Ahmadiyya

Aktivitäten in den Moscheen der Ahmadiyya Muslim Jamaat

Laut dem neuesten Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung nimmt die Hälfte der Deutschen den Islam als eine Bedrohung wahr. Nur 36 Prozent der Befragten betrachten den Islam als eine Bereicherung. Im Osten stößt der Islam auf stärkere Ablehnung als im Westen. Dort empfinden 57 Prozent der Ostdeutschen den Islam als gefährlich, wohingegen im Westen sich jeder Zweite vom Islam bedroht fühlt. Die Studie kommt aber auch zu dem Ergebnis, dass Menschen, die Kontakt zu Anhängern anderer Religionen oder Muslimen haben, den Islam nicht als Bedrohung ansehen. Von ihnen betrachten 46 Prozent den Islam als eine Bereicherung.  

Die von der Ahmadiyya Muslim Jamaat errichteten Moscheen verfolgen unter anderem das Ziel, die Ängste der Bürger abzubauen. Ihre Funktion wird durch die folgenden Worte Seiner Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA, dem weltweiten Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat, bei der Einweihung einer Ahmadiyya Moschee beschrieben.

»… [Unsere Moscheen] werden sich als eine Quelle der Verbreitung von Liebe, Zuneigung, Frieden und Brüderlichkeit für alle Menschen erweisen, unabhängig davon, ob sie Ahmadi oder Nicht-Ahmadis sind oder ob sie Muslime oder Nicht-Muslime sind. Die Türen unserer Moschee werden immer für Menschen aller Religionen offen sein, denn diese Moschee ist ein Mittel, um Gottes Gnade, Barmherzigkeit, Liebe und Mitgefühl für die Menschheit zu bekunden. … « 

Neben den internen Aktivitäten (Gemeinschaftsgebete, Gemeindeversammlungen, Programme der Unterorganisationen) finden auch zahlreiche Aktivitäten für die Mitbürger statt, um so mit ihnen in einen Dialog zu treten. 

Moscheebesuche

Schulgruppen aus unterschiedlichen Schulformen besuchen die Moscheen regelmäßig. Dabei werden die Schüler durch die Moschee und ihren Räumlichkeiten geführt. Hierbei wird den Jugendlichen über die wichtigste Funktion der Moschee für die Gläubigen, nämlich das Gebet, ausführlich berichtet. Außerdem haben Schüler die Möglichkeit ihre Fragen an einen Imam zu stellen. Solche Besuche erweisen sich insbesondere für den Religionsunterricht als eine gute Ergänzung.  

Schüler besuchen die Bait-un-Naseer-Moschee in Augsburg.

Tag der Religionsstifter

Diese Veranstaltung ist in der Ahmadiyya Muslim Jamaat tief verwurzelt und ist eine wirksame Gegenreaktion auf die immer wiederkehrende Verunglimpfung des noblen Charakters des Heiligen ProphetenSAW. Der Zweite KalifRA der Ahmadiyya Muslim Jamaat erkannte, dass ein Grund religiöser Auseinandersetzungen darin liege, dass man die Religionsstifter nicht den Respekt zolle, den sie verdienten. Er schlug vor, dass jeder an einem Tag im Jahr die Biografie seines Religionsbegründers vorstellen sollte. Es sollten nicht nur die Anhänger jenes Glaubens, sondern auch Andersgläubige auf derselben Plattform vom Leben ihres Religionsstifters berichten, damit der Hass durch interreligiöse Toleranz ersetzt wird.

Tag der Religionsstifter in der Ehsan-Moschee in Mannheim.

Tag der offenen Moschee

Eine Moschee soll nicht nur ein Ort sein, an dem sich die Muslime zum gemeinsamen Gebet versammeln. Eine Moschee ist auch eine Stätte der Begegnung, des Dialogs und der nachbarschaftlichen Zusammenkunft. In diesem Sinne nimmt die Ahmadiyya Muslim Jamaat den 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, besonders zum Anlass und öffnet die Türen der Moscheen und Gebetszentren für Nachbarn, Freunde und Bekannte. Dabei entstehen interessante Gespräche und neue Freundschaften werden geschlossen.

Tag der offenen Tür in der Bensheimer Bashir-Moschee. Vergangenes Jahr haben etwa 5.000 Besucher/innen 90 Moscheen und Gebetszentren der Ahmadiyya Muslim Jamaat besucht.

Vorträge

Bundesweit finden in den Ahmadiyya-Moscheen Vorträge über Themen, wie z.B. der Islam – Eine Bedrohung oder eine Quelle für den Frieden, Islam gegen Rassismus, Islam und Rechtspopulismus etc. statt, die von deutschsprachigen Imamen gehalten werden. Im Anschluss wird den Besucher/innen die Möglichkeit für Fragen gegeben. Diese Vortragsreihen bieten eine solide Plattform, um die Menschen über die wahren Lehren des Islam aufzuklären und dadurch Missverständnisse auszuräumen und somit einer gesellschaftlichen Spaltung effektiv entgegenzuwirken. Vergangenes Jahr besuchten etwa 15.721 Besucher die Vorträge in den Moscheen und Gebetszentren.

Vortrag über das Thema »Religionen – Ursache für Kriege oder Weg zum Frieden« in der Bait-ul-Shakoor-Moschee in Groß-Gerau.

 Islamausstellung

Die Islamausstellung »Eine Zeitreise durch die islamische Zeit«, die bei allen Veranstaltungen in den Moscheen aufgestellt wird, bietet den Besucher/innen die Möglichkeit, grundlegende Informationen über den Islam, seine Geschichte und Gegenwart zu bekommen. 

Neujahrsempfänge

Zu Beginn eines jeden Jahres finden Neujahrsempfänge statt, bei denen Gäste aus Politik und Gesellschaft eingeladen werden. Den Gästen wird ein Jahresrückblick präsentiert, aber genauso ein Ausblick auf die geplanten Aktivitäten. Jedes Jahr werden durch diese Neujahrsempfänge neue Freundschaften geknüpft.

Neujahrsempfang in der Bait-ul-Qaadir-Moschee in Vechta.

Iftar-Empfang

Anlässlich des Fastenmonats Ramadan werden Gäste zum Iftar-Empfang (Fastenbrechen) eingeladen. Dabei wird den Besuchern ein detaillierter Einblick in das islamische Fasten und dessen Sinn und Zweck gewährt. Nach Sonnenuntergang wird dann gemeinsam mit den Gästen gespeist. 

Iftar-Empfang (Fastenbrechen) in der Sami-Moschee in Hannover-Stöcken.

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