Freitagsansprachen S.H. der Fünfte Kalif - Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba)

Begebenheiten aus dem Leben des Heiligen Propheten Muhammad (saw) – Verschiedene Expeditionen nach der Schlacht von Uhud

Zusammenfassung der Freitagsansprache vom 10. Mai 2024

In der heutigen Freitagsansprache vom 10. Mai 2024 erwähnte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba), dass er in Zukunft über bestimmte Expeditionen aus dem Leben des Heiligen Propheten Muhammad (saw) sprechen werde.

Bei diesen Expeditionen handelt es sich um die Kategorie der sogenannten Sarāyā (Sing.: Sariyyah). Seine Heiligkeit (aba) erklärte zunächst die Definition von Sariyyah, wonach eine Sariyyah jene Expedition meint, an der der Heilige Prophet (saw) nicht selbst teilnahm, sondern eine Einheit auf Mission sandte. Aus diesen Expeditionen gehen auch besondere Aspekte der Vita des Heiligen Propheten Muhammad (saw) hervor. 

Seine Heiligkeit (aba) erwähnte zuerst die Bedeutung und den Ablauf der Sariyyah von Abu Salmah gegen den Stamm der Banu Asad. Diese militärische Aktion fand im vierten Jahr nach der Hidschra statt und wurde von Hadhrat Abu Salmah (ra) angeführt, der durch den Heiligen Propheten (saw) ernannt worden war. Der Hintergrund der Expedition war die Bedrohung, die von den Banu Asad und anderen umliegenden Stämmen ausging, weil die Rückschläge, die die Muslime in der Schlacht von Uhud hinnehmen mussten, jene Stämme bestärkten und sie darin eine Chance sahen, die Muslime auszulöschen. Der Stamm, der als erstes aktiv einen Plan schmiedete, war Banu Asad. Dies löste die strategische Notwendigkeit einer präventiven Maßnahme seitens der Muslime aus. Unter der Leitung von Abu Salmah machten sich die Muslime heimlich auf den Weg, um die Banu Asad anzugreifen. Obwohl die Banu Asad rechtzeitig davon erfuhren und flohen, konnten die Muslime dennoch Beute machen und kehrten nach etwa zehn Tagen sicher nach Medina zurück.

Abu Salmah selbst, der Leiter dieser Einheit, war zuvor bei der Schlacht von Uhud verwundet worden. Seine Wunde konnte in der Folgezeit ausheilen. Als er jedoch von dieser Expedition zurückkehrte, riss die alte Wunde erneut auf, was schließlich zu seinem Tod im selben Jahr führte.

Seine Heiligkeit (aba) erwähnte danach die Expedition, die von Hadhrat Abdullah bin Unais (ra) ausgeführt wurde. Dieser Gefährte hatte bereits am Treueeid in Aqabah sowie an den Schlachten von Badr und Uhud teilgenommen. Nach den Ereignissen von Uhud planten feindliche Gruppen um Medina herum Angriffe, darunter auch der Stamm der Banu Lahyan unter ihrem Anführer Khalid bin Sufyan, ein erklärter Feind des Islam. Er rüstete eine Armee aus und hetzte die Leute gegen den Islam auf. Als der Heilige Prophet (saw) von dieser Armee erfuhr, traf er eine sehr weise Entscheidung: Anstatt eine Armee zu bilden, um Sufyan zu bekämpfen und es auf beiden Seiten zu einem Blutvergießen kommen zu lassen, entwickelte er einen anderen Plan. Anstatt einer direkten Konfrontation entschied der Heilige Prophet (saw) weise, Khalid bin Sufyan durch einen klugen Plan unschädlich zu machen. Er beauftragte den tapferen Abdullah bin Unais (ra), Khalid heimlich zu töten. Dieser erfüllte seine Aufgabe erfolgreich und wurde vom Heiligen Propheten (saw) dafür gelobt. Abdullah (ra) selbst schrieb daraufhin diesen Erfolg dem Heiligen Propheten (saw) zu. Als Belohnung erhielt er einen Stab vom Heiligen Propheten (saw).

Seine Heiligkeit (aba) erklärte, dass Gegner des Islam behaupten, der Heilige Prophet (saw) hätte den gesellschaftlichen Frieden gestört und Menschen getötet. Aber Fakt ist, wie dieses Ereignis beweist, dass der Heilige Prophet (saw) so besorgt um menschliches Leben war, dass er selbst in Kriegszeiten auf einen Plan setzte, durch den das Leben vieler Menschen verschont bleiben konnte, obwohl es sich dabei um Leute handelte, die dem Feindeslager angehörten. So entschied er, dass es besser sei, das Leben eines Einzelnen zu beenden, um das Leben vieler anderer zu retten. Diese Haltung zeugt von seinem tiefen Mitgefühl für die Menschheit. Im Gegensatz dazu werden heute von Großmächten unter dem Vorwand, einige wenige zu eliminieren, unschuldige Menschen, darunter Kinder, Frauen und Ältere, getötet. Der Heilige Prophet (saw) lehrte jedoch, dass selbst in Kriegszeiten Kinder, Frauen, Älteste und religiöse Würdenträger, die nicht direkt am Kampf beteiligt waren, verschont werden sollten. Dies sind die Lehren des Islam, wie sie vom Heiligen Propheten Muhammad (saw) praktiziert wurden.

Als Nächstes erwähnte Seine Heiligkeit (aba) die Sariyyah mit dem Namen Rajī’. Er ging zunächst auf eine Recherche in Bezug auf die Datierung dieses Ereignisses ein und begann danach mit dem Verlauf der Geschehnisse. Er erwähnte, dass er in der kommenden Freitagsansprache mehr über dieses Ereignis berichten werde. 

Am Ende richtete Seine Heiligkeit (aba) erneut einen besonderen Appell für Gebete für die Ahmadis, die im Jemen aufgrund ihres Glaubens im Gefängnis sitzen, insbesondere für die nationale Präsidentin der Frauenorganisation der Ahmadiyya Gemeinde im Jemen. Sie befindet sich in sehr schwierigen Umständen, ebenso wie andere. Möge Allah, der Allmächtige, die Mittel für ihre Freilassung schaffen.

Seine Heiligkeit (aba) forderte auch dazu auf, für die in Pakistan aufgrund ihres Glaubens inhaftierten Ahmadis zu beten.

Ebenso rief Seine Heiligkeit (aba) dazu auf, weiterhin für die Palästinenser zu beten. Wenn es so aussieht, als würden sich die Bedingungen verbessern, nehmen sie wieder eine schlechte Wendung. Die israelische Regierung bleibt stur bei ihrem Vorgehen. Möge Allah, der Allmächtige, die Palästinenser von dieser Grausamkeit befreien und den Muslimen ermöglichen, ihren Beitrag zu leisten.

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