine fromme Person war und kam, um Liebe und Zuneigung auf der Welt zu verbreiten. Darum sollte ein wahrer Muslim gegenüber jeder Religion respektvoll sein und ihren Gründern gegenüber Ehrerbietung erweisen. Es ist diese wunderbare Lehre, die Frieden und Liebe in dieser Welt schaffen kann, und genau diese Lehre sollen die Gottesdienstbesucher, die zur Moschee kommen, in jeder einzelnen ihrer Handlungen widerspiegeln. Ansonsten sagt Gott der Allmächtige im Heiligen Qur‘an, dass wenn sie dies verfehlen, sich der Moscheebesuch als sinnlos für sie herausstellen wird. Wenn du die Moschee besuchst, um Gebete zu verrichten, jedoch die Rechte (anderer) nicht erfüllst und Unordnung in der Welt schaffst, dann wird deine Anbetung auf dich zurückgeworfen werden. Darüber hinaus wird im Jenseits am Tag des Jüngsten Gerichts – dem Tag, an dem Gott der Allmächtige Belohnung gewähren wird oder Bestrafung – dein Gebet als sündige Tat gelten, anstatt Segnungen für dein Gebet zu ernten, weil du die Rechte deiner Mitmenschen nicht erfüllt hast und du versucht hast an deinem Wohnort oder in deinem Land Unordnung zu verursachen.

Seine HeiligkeitABA trägt sich in das goldene Buch der Stadt Gießen ein.

Das ist also die schöne Lehre, die ein Ahmadi anstreben sollte, und ich hoffe, so Gott will, dass Ahmadis nach dem Bau dieser Moschee ihre Aufmerksamkeit darauf besonders richten werden und die Anwohner erkennen werden, dass es die wahre islamische Lehre ist, die Liebe und Harmonie in der Welt verbreiten kann.

Die geehrte Oberbürgermeisterin sprach über das Pflanzen eines Baumes und darüber diesen zu bewässern, dass dieser Baum gedeihen, wachsen und Früchte tragen möge und sich als eine Quelle der Liebe, des Friedens und der Harmonie für diese Stadt erweisen möge. Ich möchte auch erwähnen, dass einige Pressevertreter einige Minuten bevor wir diesen Baum pflanzten und ihn bewässerten, mich fragten: „Wie kann Integration möglich sein, wenn Sie diese und jene Dinge anders praktizieren?“ Ich antwortete, dass es im Islam Lehren gibt, die sich auf die Religion beziehen. Zum Beispiel das freie Zusammenkommen von Männern und Frauen, Parda etc., diese Angelegenheiten betreffen bestimmte Umstände und Gegebenheiten und behindern nicht die Integration. Wahre Integration bedeutet, dass wir in Liebe und Harmonie miteinander leben. Jeder, ganz gleich ob Mann oder Frau, sollte sich für das Wohl seines Landes und seiner Stadt einsetzen. Ich gab ihnen das Beispiel einer Ahmadi Muslima [Frau], die als Ärztin dient. Sie arbeitet mit anderen Ärzten zusammen und unabhängig davon, ob der Patient ein Mann oder eine Frau ist, untersucht sie diese. Das ist ein Dienst an der Menschheit. Ebenso arbeiten einige als Krankenschwestern; Männer und Frauen arbeiten zusammen, weil es eine Notwendigkeit ist. Wenn es jedoch um den Gottesdienst geht oder andere Veranstaltungen und Frauen getrennt in einem angrenzenden Saal zu ihrem eigenen Komfort sitzen und sie ihre eigene Veranstaltung selbst organisieren, dann sollte niemand ein Problem damit haben. Dadurch wird unsere Liebe, Loyalität und Respekt für das Land in keinster Weise gemindert. Unsere Frauen lieben ihr Land genauso wie unsere Männer. Unsere Frauen erlangen Bildung und dienen später ihrem Land in gleicher Weise wie unsere Männer. In der Tat würde ich sagen, dass Ahmadi-Mädchen und Frauen gebildeter sind als Ahmadi-Männer und ihrem Land mehr dienen [als Männer].

Es ist also ein schönes Beispiel für Integration, das von Ahmadi-Frauen demonstriert wird. Was bestimmte religiöse Verfügungen betrifft, sollte man nicht einzelne Lehren betonen, da diese Angelegenheiten Hass fördern, oder wenn nicht dies, verstärkt es die Spaltung oder verletzt die Gefühle anderer. Daher ist jeder Ahmadi, egal ob Mann oder Frau, loyal zu seinem Land und strebt nach dem Fortschritt seines Landes. Das ist es, was wir anstreben. 

Als die geehrte Oberbürgermeisterin mich bat, den Baum zu bewässern, bat ich sie, mir zu helfen, damit wir das Wasser gemeinsam gießen konnten. Erstaunt fragte sie: „Kann ich den Griff mit Ihnen zusammenhalten?“ Ich antwortete: „Selbstverständlich können Sie das.“ Das ist die wahre Integration, die wir erreichen wollen, sodass die Menschen darauf aufmerksam gemacht werden, dass sowohl ich – in meiner Funktion als Oberhaupt einer religiösen Organisation – als auch Sie als Oberbürgermeisterin dieser Stadt, sich gemeinsam dafür eingesetzt haben, die Schönheit dieser Stadt durch diese Baumpflanzung zu entfalten, sowohl aus weltlicher als auch aus religiöser Sicht. Dieser wird jetzt wachsen und blühen und eine Atmosphäre der Liebe, Harmonie und des Friedens schaffen. Und wenn dies ein fruchttragender Baum ist, möge er immer Früchte der Liebe und Harmonie tragen.

Vielen Dank! Friede sei mit Ihnen allen!“