Islam

Inspirierende Geschichte eines Konvertiten: Von Argentinien zum Islam Ahmadiyya

Teil 2/2

Teil 1

Als ich also den Islam annahm und der Ahmadiyya Gemeinde beitrat, begann eine weitere Etappe. Es war eine Phase, in der ich nun ein Muslim war und die islamischen Lehren praktizierte. Außerdem habe ich verschiedene Projekte innerhalb der Gemeinde durchgeführt. Mir gefällt sehr gut, was die Gemeinde tut: Wir gehen zu verschiedenen Lebensmittelausgaben, wo arme Kinder besondere Aufmerksamkeit benötigen. Um die Weihnachtszeit gehen wir in öffentliche Krankenhäuser, um Spielzeug zu spenden. All solche Aktionen, die ich nirgendwo sonst gefunden habe. Mir wurde klar, dass es im Islam nicht nur um die persönliche Ausübung der Lehren geht, sondern auch um das, was man ausgibt, um den Dienst an der Gesellschaft und dabei nicht nur Worte verlauten zu lassen, sondern der Menschheit in aktiver Form zu dienen. Es geht darum, seinem Land zu dienen und all die Aktivitäten, die die Gemeinde anbietet, zu unternehmen. Die Wahrheit ist, dass ich unglaublich dankbar und zufrieden bin, all diese Dinge zu tun.

Letztes Jahr besuchten wir einen Jahreskongress mit dem Namen »Jalsa Salana«, der einmal im Jahr in Großbritannien stattfindet. Dort tat ich den nächsten Schritt, also den dritten Schritt. Es war, als würde ich mich innerhalb des Islam stärken. Hier ist die Gemeinde sehr klein. In Buenos Aires sind wir etwa zehn Konvertiten, wenn wir hier zusammenkommen, um gemeinsam Tee zu trinken, zu sprechen und zu beten. Ich erinnere mich, als ich in Großbritannien ankam und die große Zahl von Brüdern, von Ahmadis, sah. Ich sah die gleiche positive Atmosphäre, die hier herrschte, aber multipliziert mit, ich weiß nicht, ich glaube, wir waren etwa 50.000 Menschen. Die schöne Atmosphäre multipliziert mit 50.000 Menschen an einem sehr gastfreundlichen Ort, an einem völlig spirituellen Ort.  Und der dritte Schritt innerhalb des Islam, um es so zu nennen, war mein Treffen mit der großen Anzahl von Brüdern während der Jalsa-UK. Auch meine Audienz mit Seiner Heiligkeit Mirza MasroorABA, dem weltweiten Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Gemeinde.

Ich erinnere mich an meine Audienz mit ihm. Es war etwas ganz Besonderes, Seiner Heiligkeit, einer sehr wichtigen Person, begegnet zu sein. Einer so wichtigen Person für die Gemeinde. Ich hatte ihn so oft auf Videos gesehen, ich hatte viele seiner Schriften gelesen. Nun ihn persönlich zu treffen, war etwas außerordentlich Schönes und eine sehr erfreuliche Erfahrung. Er ist ein sehr freundlicher, sehr sympathischer und aufgeschlossener Mensch. Er ist sehr weitsichtig. Die Begegnung war sehr schön. Er gab mir auch meinen islamischen Namen. Ich war auf der Suche nach einem islamischen Namen und ich erinnere mich, dass er mich fragte. Er hatte zuerst den Namen Mahmud vorgeschlagen. Also ich bat ihn um einen Namen auf Englisch und er schlug Mahmud vor. Ganz offen gesagt, dieser Name gefiel mir nicht. Als ich in seiner Gegenwart war und seinen warmen und freundlichen Charakter spürte, sagte ich ihm, dass ich Mahmud nicht mag. Er antwortete mir, dass das in Ordnung sei und fragte mich, ob ich den Namen Bashir mögen würde. Ich sagte: Ja, Eure Heiligkeit, ich danke Ihnen sehr. Mir gefällt der Name Bashir.

Ich erinnere mich, dass es eine sehr aufregende Erfahrung mit ihm war. Ich fühlte mich so wohl bei ihm. Es gab keine Distanz zwischen mir und seiner Person. Ich fühlte mich sehr wohl mit ihm in einer entspannten Art und Weise zu sprechen. So gab er mir also meinen islamischen Namen. Auch meine Frau war bei dem Treffen anwesend. Sie ist keine Muslima. Sie ist katholisch. Ich erinnere mich, dass Seine Heiligkeit ihr einige sehr interessante Fragen über die Beziehung zwischen einem muslimischen Ehemann und einer katholischen Ehefrau stellte. Er fragte sie, ob sie sich mit mir glücklich fühle. Ich erinnere mich, dass es ein sehr interessantes Gespräch war. Das war mein Treffen mit Seiner Heiligkeit, das sehr angenehm war, und ich erinnere mich sehr gut daran.

Ich erinnere auch daran, dass die Jalsa etwas sehr Interessantes war. Es waren viele Brüder da und es gab einen ständigen Gedankenaustausch. Es war eine sehr offene Atmosphäre, in der wir auch offen reden und uns austauschen konnten. Es gab auch einige Journalisten unter den Brüdern, die verschiedene Interviews und Aufnahmen machten. Auch sie erfuhren von der Tatsache, dass ich Muslim und meine Frau Katholikin war. Das sprach viele von ihnen an und sie kamen, um uns über unsere Beziehung zu befragen: Wie wir zurechtkommen: Ich als Muslim und sie als Katholikin, als praktizierende Katholikin. Das führte zu vielen produktiven Gesprächen. Sie stellten uns zum Beispiel viele interessante Fragen: Was werden wir beide tun, wenn wir ein Kind bekommen? Wird es als Christ oder als Muslim erzogen werden? Das waren Fragen, die man in sich trägt und die man sich dann selbst stellen lässt. Das war das Erstaunliche daran, dass man voller Ideen und Fragen im Kopf und mit schönen Erinnerungen zurückkehrt.

Nachdem die Jalsa beendet war, kehrte ich nach Argentinien zurück. Ich kehrte sehr glücklich und zufrieden zurück, mit dem unermesslichen Wunsch, für meine Religion zu wirken und an mir selbst zu arbeiten, anderen zu helfen und meiner Gemeinschaft und meiner Familie zu dienen und hierfür verschiedene Aktivitäten zu unternehmen.

Abschließend kann ich sagen, dass es eine Veränderung hin zur Besserung in meinem Leben war. Eine sehr wichtige Veränderung in meinem Leben. In dem Sinne, dass ich mich jetzt sehr glücklich fühle. Ich fühle mich sehr glücklich, ein Teil der Gemeinde und ein Muslim zu sein. Ich fühle mich sehr glücklich und dies lässt sich in all den verschiedenen Aspekten meines Lebens beobachten: Meine Beziehung zu meiner Familie, meine Beziehung zu meinen Freunden, meine Beziehung zur Gesellschaft, zu Menschen, zu meiner Arbeit, in all meinen Beziehungen. Ich kann bezeugen, dass der Islam eine Veränderung zum Besseren in mir hervorgerufen hat. Jetzt kann ich sagen, dass ich glücklich bin.

Und es war etwas, nach dem ich sehr lange gesucht habe, nämlich nach diesem Glück. Oder um es noch besser auszudrücken: Dieser Zustand des Friedens, in dem ich mich jetzt befinde. Ich kann nicht von Glück sprechen, weil ich nicht in der Lage bin zu definieren, was Glück ist, aber ich kann bezeugen, dass ich mich in Frieden befinde, mit mir selbst und meinen Mitmenschen. Das ist es, was ich vermitteln wollte. 

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