Hadhrat Mirza Masroor Ahmad - Khalifatul Masih V (aba)

Zusammenfassung der Freitagsansprache vom 24. Juli 2020

Hervorragende Persönlichkeiten – Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA

In der heutigen Freitagsansprache berichtete Seine HeiligkeitABA weitere Begebenheiten aus dem Leben von Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA

Seine HeiligkeitABA sagte, dass Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA an den Schlachten von Badr, Uhud, Khandaq, Khaibar und auch am Vertrag von Hudaibiyyah und an der Eroberung von Mekka teilgenommen habe. Er war ein sehr geschickter Bogenschütze. Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA erzählt, dass sie extrem schwierige Umstände ertragen mussten und während dieser Kämpfe manchmal kaum etwas zu essen hatten, abgesehen von einigen Dornenzweigen.

Sariyya [Expedition] Ubaida bin Harith

Seine HeiligkeitABA  sagte, dass Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA als Erster Blut für die Sache des Islam vergossen habe und während der Sariyya von Hadhrat Ubaida bin Harith als Erster einen Pfeil für den Islam geschossen habe. Der Heilige ProphetSAW hatte eine Gruppe von Muslimen entsandt, um herauszufinden, welche Pläne die Mekkaner gegen die Muslime schmiedeten. Als er auf eine Gruppe von Mekkanern traf, kam es zu einem kleinen Gefecht, bei dem mit Pfeilen auf beiden Seiten geschossen wurde; es kam jedoch zu keinen weiteren Kämpfen.

Sariyya Abdullah bin Jahsh

Seine HeiligkeitABA erklärte, dass Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA auch an der Sariyya von Abdullah bin Jahsh teilgenommen habe. Auch hier wünschte der Heilige ProphetSAW mehr Wissen über die geheimen Planungen der Mekkaner zu erlangen, um die notwendigen Vorkehrungen zu treffen und Medina zu schützen. Tatsächlich hatte der Heilige ProphetSAW dieser achtköpfigen Gruppe nicht einmal gesagt, wohin sie gehen sollten und was die Mission war, sondern er gab ihnen einen Brief, den sie erst nach zwei Tagen öffnen sollten. Als sie den Brief öffneten, erfuhren sie, dass der Heilige ProphetSAW wünschte, dass sie nach Nakhla gehen sollten, um sich über die Pläne der Mekkaner zu informieren. Auf ihrem Weg dorthin verloren Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA und ein weiterer Gefährte, Hadhrat UtbahRA, ihre Kamele und konnten den Rest der Gruppe nicht mehr auffinden.

Seine HeiligkeitABA bezog sich auf Hadhrat Mirza Bashir AhmadRA, der den Vorwurf von Herrn Margoliouth entkräftete, sie hätten ihre Kamele absichtlich verloren. Allerdings widerlege jeder Vorfall aus ihrem Leben eine solche Vorstellung, da sie immer für den Dienst am Islam bereit waren.

Die verbleibende Gruppe ging weiter und wurde mit einer Gruppe von Mekkanern konfrontiert, die dann einen von ihnen angriffen und töteten. Der Heilige ProphetSAW war sehr unzufrieden, da er sie nicht in einem der heiligen Monate in den Kampf geschickt hatte. Die Mekkaner hatten die Freilassung der bei diesem Vorfall gefangen genommenen Menschen gefordert, doch der Heilige ProphetSAW befürchtete, dass Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA und Hadhrat UtbahRA, die noch nicht zurückgekehrt waren, etwas zustoßen könnte. So sagte er, dass er diese Gefangenen nicht freilassen werde, solange seine beiden Gefährten nicht zurückgekehrt sind.

Reiter des Islams

Seine HeiligkeitABA sagte, dass Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA während der Schlacht von Badr sehr tapfer gekämpft habe, obwohl er zu Fuß unterwegs war, so dass er als Faris-ul-Islam oder Reiter des Islam bekannt wurde.

Tapferkeit in der Schlacht von Uhud

Seine HeiligkeitABA sagte, dass während der Schlacht von Uhud der Bruder von Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA  auf der mekkanischen Seite kämpfte und den Heiligen ProphetenSAW verletzte, infolgedessen er zwei seiner Zähne verlor. Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA sagte, dass er danach seinen Bruder im Kampf mit einer solchen Inbrunst töten wollte, wie er sie noch nie zuvor gespürt hatte. Er gab diese Verfolgung erst auf, als der Heilige ProphetSAW ihn aufhielt.

»Meine Eltern seien für dich geopfert.«

In einer Überlieferung heißt es, dass der Heilige ProphetSAW Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA während der Schlacht Pfeile aushändigte und dass er sie abschoss. Es wird auch überliefert, dass der Heilige ProphetSAW zu ihm sagte: »Meine Eltern seien für dich geopfert. Schieß weiterhin Pfeile ab.« Diese Worte sagte der Heilige ProphetSAW nur zu Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA oder vielleicht einem anderen Gefährten. Es wird erzählt, dass Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA während der Schlacht von Uhud tausend Pfeile abgeschossen habe.

Eine Lehre bei der Spende

Zur Zeit des Vertrags von Hudaibiyyah war Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA einer der Gefährten, die den Vertrag als Zeuge unterzeichneten. Während der Eroberung von Mekka hielt Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA eine der drei Flaggen der Muhajireen. Zum Zeitpunkt der Abschiedspilgerfahrt wurde er krank. Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA hatte nur eine Tochter als Erbin und als der Heilige ProphetSAW  ihn besuchte, fragte er ihn, ob er 2/3 seines Reichtums spenden könnte. Der Heilige ProphetSAW  lehnte dies ab. Er fragte, ob er die Hälfte seines Vermögens spenden könnte, was der Heilige ProphetSAW ebenfalls ablehnte. Als er fragte, ob er 1/3 seines Vermögens spenden könnte, stimmte der Heilige ProphetSAW dem zu und sagte, dass 1/3 viel sei. Der Heilige ProphetSAW erklärte, es sei besser, seinen Kindern Vermögen zu hinterlassen, als sie in Armut zurückzulassen, damit sie nicht um finanzielle Hilfe fragen. Er sagte, was immer er ausgegeben habe, werde von Gott angenommen werden. Der Heilige ProphetSAW sagte ihm auch, dass er länger leben würde als er selbst und dass die Nationen von ihm profitieren würden.

Seine HeiligkeitABA präsentierte weitere Überlieferungen über die Höhe der Spende und zitierte dabei eine Überlieferung, in der der Heilige ProphetSAW sagte, dass einige ihr ganzes Vermögen als Almosen geben, dann aber in einem verarmten Zustand zurückbleiben, weshalb aus überschüssigem Vermögen Almosen gegeben werden sollten.

Schlacht von Qadsiyya

Seine HeiligkeitABA erzählte eine Begebenheit, bei der der Heilige ProphetSAW einmal während der Jagd seine Hand auf Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA legte und betete: »O Gott, lass ihm sein Ziel niemals verfehlen.« Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA hatte auch einen großen Anteil daran, den Islam in verschiedenen Teilen des Irak zum Sieg zu führen. Als in der Zeit von Hadhrat UmarRA eine Armee in Kampf gegen die Armee von Kisra [Chosroes] ziehen sollte, wurde Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA zum Führer der muslimischen Armee gewählt. Hadhrat UmarRA lobte ihn mit den Worten: »Er ist ein tapferer Mann und ein ausgezeichneter Bogenschütze.« Er führte eine Armee von fast 30.000 Mann nach Qadsiyya. Zunächst luden die Muslime nach den Anweisungen von Hadhrat UmarRA den König Yazdegerd und die Ungläubigen zum Islam ein. Er antwortete jedoch mit der Bemerkung, dass es sich um eine minderwertige Nation und ein minderwertiges Volk handele, die wie wilde Tiere seien, und bot ihnen an, dass er ihnen genügend Nahrung und Kleidung geben würde, damit sie ein bequemes Leben führen könnten, und dass er ihn im Gegenzug in Ruhe lassen solle, damit er weiterhin Länder an sich reißen könne. Die Muslime antworteten jedoch, dass sie einst so waren, wie er sie beschrieb, aber Gott sie mit seiner Gnade gesegnet habe und dass sie nach weltlichen Verlockungen nicht trachteten. Das ärgerte Yazdegerd. Er sagte, dass es jetzt ganz sicher zu einer Schlacht kommen würde. In den kommenden Jahren würde der Islam im Iran einen Sieg erringen.

Seine HeiligkeitABA merkte an, dass dieser Wandel, der in ihnen herbeigeführt wurde, auf die Lehren des Heiligen Korans zurückzuführen war und auf die tiefgreifende Wirkung, die dieser auf die Herzen solcher Menschen hatte, die einst keine Neigung zu Gott hatten.  

Seine HeiligkeitABA sagte, dass über das Leben von Hadhrat Saʿd bin Abī WaqāṣRA in der folgenden Freitagsansprache weiter berichtet werde.

Totengebete

Seine HeiligkeitABA sagte, dass er das Totengebet in Abwesenheit für die folgenden Mitglieder abhalten werde:

  • Bushra Akram Sahiba, Ehefrau von Muhammad Akram Bajwa Sahib, dem Nazir Talimul Qur’an und Waqfe Ardhi in Rabwah, Pakistan. Sie verstarb am 25. März.
  • Iqbal Ahmad Nasir Sahib, der am 14. Juli verstorben ist. Sein Sohn dient als Imam in Burkina Faso. Er war der Sohn eines Gefährten des Verheißenen MessiasAS.
  • Ghulam Fatima Fahmida Sahiba, Ehefrau von Muhammad Ibrahim Sahib aus Azad Kaschmir. Sie verstarb am 18. Juli nach langer Krankheit.
  • Muhammad Ahmad Anwar Sahib Hyderabadi, der am 20. Mai verstorben ist. Er hatte die Ehre, den Gebetsruf auf dem Minaratul Masih in Qadian zu sprechen. 
  • Saleem Hassan Al Jabi aus Syrien, der am 30. Juni verstorben ist. Er nahm Ahmadiyyat an, nachdem er den Verheißenen MessiasAS in einem Traum gesehen und ihm im darin seine Treue geschworen hatte.

Zusammenfassung erstellt von The Review of Religions.