Ahmadiyya Ansprachen des Kalifen

Das islamische Dilemma – Sollten wir Angst vor der Religion des Friedens haben?

Ansprache von Seiner Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA anlässlich der Jalsa Salana 2015 in Deutschland

Nach der Rezitation von Taschahud, Ta’awwuz und Bismillah begann Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA, fünfter Nachfolger des Verheißenen MessiasAS, seine Ansprache mit den folgenden Worten:

Allen Gästen ein Assalam-o-Alaikum Wa Rahmatullahe Wa Barakatohu – Friede und Segnungen Allahs seien mit ihnen allen. Als erstes möchte ich meinen aufrichtigen Dank an unsere Nicht-Ahmadi-Gäste aussprechen, die an der Jalsa Salana teilnehmen, auch wenn sie nicht Mitglieder unserer Gemeinde sind.

In meiner heutigen Ansprache werde ich kurz über den Begründer des Islams, den Heiligen Propheten MuhammadSAW und seinen beispiellosen Bemühungen zur Etablierung des Friedens auf der Welt berichten. Sie werden sicherlich überrascht oder gar verwundert sein, dies in Anbetracht der Tatsache zu hören, dass wir heute viele sogenannte Muslime sehen, die den Frieden auf der Welt stören und die ihre extremistischen Handlungen durch den Heiligen Koran und den Heiligen Propheten MuhammadSAW rechtfertigen. Während sie Terror und Gewalt auf eine höchst barbarische Weise verüben, verkünden sie gleichzeitig, dass sie nach den wahren Lehren des Islams handeln.

Sie werden sich noch mehr darüber wundern, wenn Sie hören, dass die von sogenannten Muslimen hervorgerufene Unruhe und der Extremismus auf der Welt in Wirklichkeit ein Mittel zur Stärkung meines islamischen Glaubens und des Glaubens eines jeden einzelnen Ahmadi-Muslims darstellt. Vielleicht sind Sie irritiert und wundern sich, weshalb angesichts der extremistischen Handlungen bestimmter anderer Muslime der Glaube der Ahmadi-Muslime sogar wächst. Sie mögen vielleicht denken oder Angst haben, dass Ahmadi-Muslime denjenigen Muslimen ähneln, die den Extremismus unterstützen. Das würde jedoch eine gänzlich falsche Annahme und Meinung sein.

Lassen Sie mich zunächst einmal klarstellen, dass die Ahmadi-Muslime sich sehr aufrichtig darum bemühen, Frieden auf der Welt zu verbreiten und stets versuchen, ihren Worten Taten folgen zu lassen. Wir sind gleich von innen wie von außen und richten unser Leben danach aus, was wir in unserem Herzen als die wahre Lehre des Islam erachten. Ich möchte auch klarstellen, dass dann, wenn Ahmadi-Muslime die Lehren des Frieden, der Sicherheit und der Liebe verbreiten, sie nichts Neues präsentieren, sondern lediglich die wahren Lehren des Islam manifestieren. Der Islam ist in jeglicher Hinsicht eine Religion des Friedens, der Harmonie, der Toleranz und der Barmherzigkeit.

Es ist in der Tat nur auf die Lehren des Islams zurückzuführen, dass Ahmadi-Muslime Gefühle der Liebe für Menschen zeigen, ganz gleich, ob sie Muslime oder Nicht-Muslime sind. Es ist ausschließlich der Islam, dass wir uns wahren Frieden auf der Welt wünschen und jede mögliche Anstrengung unternehmen, um diesen zu etablieren. In Bezug auf meine eingangs gemachte Aussage möchte ich sie nicht unnötig in einem Zustand der Verwirrung oder Neugier über diesen scheinbaren Widerspruch, ja, des Dilemmas lassen, dass Ahmadi-Muslime auf der einen Seite die extremistischen Taten der anderen Muslime verurteilen und auf der anderen Seite derartige Handlungen ein Mittel zur Stärkung ihres Glaubens an den Islam darstellen.

Um dies zu erläutern, würde ich gerne eine Zeitreise unternehmen und die Uhren um 1.400 Jahre zurückdrehen; in die Zeit des Gründers des Islams, des Heiligen Propheten MuhammadSAW. Er machte zu jener Zeit eine große Prophezeiung über die Zukunft. Er sagte voraus, dass eine Zeit der spirituellen Dunkelheit über die Muslime hineinbrechen wird und ihr Glaube gänzlich korrumpiert sein würde. Ihre Taten würden sich zur besagten Zeit völlig gegen die ursprünglichen Lehren des Islams richten. Er warnte, dass die sogenannten muslimischen Geistlichen und Führer die islamischen Lehren auf eine gänzlich falsche Art auslegen und ihre Geisteshaltung nur zur Verbreitung von Ungerechtigkeit und Chaos führen würde. Neben der Warnung, die der Heilige ProphetSAW über die verzweifelte Lage der Muslime aussprach, überbrachte er ihnen jedoch auch die frohe Botschaft, dass Allah, der Allmächtige, in dieser Zeit der Unruhe und Zwietracht eine Person schicken würde, die den Islam wiederbeleben und seine wahren Lehren verbreiten würde. Er würde als der Verheißene Messias und Imam Mahdi (der Rechtgeleitete) entsandt werden und er würde die ursprünglichen, friedfertigen Lehren des Islam auf der Welt etablieren. Er würde die Menschheit mit dem wahren spirituellen Licht des Islams durchdringen.

Dank der Gnade Allahs sehen wir heute, wie beide Teile dieser großartigen Prophezeiung in Erfüllung gehen. Auf der einen Seite sehen wir einen korrumpierten Islam und eine entstellte Lehre und auf der anderen Seite wurde der Verheißene Messias und Imam Mahdi in der Person von Hadhrat Mirza Ghulam AhmadAS, dem Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat, von Gott gesandt. Während seines gesamten Lebens warf er ein erhellendes Licht auf den wahren Islam und brachte der Welt die großartigen Lehren des Islam nahe. Er hat bewiesen, dass der Heilige ProphetSAW in der Tat der größte Meister und Vorkämpfer des Friedens in der Menschheitsgeschichte war. Die Erfüllung dieser großartigen Prophezeiung ist also der Grund, weshalb der Glaube der Ahmadi-Muslime in Anbetracht der schrecklichen Taten der sogenannten Muslime zunimmt.

Nach dieser Einführung, möchte ich Ihnen kurz die wahren Lehren des Heiligen Propheten<sup>SAW</sup>, die seine beispiellosen Bemühungen für einen langanhaltenden Frieden auf der Welt untermauern, aufzeigen. Der Heilige ProphetSAW lenkte unsere Aufmerksamkeit auf einen sehr grundlegenden und wichtigen Aspekt, nämlich auf die Tatsache, dass die Denkweisen und Prioritäten von Menschen sich von Person zu Person unterscheiden. Obwohl sich die Mehrheit der Menschen ein friedliches Leben wünscht, gibt es auch viele, die ausschließlich ihrem eigenen Frieden und ihrer eigenen Sicherheit den Vorrang geben. Sie nehmen wenig oder keine Rücksicht auf das Wohlergehen anderer. Das Studieren der menschlichen Psyche offenbart, dass zwar jeder und jede auf seinen eigenen Frieden und seine eigene Zufriedenheit bedacht ist, seinen Gegnern oder Feinden aber nicht unbedingt das gleiche glückliche und zufriedene Leben wünscht.

Außerdem gibt es unterschiedliche Vorstellungen von Frieden. Beispielsweise interessieren sich manche Menschen nur um ihren eigenen Seelenfrieden und ihre innere Zufriedenheit. Andere wiederum bevorzugen den familiären Frieden oder erachten etwa den nachbarschaftlichen Frieden als besonders wertvoll. Es gibt Menschen, die den innerstädtischen Frieden bewahren wollen, andere wiederum sorgen sich um den Frieden ihrer ganzen Nation. Aber viele Leute beschränken sich dabei auf ihre persönlichen Interessen und schenken denjenigen, die in fremden Städten oder Ländern leben, wenig Beachtung. Sie verspüren keine Liebe oder echtes Mitgefühl für die Menschen, die in anderen Teilen der Welt Leid und Kummer erfahren.

In früheren Zeiten konnte man diese Gleichgültigkeit und fehlende Empathie damit erklären, dass die verschiedenen Gesellschaften und Nationen noch nicht so zusammengewachsen waren, wie es heute der Fall ist. Die Kommunikationsmöglichkeiten waren sehr begrenzt und es dauerte eine Ewigkeit, bis man Kunde erhielt über die Lage anderer Länder oder Regionen. Bei der Ankunft einer Nachricht war diese oft bereits nicht mehr aktuell, da sich die Situation in der Zwischenzeit bereits veränderte. Kurzum, es gestaltete sich schwierig, den Schmerz der anderen unmittelbar nachzuempfinden, und die damaligen Möglichkeiten waren sehr begrenzt, um jemanden aus der Ferne zur Hilfe zu eilen. Die heutige Welt ist eine gänzlich andere, sie hat sich in ein globales Dorf gewandelt. Gleichwohl die Welt nun zusammengewachsen ist und ihre Entfernungen und Kommunikationsbarrieren überwunden hat, fehlt weiterhin die Einsicht, dass wir alle miteinander verbunden sind.

Beispielsweise glauben sehr viele Leute, dass die Lage im Mittleren Osten oder in Afrika die Menschen aus Europa oder Nordamerika nicht beeinflusst. Auf ähnliche Weise sind viele Menschen Australiens oder aus dem Fernen Osten nach wie vor davon überzeugt, dass die Unruhen in überwiegend anderen Teilen der Welt, wie zum Beispiel der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, keinen Einfluss auf ihr eigenes Land oder Leben haben wird. Es herrscht im Allgemeinen der Glaube, dass die wachsenden Konfliktherde und Unruhen der heutigen Zeit nur regional begrenzt sind und die Auswirkungen sich nicht weiterverbreiten werden.

Vor diesem Hintergrund gibt es jedoch ein hochaktuelles Thema, das zu einem Umdenken und einer Änderung der Haltung und des Verständnisses geführt hat. Das Problem, auf welches ich mich beziehe, ist das der Einwanderung und die viel weiterreichende Frage nach der Integration. In vielen Zufluchtsländern können wir eine steigende Frustration und Unruhe unter den jugendlichen Einwanderern beobachten. Mancher Frust ist derart angestiegen, dass sich etwaige junge Immigranten radikalisiert und extremistischen Gruppierungen angeschlossen haben. Dies schürt berechtigte Ängste, da viele hochentwickelten Länder realisieren, dass es bei ihren eigenen Jugendlichen welche gibt, die negativ beeinflusst wurden und das Staatswohl in großer Gefahr sehen, ja, dies eine große Gefahr für den Staat darstellt.

Als Reaktion darauf legen die Regierungen und gesetzgebenden Instanzen der hochentwickelten Länder Beschränkungen für das Leben der asiatisch-stämmigen Einwanderer auf, in dem Glauben, dass dies die Sicherheit und den Schutz der lokalen Bevölkerung sicherstellen kann. Allerdings ist dies der falsche Ansatz und nicht die richtige Antwort auf diese ernsten Probleme. Was wir benötigen ist eine echte und umfassende Lösung. An dieser Stelle möchte ich Ihnen sagen, dass der Heilige ProphetSAWdes Islam uns Antworten und Lösungen für diese Probleme gegeben hat.

Durch seine lichterfüllten Lehren hat er uns einen goldenen Schlüssel zur Erlangung des Friedens überreicht. Er legte dar, dass man den Weltfrieden niemals mit ausschließlich weltlichen Mitteln oder alleine im Hinblick auf die materiellen Bedürfnisse erreichen kann. Er lehrte uns, dass es nur ein einziges Mittel gibt, dass alle Menschen, seien es Muslime oder Nicht-Muslime, von der Unruhe befreien und vor dem flammenden Feuer des Hasses und der Verzweiflung schützen kann.

Er sagte, dass die Menschheit zur Etablierung eines wahren Friedens ihren Schöpfer erkennen und sich vor Ihm niederwerfen sollte. Der Heilige ProphetSAW hatte uns davor gewarnt, dass eine Zeit kommen wird, in der Muslime selbst die wahren Lehren ihrer Religion vergessen würden und ihr Glaube nur aus Lippenbekenntnissen bestehen würde, statt dem Höchsten Wesen die gebührende Anerkennung zu schenken. In ähnlicher Weise würden es die Menschen anderer Religionen verfehlen, das Höchste Wesen zu erkennen, derweil diejenigen, die nicht an eine Religion glauben, die Existenz des Höchsten Wesens gänzlich verneinen würden.

Mit dem Höchsten Wesen nahm der Heilige ProphetSAWBezug auf denjenigen Gott, Der der Schöpfer des gesamten Universums ist. Dieser Gott ist, neben vielen Seiner Attribute, auch „Salaam“, die „Quelle des Friedens“. Im Kapitel 59, Vers 24 des Heiligen Korans unterweist Allah den Heiligen ProphetenSAW, der Menschheit zur Hingabe zu diesem Gott aufzufordern, Der der Herrscher, der Heilige und die Quelle des Friedens darstellt. „Salaam“ steht für denjenigen, Der der Welt Frieden gewährt und für das Licht, aus dem aller Frieden ausstrahlt.

Als die wahre Quelle allen Friedens wünscht sich Gott für die gesamte Menschheit Frieden und Harmonie. So wie es den Eltern missfällt, wenn ihre Kinder sich streiten oder raufen und Unordnung im Haus stiften, auf die gleiche Weise missfällt es Allah, dem Gnädigen, wenn Unruhen und Konflikte in Seiner Schöpfung vorherrschen. Die Eltern lieben stets die gutmutigen und friedlichen Kinder mehr, genauso wie das Landesgesetz alle friedfertigen Bürger bevorzugt.

Entsprechend der islamischen Lehren liebt Allah, der Allmächtige, diejenigen, die ihre Emotionen beherrschen und friedfertig leben. Wenn wir über diesen Punkt nachdenken, wird der Irrweg all derjenigen sogenannten Muslime offensichtlich, die sich den extremistischen Ideologien anhängen und den Dschihad des Schwertes oder des Blutvergießens als Wille Allahs auslegen.

Die Kriege in den Zeiten des Heiligen ProphetenSAW sollte man in den richten Kontext einordnen. Zweifelsohne erlebten der Heilige ProphetSAW und seine Gefolgschaft in den ersten Jahren des Islams eine brutale Verfolgung durch eine erbarmungslose Opposition. Nach Jahren der Zurückhaltung erhielt der Heilige ProphetSAWnunmehr von Allah, dem Allmächtigen, die Erlaubnis sich gegen die nicht-muslimischen Aggressoren zur Wehr zu setzen. Angesichts dieses aufgezwungenen Krieges wurde den Muslimen in Kapitel 22, Vers 40 des Heiligen Korans die Erlaubnis zur Verteidigung erteilt, da ihnen keine andere Wahl blieb als zu reagieren und sich zu verteidigen. Die Gründe dafür, warum diese Reaktion notwendig war, legt Allah im darauffolgenden Vers 41 nieder. Allah, der Allmächtige erklärt, dass die Muslime durch die Hände der grausamen Aggressoren aus ihren Häuser vertrieben wurden, und wenn Er es ihnen nicht erlaubt hätte, sie von dieser Verfolgung und der Gewalt abzuhalten, so wäre niemand mehr imstande gewesen, in Frieden zu leben. Wenn die Muslime sich nicht verteidigt hätten, wäre niemand, weder religiöse Menschen als auch andere, in der Lage gewesen, ihr Leben in Sicherheit weiter zu führen.
Wenn sich die Muslime nicht verteidigt hätten, so erläutert Allah den Muslimen im selben Vers, so wäre keine Kirche, keine Synagoge, kein Tempel und auch keine Moschee mehr sicher gewesen – obgleich sie alle als Stätten der Lobpreisung dienten, in denen sich die Menschen versammelten, um den Namen Gottes zu verherrlichen, Frieden zu verbreiten und ihre Herzen und ihren Verstand von allem Bösen zu befreien. Dies war der Grund, um nämlich den unterdrückerischen Kriegstreibern Einhalt zu gebieten, um die Orte der Gottesdienste und den Frieden auf der Welt insgesamt vor der Zerstörung zu bewahren.

Kurzum, Allah erlaubte den Heiligen ProphetenSAW die Teilnahme an einem Verteidigungskrieg also nur, um die Grausamkeiten und die Ungerechtigkeiten zu beenden. Die Erlaubnis wurde gegeben, um diejenigen aufzuhalten, die die Grundrechte und Freiheiten aller Menschen beschnitten. Erlaubnis wurde erteilt, um jene zu stoppen, die das Grundrecht der Religionsfreiheit zerstören wollten. Die Erlaubnis diente nicht nur der Verteidigung des Islams, sondern der Verteidigung aller Religionen und Glaubenszugehörigkeiten.

Ferner lernen wir aus dem besagten Vers, dass Moscheen und Orte des Gottesdienstes anderer Religionen als Leuchttürme des Friedens erbaut werden, um nämlich Liebe und Barmherzigkeit zu verbreiten, und nicht, um etwa Extremismus und Hass irgendeiner Art zu propagieren. In Kapitel 8, Vers 62 des Heiligen Koran legt Allah, der Allmächtige, Seinem Propheten sogar für Kriegszeiten eine wunderschöne Lehre vor, die den Muslimen erklärt, wie man selbst in kriegerischen und konfliktreichen Verhältnissen Frieden und Sicherheit etablieren kann.
Allah sagt in diesem Vers, dass dann, wenn dein Feind die Hand zum Frieden und zur Versöhnung ausstreckt, du dies ohne Zögern annehmen und dein Vertrauen in Allah setzen solltest. Muslime werden dazu aufgerufen, ihr Vertrauen in Allah zu setzen und dem versöhnungswilligen Feind keine betrügerischen oder halbherzigen Absichten zu unterstellen und nicht anzunehmen, dass der Feind sie täuschen möchte, oder dass sein Wunsch nach Versöhnung nicht aufrichtig ist. Allah hat den Muslimen gelehrt, stets Brücken zu anderen zu bauen, wo immer dies möglich ist, und den Frieden zu fördern; sogar mit nichtreligiösen Menschen, die nicht an Gott glauben und Feindschaft gegenüber dem Islam im Herzen hegen.

Die Wahrheit ist, dass Allah den Muslimen sehr deutlich angeordnet hat, jede Gelegenheit zur Erhaltung des Friedens und der Harmonie auf der Welt, wo immer sie sich ergibt, mit beiden Händen zu ergreifen. Darüberhinaus legte der Heilige ProphetSAW das göttliche Gebot aus Kapitel 41, Vers 35 der Heiligen Korans dar, in dem Allah sagt, dass zum Zwecke des Friedens das Böse stets mit dem Guten und der Frömmigkeit beantwortet werden sollte. Die dahinterliegende Weisheit besteht darin, dass dann, wenn man dem Hass mit Liebe begegnet, eine Chance besteht, aus den Tiefen der Feindschaft und der Entfremdung eine echte Freundschaft und Einheit zu entwickeln.

Welch wundervolle Lehre! In der Tat existieren unzählige Beispiele, die belegen, wie der Heilige ProphetSAW eine Lehre des Friedens, der Versöhnung, der Sicherheit und der Liebe gebracht hat – obgleich ich nur einige wenige benannt habe. Sie verdeutlichen den Wunsch nach Frieden, Mitgefühl und Liebe, die der Gott des Islams, Allah der Allmächtige, für Seine Schöpfung hegt.

All diejenigen, die in den Lehren des Islams die Verbreitung von Extremismus und Hass sehen, sollten sich von diesem Irrglauben ein für alle Mal befreien. Der Vorwurf des sinnlosen Blutvergießens und der Gewalt von heute trifft daher nicht den Islam oder seine Lehren – es ist vielmehr das Ergebnis der Taten einiger sogenannter Muslime, die in ihrem Hass und ihrer Selbstsucht die wahre Essenz des Islam verdorben haben und deshalb ihren persönlichen Interessen dienen.

Gemäß den Versprechen des Allmächtigen Gottes ist es alleine die Ahmadiyya Muslim Jamaat, die die Welt mit den wahren Lehren des Islams erleuchtet. Dies ist der Grund, weshalb sich hunderttausende friedliebende Menschen, sowohl Muslime, als auch Nicht-Muslime, der Ahmadiyya Muslime Jamaat anschließen. Sie werden Ahmadi-Muslime mit dem alleinigen Wunsch, die Liebe Allahs sowie wahren Frieden und Zufriedenheit zu erlangen. Sie gleichen nicht den frustrierten Leuten, welche nicht imstande sind, ihre Emotionen und Handlungen zu kontrollieren und sich daraufhin extremistischen Gruppierungen anschließen, die den reinen Namen des Islams ungerechterweise beschmutzen. Obwohl der Islam heutzutage weiterhin falsch dargestellt wird, so verlieren wir Ahmadi-Muslime nicht die Hoffnung und den Mut. Wir glauben fest an unseren Erfolg, dass eines Tages die Wahrheit des Islams über die Welt aufgehen und seine schönen Lehren von den Menschen aller Nationen verstanden werden wird.

Mit diesen Worten möchte ich nun meine Ansprache beenden und Ihnen allen nochmals meinen aufrichtigen Dank entgegenbringen, dafür, dass Sie sich die Zeit nahmen, uns heute zu besuchen und meinen Worten Gehör zu schenken.
Möge Allah Sie alle segnen. Vielen Dank.

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