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Der Heilige Prophet Muhammad (saw) und der Weltfrieden

»Wahrer Frieden kann nur erreicht werden, wenn er jenseits von persönlichen, familiären, ethnischen, nationalen und patriotischen Präferenzen - und um ein allgemeines Mittelmaß herum geschaffen wird.«

Der Heilige Prophet MuhammadSAW und der Weltfrieden

In seiner Abschlussansprache auf der Jahresversammlung 2022 der Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland beschreibt Seine Heiligkeit, Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA, die Welt in der Krise sowie am Abgrund einer globalen Katastrophe und zeigt dauerhafte Lösungen auf, um wahren Frieden zu schaffen. Die deutsche Übersetzung dieser Ansprache wird im Folgenden präsentiert:

Nach  tašahhud,  taʿawwuḏ  und der Rezitation der Sure al-Fātiḥa sagte Seine HeiligkeitABA:

Es ist der Gunst und Gnade Allahs zu verdanken, dass Er trotz der heutigen Umstände auf der Welt der Ahmadiyya Muslim Jamaat [Gemeinde] Deutschland die Möglichkeit gegeben hat, ihre Jalsa Salana [Jahresversammlung] zu veranstalten. Im Vergleich zum letzten Jahr ist sie zudem in der Lage, diese Jalsa in größerem Umfang abzuhalten. Zunächst hatte die COVID-Pandemie die Welt in Aufruhr versetzt und während die durch die Pandemie ausgelöste Verunsicherung noch immer nicht vorüber ist, haben nun Kriegszustände die Welt in einen extrem gefährlichen Zustand geführt und kein einziger Teil der Welt scheint vor dieser sich anbahnenden Zerstörung sicher zu sein. Und solange die Welt nicht zu dem Einen und Einzigen Gott zurückkehrt, kann sie vor dieser Zerstörung auch nicht bewahrt werden. 

Zuerst sind die europäischen, westlichen und entwickelten Länder der Täuschung erlegen, dass jene Länder und Regionen, wo sich Krieg, Unruhen und Zerstörung abspielen, tausende Kilometer von ihnen entfernt liegen und sie selbst davor sicher seien. Sie dachten, wenn die Zustände auch katastrophal seien, Bomben vom Himmel fallen, Menschen sterben, Frauen zu Witwen und Kinder zu Waisen werden, dann geschehe dies in Asien, im Mittleren Osten oder ärmeren Ländern und würde sie wenig betreffen. 

Entwickelte Länder haben diesen Ländern weiter Waffen geliefert, um ihre Waffengeschäfte weiterzubetreiben und mit einer Mentalität der Art ›was kümmert es denn uns, wenn diese Leute sterben?‹ Aber sie haben vergessen, dass diese Zustände auch sie einholen können. Ihr Streben nach Fortschritt um jeden Preis hat sie verblendet. Nun kann die ganze Welt selbst sehen, dass genau das, was befürchtet wurde, gerade eintritt und es nunmehr auch in Europa zu Kriegszuständen gekommen ist. 

Durch den Ukrainekonflikt stehen sich Russland und die NATO-Mitgliedsstaaten gegenüber. Allah, der Allmächtige, allein weiß, wer siegen wird oder wie viele Verluste beide Seiten erleiden werden. Gewiss jedoch ist, dass die Konsequenzen katastrophal sein werden. Wenn die Welt jetzt nicht mit Verstand handelt, wird dies zu einer entsetzlichen Zerstörung führen.

Weiters erleben wir auch die sich zuspitzende Situation in Taiwan, die offensichtlich zeigt, dass sich nun die ganze Welt an der Schwelle zu einem vernichtenden Krieg befindet. Der Auserwählte Allahs dieser Ära hat mit Nachdruck davor gewarnt:

»O Europa! Du bist nicht sicher! Und O Asien! Noch bist du sicher! Und O Bewohner der Inseln! Kein künstlicher ›Gott‹ wird euch zu Hilfe kommen. Ich sehe Städte fallen und Siedlungen in Trümmern.«[1]

Dieser Aussage und Warnung folgend haben die Kalifen [Nachfolger] der Ahmadiyya Gemeinde von Zeit zu Zeit die Welt darauf aufmerksam gemacht. Auch ich lenke die Aufmerksamkeit seit geraumer Zeit darauf und sage, dass, wenn sich die Welt nicht ihrem einen und einzigen Schöpfer zuwendet, sie sicher auf ihre Zerstörung zusteuert. Seit einiger Zeit weise ich darauf hin, dass sich Blöcke bilden und dies schlussendlich in der gegenseitigen Zerstörung münden wird, weshalb man darauf Acht geben sollte. Wie auch immer, die meisten hörten und hören diese Worte, aber antworten, dass die Zustände zwar etwas angespannt seien, jedoch nicht gar so verheerend und aussichtslos, wie ich es darstellen würde. Dies wurde mir von den Leuten persönlich gesagt und auch den Mitgliedern der Gemeinde. Wie dem auch sei, jetzt sind es genau jene Menschen, die diese Angelegenheiten zuvor nur oberflächlich betrachtet hatten, die nun auch selbst sagen, dass sich diese Zustände weiter verschlechtern und dass, wenn es so weitergeht, jeden Moment ein zerstörerischer Krieg ausbrechen kann.

Obwohl ihre Denkfabriken und Analytiker nun allgemein darüber sprechen, haben sie dennoch keine Lösungen für einen dauerhaften Frieden. Wie könnten sie auch, wenn ihr Blick nicht auf die eigentliche Quelle des Friedens gerichtet ist? Sie sind versunken in der Welt und vernachlässigen den Glauben. Was die Lösung betrifft, so ist es bedauerlich, dass nicht nur die nicht-muslimischen Nationen es versäumen, sich ihr zu nähern, sondern unglücklicherweise entfernen sich auch die muslimischen Mächte davon.

Einige Analytiker gehen inzwischen sogar davon aus, dass die Zerstörung, die durch diese Kriege verursacht werden könnte, so verheerend wäre, dass einer Schätzung zufolge 66 Prozent der Weltbevölkerung während des Krieges bzw. innerhalb der darauf folgenden zwei Jahre durch den Einsatz von Atomwaffen ausgelöscht werden könnten. Die Verwüstung würde ein unvorstellbares Ausmaß annehmen. Ein gewöhnlicher Mensch kann sich das nicht einmal vorstellen. Dies sind also überaus alarmierende Umstände.

Wenn es einen Hoffnungsschimmer und eine Garantie für den Frieden gibt, dann liegen diese im einzigen Menschen, der mit der Lehre des Friedens und der Harmonie in die Welt entsandt wurde. Er ist der König des Friedens und wird von Allah, dem Allmächtigen, mehr geliebt als alle anderen. Er überbrachte von Allah das endgültige und vollständige Gesetz, dessen Lehren voll von Liebe und Güte sind. Aufgrund seiner Beziehung zu Gott, dem Allmächtigen, seiner tiefen Sorge um die Verbreitung der Lehre, die ihm offenbart wurde, um die Welt vor ihrer Zerstörung zu bewahren, und seiner Sorge um den Zustand der Menschheit hatte er sein eigenes Leben und Wohlbefinden aufgegeben. Er war aufgrund seiner Sorge um die Menschen dermaßen bedrückt und flehte vor Kummer weinend in seinen Gebeten für die Welt, dass Allah, der Allmächtige, zum Heiligen Propheten MuhammadSAW sagte:

»Du wirst dich noch zu Tode grämen darüber, dass sie nicht glauben.«[2]

Solche Liebe hatte er für die Menschen, dass sie sich ihrem Schöpfer zuwenden würden, um sich selbst zu retten, sowohl in diesem Leben als auch im Jenseits.

Er vermittelte eine so umfassende Lehre, mit der sich keine andere Lehre vergleichen lässt. Er gab eine solche Sicherheit für den Frieden, die in Wirklichkeit die Sicherheit Allahs, des Allmächtigen, ist, doch leider haben selbst die Muslime diese Lehre vergessen. Sie beschränken sich auf rein verbale Glaubensbekundungen und sind in Wirklichkeit durstig nach dem Blut der anderen geworden und suchen dafür Hilfe bei anderen Nicht-Muslimen. Diejenigen, die die Kalima [islamisches Glaubensbekenntnis] rezitieren, töten sich gegenseitig mit Unterstützung von Feinden der Religion. Welch größeres Unglück kann den Muslimen widerfahren?

Obwohl sie vorgeben, solch schönen Lehren und einem solch barmherzigen GesandtenSAW zu folgen, ziehen sie das Missfallen Allahs, des Allmächtigen, auf sich. Anstatt Frieden und Harmonie in der Welt zu verbreiten, werden sie mehr und mehr berüchtigt dafür, Unruhe zu stiften. Das liegt daran, dass sie nicht einmal gewillt sind, den Worten des wahren Dieners des Friedenskönigs und Geliebten Allahs, des Allmächtigen, zuzuhören, der in dieser Zeit in die Welt gesandt wurde, um die Lehren des Friedens und der Harmonie zu verbreiten. Es ist nicht nur so, dass sie sich weigern, ihm zuzuhören, sondern sie sind so weit gegangen, dass sie Fatwas [religiöse Rechtsbeschlüsse] des Unglaubens gegen [den Verheißenen MessiasAS] verhängen und seine Anhänger und deren Tötung als einen Dienst am Islam und als Maßstab für den Ausdruck ihrer Liebe zum Heiligen Propheten MuhammadSAW, dem Auserwählten und dem Siegel der Propheten, ansehen. Mit dem Leben von Ahmadis zu spielen, ist in ihren Augen großen Lohn wert. Wie können solche Leute die Friedenslehre des Islam in der Welt verbreiten? Würden diese Leute doch nur zur Vernunft kommen. Wenn doch nur ihre Kleriker zu Gelehrten würden, die Weisheit und Wissen verbreiten, anstatt Gelehrte des Bösen zu sein, so dass sie ein geeintes Volk werden könnten, das die Lehren des Heiligen Propheten MuhammadSAW in der Welt verbreitet und das sich mit dem wahren Diener des Heiligen ProphetenSAW verbindet, um die wahren Lehren des Friedens und der Harmonie in der Welt zu verbreiten.

Dies an sich ist schon ein sehr umfangreiches Thema. In diesem Augenblick werde ich jedoch über die Schaffung von Frieden in der Welt im Lichte der Lehren des Heiligen ProphetenSAW und der Scharia sprechen, die ihm in Bezug auf Frieden und Harmonie offenbart wurden. 

Die Lehren und der Vorbildcharakter des Heiligen ProphetenSAW sind so umfangreich, dass sie nicht in Kürze behandelt werden können. Dennoch werde ich, wie gesagt, einige Aspekte in diesem Zusammenhang erwähnen.

Es wird behauptet, die Ahmadiyya Muslim Gemeinde würde, Gott behüte, den Heiligen ProphetenSAW entehren und beleidigen, sowie anderen beibringen, dies zu tun. In Wahrheit aber sind wir diejenigen, die der Lehre des Heiligen ProphetenSAW folgen und ihn lieben. Die Literatur der Ahmadiyya Muslim Gemeinde ist ein Zeugnis dafür. Jedes Jahr werden Tausende glücklicher Menschen Zeugen dieser Lehren und unserer Liebe [zum Heiligen ProphetenSAW] und schließen sich der Ahmadiyya Muslim Gemeinde an. Selbst Nicht-Muslime kommen nicht umhin zuzugeben, dass die Lehren des Islam äußerst beeindruckend sind und Liebe und Frieden fördern, und dass diese Lehren heute allein die Lösung für die Schaffung des Weltfriedens sind. 

Vor wenigen Tagen habe ich einen Bericht über die Fortschritte der [Ahmadiyya Muslim Gemeinde] auf der Jalsa Salana [Jahresversammlung] im Vereinigten Königreich vorgetragen. Darin habe ich auch die Gefühle der Menschen in Bezug auf die Jalsa geschildert, wobei ich hervorhob, wie die Menschen durch die Gesellschaft von Ahmadis und die Umgebung der Jalsa beeindruckt wurden und wie sie die friedlichen Lehren des Islam kennenlernten.

Unsere Gegner mögen also denken und tun, was immer sie wollen; unsere Verantwortung besteht darin, dass wir, wenn wir den Heiligen ProphetenSAW wirklich lieben, seine Lehren befolgen und sie in der Welt verbreiten. Wir sollen der Welt sagen, dass dies die einzige Lösung ist, um Frieden und Sicherheit in der Welt zu schaffen. Kommt also und schließt euch der großartigen Persönlichkeit an, die die Lehren des Friedens und der Harmonie gebracht hat, und verschafft euch so die Mittel, um Frieden in diesem und im nächsten Leben zu erlangen.

Das sind nicht nur bloße Behauptungen. Wenn wir einen Blick auf die Geschichte werfen, können wir sehen, wie dieser ProphetSAW die ungebildeten und unwissenden Araber aus der Dunkelheit der Ignoranz zu den Höhen hoher Moral, des Wissens und des Benehmens geführt hat. Der Verheißene MessiasAS erklärt:

»Er ist der Prophet, der die Wilden in Menschen verwandelt hat, und dann die Menschen in moralische Wesen. Mit anderen Worten, er hat sie auf den Pfad wahrer und gefestigter Moral geführt und sie in Frömmigkeit und göttlichen Farben getränkt.«[3]

So lehrte der Heilige ProphetSAW all jene, die ihm folgten und ihn liebten, die verschiedenen Wege zur Aneignung von Moral und des Gottesdienstes, was sie wiederum befähigte, die Liebe des allmächtigen Gottes zu erlangen. Jedes ihrer Worte und jede ihrer Handlungen war darauf ausgerichtet, das Wohlgefallen Gottes, des Allmächtigen, zu erlangen. Sie erfüllten die Rechte der Menschen mit der Absicht, die Nähe Gottes, des Allmächtigen, zu erlangen. Die aufrichtige Befolgung des Heiligen ProphetenSAW mit aufrichtigem Herzen bringt daher eine Person auf eine solche Stufe, dass sie in der Lage ist, Allah, den Allmächtigen, wirklich zu lieben. Diese wahre Liebe wiederum verwandelt jedes Wort und jede Handlung in ein Mittel, um damit das Wohlgefallen Gottes, des Allmächtigen, zu erlangen.

Der Verheißene MessiasAS sagt über diejenigen, die dem Heiligen ProphetenSAW folgen und ihn von ganzem Herzen lieben: 

»Den Heiligen ProphetenSAW mit aufrichtigem Herzen zu lieben und ihm zu gehorchen, kann einen Menschen schließlich zu einem von Gott Geliebten machen.«[4]

Dies ist also die Revolution, die der Heilige ProphetSAW in den Herzen der Menschen bewirkte, wodurch sogar Götzendiener zu Monotheisten und so schließlich zu Geliebten Gottes, des Allmächtigen, wurden. Sie begannen, Gott, den Allmächtigen, zu lieben und Gott bekundete auch ihnen Seine Liebe. Diese Menschen, die Allah, den Allmächtigen, liebten, wurden auch Seiner Verehrung auf wahrhaft wunderbare Weise gerecht. Sie hielten sich in vorbildlicher Weise an die Lehre, die Allah, der Allmächtige, ihnen gegeben hatte, und setzten dafür hohe Maßstäbe. Wenn jemand einen anderen liebt, versucht er, jedem Wort und jeder Handlung seines Geliebten zu folgen; er hört auf jedes Wort seines Geliebten und gehorcht ihm. Es handelt sich nicht nur um eine bloße verbale Liebesbekundung. Als sich also die Liebe zu Gott, dem Allmächtigen, in ihnen entwickelte, wurden sie auch darauf aufmerksam, die Rechte Seiner Schöpfung zu erfüllen und sie versuchten, sich gegenseitig dabei zu übertreffen, die Rechte der Mitmenschen zu erfüllen. Wenn ein solcher Zustand geschaffen wird, dann führt dies zu gegenseitiger Liebe und Zuneigung, allein um Allahs willen. Man erfüllt die Rechte anderer, um das Wohlgefallen Gottes, des Allmächtigen, zu erlangen. Wenn solche Maßstäbe gesetzt werden, dann werden auch die Grundlagen für Frieden und Ruhe geschaffen, es werden Anstrengungen unternommen, um dies zu erreichen und die [dafür erforderlichen] Maßstäbe werden ebenfalls festgelegt.

Der Heilige ProphetSAW ist derjenige, der uns den Weg zu Gott, dem Allmächtigen, gezeigt hat, und nur wenn wir der ihm offenbarten Lehre folgen, können wir Frieden und Harmonie in der Welt schaffen.  

Denkt immer daran, dass das Fundament des Friedens im eigenen Haus beginnt. Danach weitet sich die Reichweite auf die Nachbarschaft, die Gemeinde, die Stadt, das Land und schließlich auf internationale Ebene aus. Wenn wir auf jeder Ebene Rücksicht auf die Gefühle und Rechte des anderen nehmen, dann ist der Frieden hergestellt. Allah, der Allmächtige, hat diese Lehre durch den Heiligen ProphetenSAW an jede Gesellschaftsschicht vermittelt.

Hadhrat Musleh Mau’udRA [der Zweite Kalif der Ahmadiyya Muslim Gemeinde] hat bei verschiedenen Gelegenheiten über dieses Thema gesprochen, aber bei einer bestimmten Gelegenheit sprach er über dieses Thema unter dem Titel: »Der Heilige ProphetSAW und der Weltfrieden«. Aus dieser Rede von Hadhrat Musleh Mau’udRA profitierend, möchte ich hier einige Punkte ansprechen. 

Wir sehen und verstehen, dass der Frieden von großer Bedeutung ist. Jeder spricht über Frieden und sagt, er sei von großem Wert. Es ist dieser Zustand des Friedens, der Frieden und Harmonie sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene gewährleisten kann. Die Menschen wünschen sich Frieden auf allen Ebenen, aber der Wunsch allein kann keinen Frieden schaffen, auch weil in solchen Fällen ihr Wunsch nach Frieden von egoistischen Motiven geprägt ist. Genau das sehen wir in der Welt. Hätten die Menschen keine egoistischen Ambitionen, wäre jegliche Möglichkeit zu einem Krieg ausgelöscht. 

Wenn jemand von Frieden spricht, bezieht sich der Wunsch nach Frieden im Allgemeinen auf sich selbst. Tatsächlich sagt man in den meisten Fällen, wenn man betet – oder auch außerhalb des Gebets, wenn jemand einen Wunsch äußert –, dass Allah, der Allmächtige, ihm, seiner Frau, seinen Kindern und den Menschen, die ihm nahestehen, Frieden gewähren möge. Sie haben nicht die gleiche Sehnsucht nach einem friedlichen Leben für andere. Oder, um ein friedliches Leben zu führen, strebt man nach Wohlstand und hält diesen für eine gute Sache, aber man denkt nicht, dass Wohlstand auch gut für seine Feinde ist, sondern man erachtet nur seinen eigenen Wohlstand als eine Quelle des Guten. Wenn man Gesundheit für eine gute Sache hält, meint man damit nicht, dass die eigenen Feinde auch eine gute Gesundheit haben sollten. Vielmehr wünscht man, dass die Feinde verarmt und geschwächt seien, damit man die Oberhand über sie haben kann. Ähnlich verhält es sich, wenn Menschen nach Ehre und Ansehen streben, dann tun sie das nur für sich selbst und nicht für alle. Sie werden sich niemals wünschen, dass andere die gleiche Ehre und Wertschätzung erhalten wie sie selbst. Genau das erleben wir in der Welt, sowohl in der allgemeinen Bevölkerung als auch bei den führenden Politikern. Die Auseinandersetzungen zwischen Politikern und die Ungerechtigkeiten, die sie sich gegenseitig zufügen, um an die Macht zu kommen, die wir in unseren eigenen Ländern erleben, sind das Ergebnis genau dieser Denkweise. 

Wenn also bloß ein derartiger Wunsch nach Frieden existiert, kann er gar zur Ursache von Unruhen werden, denn er beinhaltet nichts anderes als Egoismus. Diejenigen, die Frieden wünschen, tun dies für sich selbst und die ihnen Nahestehenden oder für ihr eigenes Volk. Ansonsten wollen sie den Frieden der anderen und ihrer Feinde zerstören. Wenn also nach dem Prinzip gehandelt wird, einen bestimmten Standard für sich selbst und einen anderen Standard für andere anzustreben, dann wird jedweder Friede, der in der Welt geschaffen wird, lediglich einen Frieden für einige wenige darstellen, und nicht den Weltfrieden. Wenn der Frieden nicht für die gesamte Welt gilt, kann er nicht als wahrer Frieden bezeichnet werden.

Wahrer Frieden kann nur erreicht werden, wenn er jenseits von persönlichen, familiären, ethnischen, nationalen und patriotischen Präferenzen und um ein allgemeines Mittelmaß herum geschaffen wird. Dies kann wiederum nur erlangt werden, wenn man versteht und die Erkenntnis entwickelt, dass es ein höheres Wesen über einem gibt, das den Frieden nicht nur für einen selbst, sondern für alle Nationen wünscht; das den Frieden nicht nur für die eigene Heimat und das eigene Land, sondern für alle Länder wünscht. Im Mittelpunkt der Lehren des Heiligen ProphetenSAW über den Frieden steht daher die Erkenntnis, dass es eine höhere Macht gibt, die über uns wacht und um derentwillen wir unsere Taten mit unseren Worten in Einklang bringen müssen. Um nach diesem Prinzip zu handeln, müssen wir stets das goldene Prinzip beachten, welches der Heilige ProphetSAW gelehrt hat, dass wir für andere dasselbe wünschen müssen, was wir für uns selbst wünschen.

Wir müssen uns also diesen Grundsatz vor Augen halten: Wenn wir Frieden nur für uns selbst, unsere Nation oder unser Land wünschen, dann werden wir nicht die Hilfe und das Wohlgefallen Allahs, des Allmächtigen, erhalten. Wahrer Friede kann nur erreicht werden, wenn der Mensch sich auf den Grundsatz festlegt, dass alles um Allahs willen getan werden muss. Deshalb hat Allah, der Allmächtige, uns durch den Heiligen ProphetenSAW mitgeteilt:

»Der König, der Heilige, der Eigner des Friedens, der Behüter.«[5]

Das bedeutet, Er ist der König; Er ist rein und reinigt andere. Er ist frei von jeglichen Unreinheiten und beschützt andere davor. Er ist die Quelle des Friedens für alle. Indem Er dies sagt, hat Er die Absichten des Menschen gereinigt.

Wenn man nicht die richtigen Absichten hat, kann man natürlich auch nichts richtig machen. Wenn die eigenen Absichten nicht rein sind, wie können dann die eigenen Werke gesegnet sein? Solange die eigenen Absichten nicht rein sind, ist es nicht möglich, auch nur irgendetwas richtigzumachen. All die Kämpfe und Unruhen in der heutigen Welt sind darauf zurückzuführen, dass die Absichten der Menschen nicht rein sind. Was immer die Menschen sagen, stimmt nicht mit ihren tatsächlichen Wünschen überein, und ihre Wünsche stehen nicht im Einklang mit ihren Worten und Taten. Die sogenannten großen und fortschrittlichen Nationen der Welt spielen bei dieser Unordnung eine wichtige Rolle.

Obwohl die Welt Gewalt für falsch hält und alle Führer verkünden, zu kämpfen sei falsch, meinen sie in Wirklichkeit, dass es für jeden anderen falsch ist, gegen sie zu kämpfen. Wenn sie es aber sind, die Kriege anzetteln, dann ist daran nichts auszusetzen. Der Grund für diesen Mangel liegt in der Tatsache, dass ihre Augen nicht auf das Wesen gerichtet sind, das As-Salām [der Eigner des Friedens] ist und anderen Frieden schenkt. Sie denken, dass sie Friedensparolen ausrufen sollen, solange es in ihrem Interesse liegt. Wenn jedoch etwas ihrem eigenen Nutzen zuwiderläuft, dann lehnen sie den Frieden ab. Sie denken, dass es niemals akzeptabel sein kann, wenn jemand es wagt, ihren Feinden Waffen zu liefern. Aber wenn sie selbst ihren Verbündeten Waffen zur Verfügung stellen, selbst wenn damit Verbrechen begangen werden, dann ist das legitim. Wenn das die Mentalität ist, wie kann dann wahrer Frieden geschaffen werden? 

Um also wahren Frieden in der Welt zu schaffen, braucht es folgende Überzeugung, nämlich, dass es einen Gott gibt, der möchte, dass alle Völker in Frieden leben. Wenn ein Mensch diesen Glauben vertritt und danach handelt, dann werden seine Anliegen von Selbstsucht befreit sein und er wird in der Tat der gesamten Menschheit Gutes tun wollen. Auf diese Art wird unsere Haltung zur Schaffung von Frieden und Harmonie einen weitaus höheren Standard erreichen. Anstatt nur zu überlegen, ob etwas lediglich für uns selbst von Nutzen ist, werden wir darüber nachdenken, wie es sich auf die ganze Welt auswirkt. Weltliche Menschen zerstören immer den Frieden anderer zu ihrem eigenen Vorteil. Diejenigen jedoch, die an ein höheres Wesen glauben, werden es niemals wagen, so zu handeln, denn sie sind sich bewusst, dass sie sich den Zorn dieses höheren Wesens zuziehen würden, wenn sie es täten. 

Kurzum, es ist unmöglich, wahren Frieden zu schaffen, solange man nicht an das höchste Wesen glaubt und Liebe zu Ihm in seinem Herzen hegt. Dieser Glaube, dass Allah, der Allmächtige, der Gewährer des Friedens ist, wurde nur vom Islam durch den Heiligen ProphetenSAW vermittelt. Die Lehre, die Allah, der Allmächtige, dem Heiligen ProphetenSAW offenbarte, lautet:

»Gekommen ist zu euch fürwahr ein Licht von Allah und ein klares Buch. Damit leitet Allah jene, die Sein Wohlgefallen suchen, auf den Pfaden des Friedens.«[6]

So hat Allah, der Allmächtige, das Licht der Rechtleitung gesandt. Ein Buch, das alle Gebote enthält und aus einer klaren Rechtleitung besteht, die zum Frieden führt. Nunmehr werden nur diejenigen, die es vollständig befolgen, die Wege des Friedens beschreiten. 

Es ist deutlich, dass die Art, in der sich die Muslime heutzutage in einem Zustand von Unfrieden, Zwietracht und internen Konflikten befinden, darauf zurückzuführen ist, dass sie das Buch und das Licht, das Allah, der Allmächtige, gesandt hat, nicht richtig befolgen. Sie behaupten zwar, dass sie dem Heiligen ProphetenSAW treu ergeben sind, doch ihre Handlungen stehen dem entgegen. Die Worte Allahs können niemals falsch sein und die Aussagen des Heiligen ProphetenSAW können niemals unzutreffend sein. Der Grund für die Zwietracht und Unruhe unter den Muslimen ist, dass sie zwar behaupten, diesem klaren Buch zu folgen, während sie aber nicht die Lehren befolgen, die Allah, der Allmächtige, darin offenbart hat. Sie behaupten, den Heiligen ProphetenSAW zu lieben, aber sie versäumen es, nach seinem Vorbild und seinen Lehren zu handeln.

Daher ist es heute die Aufgabe der Anhänger des wahren Dieners des Heiligen ProphetenSAW, diese Lehren in ihrem Leben anzunehmen und nach den Geboten des Heiligen Qur’an zu handeln. Dadurch wird man in der Lage sein, in der eigenen Umgebung eine Atmosphäre des Friedens zu schaffen und diese Botschaft des Friedens in der Welt zu verbreiten. Andernfalls werden die Menschen in der Welt sagen, ihr solltet erst einmal praktizieren, was ihr predigt, bevor ihr uns Ratschläge erteilt.

Der Verheißene MessiasAS sagt:

»Es gibt jetzt unter dem Himmelszelt nur noch einen Propheten und nur ein Buch. Das heißt, Hadhrat Muhammad Mustafa [der Auserwählte], Friede und Segen Allahs seien mit ihm, der höher und erhabener ist als alle Propheten, ist der vollkommenste und vollständigste der Gesandten, ist ḫātamu l-anbiyāʾ [das Siegel der Propheten] und ḫairu l-warāʾ [der Beste der Menschen], durch dessen Befolgen der allmächtige Gott gefunden werden kann, die Schleier der Dunkelheit gelüftet und die Zeichen wahrer Erlösung in diesem Leben bezeugt werden können; und [das Buch ist] der Heilige Qur’an, der wahre und vollkommene Führung und Wirksamkeit umfasst, durch den göttliches Wissen und Verständnis erlangt und das Herz von menschlichen Unreinheiten geläutert wird; so dass, befreit von Unwissenheit, Achtlosigkeit und Zweifeln, eine Person auf die Stufe von ḥaqqu l-yaqīn [wahre Gewissheit] gelangen kann.«[7]

So hat Allah, der Allmächtige, der Menschheit eine große Gunst erwiesen, indem er Sein Licht sandte, das der Heilige ProphetSAW ist, und den Heiligen Qur’an, der ein erleuchtendes Buch ist, die Quelle allen Wissens, ein Licht der Rechtleitung und eine Botschaft des Friedens. Welch größeres Unglück kann es geben, wenn jemand keinen Nutzen daraus zieht und ein Gefangener seiner Eigeninteressen bleibt, was letztlich zu seinem Verderben führt? 

Wenn man sein Leben in dieser und in der nächsten Welt schmücken will, wenn man in Frieden und Harmonie leben will, sind stets die Worte im Auge zu behalten, die dem Heiligen ProphetenSAW offenbart wurden: 

»Damit leitet Allah jene, die Sein Wohlgefallen suchen, auf den Pfaden des Friedens.«[8]

Man sollte immer an jenes aus der Leitung dieses leuchtenden Buches stammende Gebot denken und diese Führung ständig studieren. Nur dann werden wir diejenigen sein, die auf den Pfaden des Friedens wandeln. Es gibt kein Gebot in diesem Buch, wodurch der Frieden der Menschheit zerstört werden könnte. 

Heute ist es unsere Aufgabe, diese Botschaft sowohl den Muslimen als auch den Nicht-Muslimen zu vermitteln, und dies allein wird die Garantie für den Weltfrieden darstellen. Dies war die Revolution, die der Heilige ProphetSAW bei seinen Gefährten bewirkte. Er schuf praktisch eine solche Gemeinschaft, die eine Verkörperung war von:

»Wenn die Ignoranten sie anreden, sprechen sie: ›Frieden‹.«[9]

Wenn wir einen solchen Zustand in uns selbst und in der Welt entwickeln, dann wird unsere Gegenwart und unsere Zukunft Frieden sehen. Dies ist eine immense Aufgabe, die den Anhängern des Verheißenen MessiasAS anvertraut wurde, die Frieden und Harmonie in ihren Häusern, in ihrer Umgebung und in der Welt schaffen müssen. Dies wird nur möglich sein, wenn unsere Herzen mit dem Glauben an die vollkommene Einheit Allahs erfüllt sind und wir die Welt zu dieser wahren Einheit einladen.

Zweifellos kann niemals Frieden geschaffen werden, ohne den vollkommenen Glauben an die Einheit Gottes aufzubauen. Dies habe ich bereits erklärt. Gewisslich muss man zum Glauben an eine höhere Macht kommen, und dieses höhere Wesen ist Allah, der Allmächtige, und dieser Glaube kann nicht erwachen ohne den Glauben an die Einheit Gottes.

Entsteht kein Glaube an die Einheit Gottes, werden Konflikte und Zwietracht fortbestehen. Konflikte werden nur dann enden, wenn sich wahre Brüderlichkeit bildet; wenn gegenseitige Liebe und Zuneigung entstehen und Brüderlichkeit wächst. Frieden kann niemals entstehen, solange wahre Brüderlichkeit nicht in den Herzen der Menschen verankert ist und wahre Brüderlichkeit kann sich nicht ohne den Glauben an die Einheit Gottes bilden. 

Es geht dabei nicht darum, einfach nur zu glauben, sondern man muss eine Bindung zu Ihm aufbauen. Und auch diese Lehre haben wir durch den Heiligen ProphetenSAW erhalten. Allah lehrt uns im Heiligen Qur’an:

»Aller Preis gebührt Allah, dem Herrn der Welten.«[10] 

Und Er hat uns gleichzeitig geboten, dies bei jedem Gebet zu rezitieren, damit der Geist eines Muslims vom Bewusstsein eines sehr weit ausgedehnten Kreises der Brüderlichkeit durchdrungen werden kann. Wenn wir

»Aller Preis gebührt Allah, dem Herrn der Welten.« rezitieren, lässt uns dies die rabūbiyyat [Fürsorge] Allahs, des Allmächtigen, im gesamten Universum erkennen. 

Das Rezitieren dieser Worte erweitert den Geist des Menschen, und er preist Gott, der Herr aller Welten und des Universums ist. Er ist der Herr der Christen, der Herr der Hindus, der Herr des jüdischen Volks und der Herr aller Menschen. Wie kann man noch Hass gegen jemanden hegen, nachdem man diese Worte gelesen hat?

Ich habe diesen Punkt einmal auf einer Veranstaltung mit Nicht-Muslimen in den USA erläutert. Einige reagierten darauf, indem sie sagten, dass die Lehren des Islam in dieser Hinsicht bedeuten, dass ein wahrer Muslim niemals Bosheit oder Böswilligkeit in seinem Herzen tragen kann. 

 [Herr der Welten] umfasst alles und jeden, und dies eröffnet die weitestmöglichen Wege für Frieden und Harmonie. Die Worte

[Aller Preis gebührt Allah, dem Herrn der Welten] bedeuten, wenn man den wahren Glauben an die Einheit Gottes annimmt und immer damit beschäftigt bleibt, den Herrn der Welten zu lobpreisen, dann ist es für einen nicht möglich, einem anderen Volk oder einer anderen Nation gegenüber böswillig zu sein, sei es gegenüber Christen, Hindus oder Juden. Es ist nicht möglich, dass man auf der einen Seite wünscht, dass Menschen vollständig vernichtet werden, und dass man auf der anderen Seite Allah, den Allmächtigen, preist und verherrlicht, wenn man sie sieht. Das ist in jeglicher Hinsicht unmöglich.

Daher ist derjenige, der wirklich an die Einheit Gottes glaubt, der wahre Fahnenträger des Friedens und der Harmonie. Wenn die Muslime diesen grundlegenden Punkt verstehen und ihr Leben danach ausrichten, dann werden sie wirklich zu den friedliebenden Menschen dieser Welt. Dafür ist es jedoch unerlässlich, dass sie sich an den wahrhaftigen Diener des Heiligen ProphetenSAW binden. Nur dann werden sie wahres Wissen und Einsicht erlangen.

Dies bedeutet aber auch eine große Verantwortung für uns, immer wieder unseren Zustand zu überprüfen. Es sollte nicht der Fall sein, dass wir

[Aller Preis gebührt Allah, dem Herrn der Welten] in unseren Gebeten nur als ein Lippenbekenntnis tätigen, und unsere Herzen dabei völlig unfähig sind, die tiefere Bedeutung davon zu verstehen. Wenn unser Herz und unser Verstand die tiefere Bedeutung nicht verstehen, dann werden auch wir zu denen gehören, die Unfrieden und Zwietracht säen, und wir werden nicht zu denen gehören, die Frieden und Harmonie verbreiten oder nach der Lehre handeln, die uns vom Heiligen ProphetenSAW gebracht wurde.

Man sollte also sehr stark darüber nachdenken und sich große Sorgen um diese Angelegenheit machen. Um wahren Frieden und Harmonie in der Welt zu verbreiten, ist es heute die Pflicht eines jeden Ahmadis, den festen Glauben an den Einen Gott zu etablieren. Man sollte die Liebe zu Gott, dem Allmächtigen, im eigenen Herzen verankern, so dass keine andere Liebe an ihre Stelle treten kann. Um die Gebote Gottes, des Allmächtigen, zu befolgen, sollte man die Lehre, die dem Heiligen ProphetenSAW offenbart wurde, d. h. den Heiligen Qur’an, zu einem Teil des eigenen Lebens machen.

Wenn wir unsere Maßstäbe auf dieses Niveau heben, indem wir jedes Gebot des Heiligen Qur’an und jede Anweisung des Heiligen ProphetenSAW zu einem Teil unserer Rede und unseres Handelns machen, dann erst können wir die wahre Botschaft des Islam dem Rest der Welt vermitteln. So werden wir sie nicht nur über die Mittel und Wege zur Herstellung des wahren Friedens in Kenntnis setzen, sondern durch unsere Handlungen werden wir sie ihnen vorzeigen. Und dies ist in der Tat der Weg, wodurch wir wahren Frieden in der Welt schaffen und beweisen können, dass der Heilige ProphetSAW der größte Friedensstifter der Welt ist. Und genau das ist der Weg, wodurch wir diejenigen zum Schweigen bringen können, die Anschuldigungen gegen den Islam erheben.

Diese Aufgabe ist der Gemeinde des Verheißenen MessiasAS anvertraut worden. Wenn wir jedoch unserer Verantwortung in dieser Hinsicht nicht gerecht werden, und zwar von der familiären bis hin zur internationalen Ebene, dann gibt es keine Garantie dafür, dass wir in Frieden und Harmonie leben werden, noch wird es eine Garantie für unsere Nachkommen oder die Welt insgesamt geben, in Frieden und Harmonie leben zu können. Möge Allah, der Allmächtige, uns dazu befähigen, die Welt aus der Dunkelheit ins Licht zu führen. Möge Allah, der Allmächtige, uns die Kraft geben, unsere Verantwortung in hervorragender Weise zu erfüllen.

Wir werden nun das Bittgebet äußern. Möge Allah, der Allmächtige, allen Teilnehmern ermöglichen, an den Segnungen dieser Jalsa teilzuhaben, und jeden einzelnen befähigen, ein Empfänger der Gebete des Verheißenen MessiasAS zu werden. Möge Allah, der Allmächtige, dafür sorgen, dass unter den gegenwärtigen Umständen in der Welt auf allen Ebenen schnell Frieden und Harmonie einkehren, damit wir unsere Jalsas in großem Umfang und mit der gleichen Pracht wie zuvor und ohne jegliche Sorgen oder Bedenken abhalten können, und möge Er die Jalsas zu einem Mittel machen, um unseren Durst nach Spiritualität und Wissen zu stillen. Mögen wir wahrhaft zu denjenigen werden, die ihr Leben in Übereinstimmung mit den Lehren des Islam führen und die Liebe und den Segen Allahs, des Allmächtigen, ernten. Möge Allah, der Allmächtige, uns die Fähigkeit dazu verleihen. Bitte schließen Sie sich mir nun im stillen Gebet an.«

[Nach dem stillen Gebet] 

»Lassen Sie sich zuerst noch über die Teilnehmerzahl der Jalsa informieren, dann können Sie Slogans ausrufen. Insgesamt haben 19.782 Menschen an der Jalsa teilgenommen, davon 9.482 Frauen und 10.300 Männer. Darüber hinaus haben über 40 000 Menschen die Jalsa Salana über andere Kanäle verfolgt oder zugehört. Sie können nun mit dem Rest des Programms fortfahren.« 

[1] Hadhrat Mirza Ghulam AhmadASḤaqīqatu l-waḥy, Rūḥānī ḫazāʾin, Bd. 22, S. 269, [Dt. Ü.: Frankfurt am Main 2021, S. 442].
[2] Der Heilige Qur’an, 26:4. 
[3] Hadhrat Mirza Ghulam AhmadASMaǧmūʿa ištihārāt, Bd. 2, Al-ištihār mustaīqinan bi waḥyillāhi l-qahhār (Qadian, India: Nazarat Nashr-o-Isha’at, 2019), S. 183. 
[4] Hadhrat Mirza Ghulam AhmadASḤaqīqatu l-waḥy, Rūḥānī ḫazāʾin, Bd. 22, S. 67, [Dt. Ü.: Frankfurt am Main 2021, S. 127].
[5] Der Heilige Qur’an, 59:24.
[6] Der Heilige Qur’an, 5:16-17.
[7] Hadhrat Mirza Ghulam AhmadASBarāhīn-e aḥmadiyya Teil IV, Rūḥānī ḫazāʾin Bd. 1, S. 557 f., [Dt. Ü.: Frankfurt am Main 2019, S. 496 f., Unterfußnote Nummer drei].
[8] Der Heilige Qur’an, 5:17.
[9] Der Heilige Qur’an, 25:64. 
[10] Der Heilige Qur’an, 1:2.
[11] Ibid.
[12] Ibid.
[13] Ibid.

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