Aus dem Leben des Verheißenen Messias (as)

Aus dem Leben des Verheißenen Messias (as): Erste Eheschließung & die Zeit in Abgeschiedenheit

Erste Eheschließung

Als der Verheißene MessiasAS das Alter von fünfzehn Jahren erreichte, verheiratete sein Vater ihn mit Hurmat Bibi, der Tochter eines Onkels des Verheißenen MessiasAS (dem Bruder mütterlicherseits) mit dem Namen Mirza Jamee’at Baig. Das war die erste Eheschließung des Verheißenen MessiasAS, aus welcher zwei Söhne hervorgingen, Mirza Sultan Ahmad (geboren 1853) und Mirza Fazl Ahmad (geboren 1855). Mirza Fazl Ahmad ist bereits seit geraumer Zeit, ohne Nachkommen hinterlassen zu haben, verstorben. Mirza Sultan Ahmad hingegen ging, nachdem er unter der britischen Regierung verschiedene Ämter, wie das Amt des »Deputy Commissioners« oder des Finanzministers von Bahawalpur bekleidet hatte, in Rente und trat kurze Zeit später, mit dem Ablegen des Treuegelübdes an der Hand seines jüngeren Bruders, Hadhrat Mirza Bashiruddin Mahmud AhmadRA, dem zweiten Khalifa des Verheißenen MessiasAS, in die Ahmadiyya Jamaat ein. Er war nicht nur ein kompetenter Vorgesetzter, sondern auch ein bekannter Autor vieler Bücher. So sind bislang etwa 50 seiner Bücher publiziert worden.

Die Zeit in Abgeschiedenheit

Entgegen der üblichen Traditionen des Landes, änderte sich auch nach der Eheschließung des Verheißenen MessiasAS nicht das Geringste an seiner Neigung zur Abgeschiedenheit und Einsamkeit. Ein Hindu aus der Umgebung Qadians berichtet: »Ich bin zwanzig Jahre älter als Mirza Sahib. Ich besuchte öfters den großen Mirza Sahib1. Mehrmals geschah es vor meinen Augen, dass ein großer Vorgesetzter oder Grundherr den großen Mirza Sahib besuchen kam und ihm sagte, dass er seinen älteren Sohn (also Mirza Ghulam Qadir Sahib) zwar schon oft begegnet sei, seinen jüngeren jedoch noch nie gesehen habe. Die Antwort von Mirza Sahib war immer nur: ›Ja, ich habe zwar einen Sohn, der jünger als Ghulam Qadir ist, er lebt jedoch mehr in Abgeschiedenheit.‹

Dann ließ er Mirza Sahib zu sich rufen, der mit gesenkten Blicken kam und sich mit etwas Abstand zu seinem Vater hinsetzte. Er war es gewohnt, seine linke Hand vor seinem Mund zu halten und zu schweigen. Dabei schaute er niemanden an. Der große Mirza Sahib sagte daraufhin: ›So, nun hast Du die Braut gesehen.‹ Der große Mirza Sahib sagte oft, dass sein Sohn ein masītar2 sei und weder einen Beruf ausübe noch etwas verdiene. Lachend fügte er hinzu: ›Nun gut, ich stelle dich in einer Moschee als Mullah ein. Zumindest wirst du etwas Weizen zum Essen nach Hause bringen.‹«

Wäre er heute am Leben, so würde er sehen, dass dieser Sohn ein König geworden ist und tausende Menschen aus großen Entfernungen anreisen, um eine Audienz zu erhalten.

1Gemeint ist Hadhrat Mirza Ghulam Murtaza, der Vater des Verheißenen MessiasAS
2Das ist ein im Punjabi gängiger Begriff und bezeichnet einen Menschen, der den größten Teil seiner Zeit in der Verrichtung der Gebete sowie der Rezitation des Heiligen Qur’an in der Moschee verbringt.

(Das gesegnete Leben; von Shaikh Abdul Qadir; Seite 61-63)

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