Freitagsansprachen S.H. der Fünfte Kalif - Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba)

Begebenheiten aus dem Leben des Heiligen Propheten MuhammadSAW – Das Ereignis von Rajī’

Zusammenfassung der Freitagsansprache vom 17. Mai 2024

In der heutigen Freitagsansprache vom 17. Mai 2024 knüpfte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba) an die Erzählung aus der letzten Freitagsansprache über das Ereignis Rajī’ an.

Seine Heiligkeit (aba) erwähnte, dass der Heilige Prophet Muhammad (saw) eine Gruppe von zehn Gefährten unter der Führung von Asim bin Thabit (ra) beauftragte, heimlich nach Mekka zu gehen und Informationen über die Quraisch zu sammeln. Bevor sie aufbrechen konnten, kamen Leute aus den Stämmen ‘Adal und Qarah nach Medina und baten den Heiligen Propheten (saw), einige Männer mit ihnen zu schicken, um ihre Stammesangehörigen über den Islam zu unterrichten. Der Heilige Prophet (saw) stimmte zu und schickte zu diesem Zweck die Gruppe mit ihnen, die ursprünglich mit dem anderen Auftrag vertraut wurde. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese Leute, die nach Medina kamen, Verräter waren, die im Auftrag der Banu Lahyan handelten, die Rache für ihren Anführer suchten. 

Die Verräter informierten die Banu Lahyan, die dann 200 Männer, darunter 100 Bogenschützen, losschickten, um die Gruppe der Muslime anzugreifen. Die Muslime zogen sich auf einen Hügel zurück und bereiteten sich auf den Kampf vor. Die Banu Lahyan boten ihnen an, sie zu verschonen, wenn sie herunterstiegen, aber ‘Asim (ra) vertraute ihnen nicht. Die Muslime kämpften tapfer, bis ‘Asim (ra) und sechs weitere Gefährten schließlich den Märtyrertod starben, während nur noch Khubaib bin ‘Adiyy (ra), Zaid bin Dathinah (ra) und ein anderer Gefährte übrig blieben. Die Ungläubigen versprachen ihnen Sicherheit, womit sie sie aber nur in eine Falle lockten. Denn als sie herunterkamen, wurden sie gefangen genommen und gefesselt. Aufgrund dessen weigerte sich einer der drei, mitzugehen, weil er dem Wort der Gegner nicht glaubte, und daraufhin wurde er getötet. Die letzten beiden Muslime aus dieser Gruppe, Khubaib bin ‘Adiyy (ra) und Zaid bin Dathinah (ra), wurden in Mekka an die Quraisch verkauft.

Seine Heiligkeit (aba) erwähnte auch die Begebenheit in Bezug auf die Leiche von Hadhrat Asim (ra). Als die Quraish erfuhren, dass Hadhrat Asim (ra) von den Banu Lahyan getötet worden war, schickten sie aus Rache Männer los, um sein Haupt oder einen Teil seines Körpers abzutrennen und mitzunehmen. Eine Frau aus Mekka hatte sogar geschworen, Alkohol aus dem Schädel von Asim (ra) trinken zu wollen. Doch als die Männer ankamen, fanden sie den Körper von Hornissen und Bienen bedeckt, die sich nicht vertreiben ließen. Sie mussten unverrichteter Dinge zurückkehren. Später spülte Regen den Körper fort. 

Seine Heiligkeit (aba) erwähnte, dass Zaid bin Dathinah (ra), einer der beiden gefangen genommenen, von Safwan bin Umayyah hingerichtet wurde. Als Abu Sufyan bin Harb vortrat und fragte, ob Zaid (ra) nicht lieber sehen würde, dass anstelle von ihm der Heilige Prophet Muhammad (saw) gefangen genommen und er selbst verschont bliebe, antwortete Zaid (ra) entschieden, dass er nicht einmal einen Dorn am Fuß des Heiligen Propheten (saw) dulden würde. Abu Sufyan beeindruckte die aufrichtige Liebe der Gefährten des Propheten (saw) zu ihm und er sagte, dass er noch nie jemanden gesehen habe, der einen anderen so sehr liebt wie die Muslime ihren Propheten Muhammad (saw) lieben.

Während seiner Gefangenschaft bat Khubaib (ra) eines Tages eine Frau aus dem Haus, in dem er gefangen gehalten wurde, nach einer Rasierklinge für den persönlichen Gebrauch, den sie ihm dann gab. Während Khubaib (ra) die Rasierklinge in der Hand hielt, spielte ein kleines Kind jener Frau in seiner Nähe und setzte sich sogar auf seinen Oberschenkel. Als die Mutter sah, dass Khubaib (ra) die Rasierklinge hielt und ihr Kind auf seinem Schoß saß, wurde sie vor Angst blass und begann zu zittern. Khubaib (ra) bemerkte ihre Angst und versicherte ihr, dass er dem Kind keinen Schaden zufügen werde. Diese beruhigenden Worte hellten das Gesicht der Mutter auf. Sie war so beeindruckt von Khubaibs (ra) moralischem Charakter, dass sie später oft sagte, sie habe nie einen Gefangenen gesehen, der so ein guter Mensch war wie Khubaib.

Sie erinnerte sich auch daran, wie sie einmal Khubaib (ra) sah, wie er Trauben in der Hand hielt und davon aß. Dabei gab es in dieser Jahreszeit keine Spur von Trauben in Mekka, und Khubaib (ra) war sogar in starken Eisenketten gefesselt. Sie interpretierte dieses Ereignis als göttliche Versorgung, die Khubaib (ra) zuteilwurde.

Seine Heiligkeit (aba) erwähnte auch, dass die Quraisch letztendlich Hadhrat Khubaib (ra) auf ein offenes Feld brachten, um ihn hinzurichten. Hadhrat Khubaib (ra) bat vor der Hinrichtung darum, ein Gebet verrichten zu dürfen. Eigentlich hatte er vor, dieses letzte Gebet in die Länge ziehen zu wollen, was er jedoch nicht tat, damit die Feinde nicht auf den Gedanken kämen, er würde aus Angst vor dem Tod sein Gebet in die Länge ziehen. Danach wurde er getötet.

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