Hadhrat Mirza Masroor Ahmad - Khalifatul Masih V (aba)

Leuchtende Weisheiten – das Neueste vom Kalifen (05.12.2020) – Teil 2/3

Teil 1

Größter Beweis für die Existenz Gottes? – Dawkins Antwort …

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Ob in den westlichen Ländern oder auf dem afrikanischen Kontinent, eine Gemeinsamkeit besteht darin, dass über die Existenz Gottes gesprochen wird oder auch nicht. Da der Drang, weltliche Ziele zu erreichen, überall auf der Welt zunimmt, weichen viele vom grundlegenden Weg des Glaubens an Gott ab. In einer Welt, in der sich immer mehr Menschen von Gott abwenden, ist es eine der wichtigsten und vorrangigen Aufgaben der Imame der Ahmadiyya Muslim Gemeinde weltweit, der Menschheit zu helfen, die Existenz und Einheit Gottes zu erkennen. So fragte ein Student Seine HeiligkeitABA : »Was ist der stärkste Beweis, den wir denen vorlegen können, die nicht an Gott glauben, um ihnen zu beweisen, dass Er existiert?«

Seine HeiligkeitABA antwortete:
»Diejenigen, die nicht an Gott glauben, wollen sich nicht einmal [die Beweise für Seine Existenz] anhören. Die stärksten Beweise für die Existenz Gottes sind persönliche Erfahrungen mit Ihm. Sag ihnen: ›Ihr sagt, dass Gott nicht existiert. Ich sage, es gibt einen Gott, denn ich habe zu Ihm gebetet und Er hat mir gegeben, wofür ich gebetet habe.‹ Wurde denn keines deiner Gebete erhört? Hast du mal gebetet und das Gebet wurde erhört? (Jamia-Student: Ja). Sag also zu denen, die behaupten, dass es keinen Gott gibt: ›Ich habe zu Gott gebetet und Er hat mir gewährt, wofür ich gebetet habe. Ich habe Gott, den Allmächtigen, persönlich erfahren; wie kann ich dann sagen, dass Gott nicht existiert? Wenn du dich bemühst, dann kannst auch du Gott finden.‹ Aber die Leute, die nicht an Gott glauben, können sehr stur sein […] Es gibt hier einen Atheisten namens [Richard] Dawkins, der nicht an Gott glaubt und sogar ein Buch gegen [die Existenz Gottes] geschrieben hat. Ich schickte ihm »Five Volume Commentary« [Die Exegese des Heiligen Qur’an] sowie andere Bücher wie »Die Philosophie der Lehren des Islam« und sagte ihm, er solle zuerst diese lesen und dann mit uns sprechen, und er würde erkennen, wer Gott, der Allmächtige, wirklich ist und was das wahre Konzept von Gott ist. Er antwortete, dass er nichts davon lesen würde. Er wollte nur, dass wir sein Buch lesen, aber er sagte, dass er keines unserer Bücher lesen möchte. Diese Menschen sind also stur und sture Menschen werden auf keinen Fall dazu kommen, [die Existenz Gottes] zu akzeptieren. Du solltest eine persönliche Beziehung zu jenen [Atheisten] pflegen, die eine fromme Natur besitzen, dann solltest du sie aufgrund dieses persönlichen Kontakts langsam zu Gott, dem Allmächtigen, hinführen. Manchmal hat diese Nähe eine Wirkung und wird zum Mittel für die Reformierung anderer. Persönliche Erfahrungen sind also am effektivsten.
Manchmal kommen Menschen für Mulaqats [Audienzen] hierher, darunter auch einige Journalisten und in der Tat haben einige zum Ausdruck gebracht, dass sie nicht an Gott glauben, aber wenn sie jemals an Gott glauben würden, wäre es wegen des Kalifen, der ihnen die Wahrheit über Gott, den Allmächtigen, gelehrt hat. Damit die Herzen der Menschen aufgeschlossen werden, ist es also notwendig, dass wir zu Gott, dem Allmächtigen, beten, damit Er ihre Herzen erweicht. Aus diesem Grund sind unsere eigenen Beispiele sehr wichtig. Werde also zum Vorbild für sie und erzähle ihnen von deinen persönlichen Erfahrungen über die Erhörung von Gebeten. Achte auf deine eigene Beziehung zu Gott, dem Allmächtigen, und wenn du ihnen von deiner eigenen Beziehung zu Gott erzählst, werden sie von dieser Erfahrung aus erster Hand stärker beeindruckt sein […] Es gibt unzählige andere Beweise und es gibt das Buch »Unser Gott«, es gibt die »Zehn Beweise für die Existenz Gottes«, von Hadhrat Musleh Mau’udRA. All diese Bücher sind heutzutage in Urdu und in Englisch erhältlich, also lest sie und gebt sie auch ihnen zum Lesen. Ebenso solltest du ihnen, wenn sie gebildet sind, zuerst »Die Philosophie der Lehren des Islam« geben, dann die »Zehn Beweise für die Existenz Gottes«, was ein kleines Buch ist, dann »Offenbarung, Vernunft, Wissen und Wahrheit«, vom Vierten KalifenRH, das ein Kapitel über die Existenz Gottes enthält, welches sich für manche Menschen als sehr überzeugend erweist. Du solltest ihnen auch sagen, dass sie das Buch »Unser Gott« lesen sollen, das ins Englische übersetzt wurde. Wenn sie [die Existenz Gottes] auch nach der Lektüre dieser Bücher nicht akzeptieren, dann [denk daran], dass unsere Pflicht lediglich darin besteht, ihnen die Botschaft zu vermitteln, wir können nicht garantieren, dass eine bestimmte Person rechtgeleitet wird. Gott, der Allmächtige, hat es auf Sich genommen, Rechtleitung zu gewähren und die Verantwortung, die Er uns auferlegt hat, besteht lediglich darin, die Botschaft zu verbreiten und die Menschen auf den Weg Gottes, des Allmächtigen, zu führen.«

Wie können wir die Nähe zu Gott erlangen?

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Für Jugendliche auf der ganzen Welt stellt sich häufig die Frage, dass sie zwar beten, aber keine echte Bindung zu Gott spüren und so fragen sie sich, was sie tun können, um diese Bindung zu Ihm herzustellen. Zu diesem Thema fragte ein Student Seine HeiligkeitABA: »Was ist der beste Weg, um die Nähe Gottes, des Allmächtigen, zu erlangen?«

Seine HeiligkeitABA antwortete:
»Zuallererst hat Allah erklärt, dass Er die Menschen dafür erschaffen hat, dass sie Ihn anbeten. Deshalb müsst ihr Allah anbeten und die euch obliegenden Pflichten eures Daseins erfüllen.
[Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur darum erschaffen, dass sie Mir dienen. – Der Heilige Qur’an 51:57] 
Erfüllt die euch obliegenden Pflichten eurer Existenz. Zweitens lehrte der Heilige ProphetSAW gemäß den Anweisungen Allahs, des Allmächtigen, dass Allah nach dem Glauben an das Unsichtbare geboten hat, dass wir das Gebet verrichten; daher müsst ihr das Gebet verrichten. Allah, der Allmächtige, hat uns befohlen, das Gebet zu verrichten, also ist die Anbetung der zweitwichtigste Aspekt; nach dem Glauben an Allah muss man das Gebet verrichten. Dann hat der Heilige ProphetSAW erklärt, dass während des Gebets eine Person Allah dem Allmächtigen bei der saǧda [Niederwerfung] am nächsten ist. Deshalb flehe zu Allah dem Allmächtigen in deinen saǧdas [Niederwerfungen], dass Allah der Allmächtige dir Seine Nähe gewähren möge:
›Du bist der eigentliche Reichtum, den ich suche, und ich flehe zu Dir allein.‹
Bete zu Allah und sage: ›Ich brauche weder Geld noch irgendwelche weltlichen Gegenstände; das Einzige, was ich brauche, ist Deine Nähe, und wenn ich Deine Nähe erlangt habe, dann werden mir weltlicher Reichtum und weltlicher Wohlstand auf natürliche Weise dienstbar werden und meine Spiritualität wird zunehmen.‹ So solltet ihr in euren Niederwerfungen beten, dass Allah, der Allmächtige, euch Seine Nähe gewähren möge.«

Wie können wir Freude am Gebet erlangen?

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Es kann Zeiten geben, in denen man das Gebet verrichtet, aber das Gefühl hat, dass man nicht genügend vertieft ist oder das Gebet nicht so genießen kann, wie es sein sollte. Auf der Suche nach Anleitung, wie man wirklich Genuss im Gebet finden kann, fragte ein Student Seine HeiligkeitABA: »Wie können wir Genuss und Freude an unserem Gebet erlangen?«


Seine HeiligkeitABA antwortete:
»Der Verheißene MessiasAS hat uns eine sehr einfache Methode gelehrt, um dies zu erreichen; er sagt, dass man einen solchen Gesichtsausdruck machen soll, als würde man weinen. Wenn eine Person physisch bestimmte Gesichtsausdrücke zeigt, um eine bestimmte Emotion zu erzeugen, dann beginnen diese beabsichtigten Emotionen auch im Herzen zu entstehen. Wenn also eine Person den Ausdruck einer weinenden Person nachahmt und während des Rezitierens der Sura al-Fatiha die Worte ›Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe‹ wiederholt und ihren Gesichtsausdruck so gestaltet, als ob sie weinen würde, dann wird sie bald wirklich zu weinen beginnen. Wenn man anfängt zu weinen und sich ein Zustand tiefer Emotionen und Inbrunst zu entwickeln beginnt, dann wird man anfangen, den Genuss und die Freude am Gebet zu erlangen. Wenn man dann in rukūʿ [Verbeugung] geht und fleht, wird man ebenfalls Freude daran erlangen. Genauso wird man, wenn man samiʿallāh sagt und nach dem rukūʿ aufrecht steht, erneut Vergnügen dabei empfinden, und wenn man in die saǧda [Niederwerfung] geht, wird die Seele unruhig und man wird auch in diesem besonderen Zustand ein gewisses Vergnügen erlangen. Der Mensch muss also die körperlichen Ausdrücke zeigen, die erforderlich sind, um den gewünschten inneren Zustand zu erreichen, was aber nur durch besondere Bemühungen und durch Anstrengung erreicht werden kann. Wenn man sich in dieser Hinsicht anstrengt, wird man weiterhin Freude am Gebet erlangen. Wenn eine Person diese Freude und den Genuss einmal erlebt hat, dann wird sie sich immer bemühen, weinend vor ihrem Herrn zu stehen, um durch diesen Zustand die Freude und den Genuss zu erlangen. Der Genuss, den man durch das Weinen vor Allah in saǧda [Niederwerfung] erlangt, ist weit größer als jeder andere Genuss. Bete auch zu Allah, dass Er dich befähigen möge, das Versprechen zu erfüllen, mit dem du zur Jamia Ahmadiyya gekommen bist und dass du ein hervorragender Imam und Prediger werden mögest; möge Er dich befähigen, deinen eigenen Leuten so zu predigen, dass sie sich Allah, dem Allmächtigen, zuwenden. Und dann werden aus ihnen solche Menschen hervorgehen, die zu denen gehören, die Freude und Genuss in ihren Gebeten erfahren.«