S.H. der Fünfte Kalif - Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba)

Den rechtschaffenen Vorbildern der Gefährten nacheifern

Offizielle Abschrift der Ansprache des gegenwärtigen Fünften Kalifen und weltweiten Oberhaupts der Ahmadiyya Muslim Gemeinde vom 21. Mai 2023 auf der nationalen Majlis-e-Shura des Vereinigten Königreichs in der Baitul Futuh Moschee, Großbritannien.

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Nach der Rezitation von tašahhud, ta’awwuḏ und Sure al-Fātiḥa sagte Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad (aba):

»Durch Allahs Gnade war es der britischen Jamaat möglich, ihre nationale Majlis-e-Shura [beratende Versammlung] abzuhalten. Ich bete, dass Ihre Beratungen produktiv waren und mit reinem Herzen, Aufrichtigkeit und Demut geführt wurden, und dass Allah, der Allmächtige, die bestmöglichen Ergebnisse hervorbringen möge. Darüber hinaus bete ich, dass Sie in der Lage sein mögen, Ihre jeweilige Rolle zu spielen, um sicherzustellen, dass die Empfehlungen der Shura, die anschließend angenommen werden, auf die bestmögliche Weise umgesetzt werden, InshaAllah [so Gott will].

Wie Sie wissen, habe ich in meiner vergangenen Freitagsansprache vom 12. Mai ausführlich über die Einrichtung der Majlis-e-Shura gesprochen. Ich möchte wiederholen, was ich bereits gesagt habe, nämlich dass Ihre Pflichten nicht mit dem Abschluss der Shura enden. Vielmehr sollten Sie bedenken, dass Ihre Pflichten gerade erst begonnen haben. Nach Abschluss der formellen Beratungen müssen sich alle Delegierten und Amtsträger der Jamaat darum bemühen, dass die vom Khalifatul Masih [dem Kalifen] gebilligten Empfehlungen in die Tat umgesetzt werden. 

In diesem Sinne bete ich, dass Allah, der Allmächtige, Sie dazu befähigen möge, mit dem erforderlichen Geist und Fleiß zu dienen. Mögen Sie alle sich als wahre Sultan-e-Nasir [wahre Helfer] des Khalifa-e-Waqt [Kalif der Zeit] erweisen, und mögen Sie alle die Ziele erfüllen, wofür Allah, der Allmächtige, den Verheißenen Messias (as) in diese Zeit geschickt hat. Gewiss, nur wenn wir uns ernsthaft bemühen, seine Mission zu erfüllen, können wir sagen, dass wir die wahren Ziele unseres Lebens und den Zweck, zu dem die Majlis-e-Shura einberufen wurde, erfüllt haben. In diesem Sinne möchte ich aus dem ersten Teil der Rede, die Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) [der zweite Kalif der Ahmadiyya Muslim Jamaat] anlässlich der Majlis-e-Shura im Jahr 1944 gehalten hat, Nutzen ziehen und sie zusammenfassen. Durch seine erleuchtenden Worte gewinnen wir einen großen Einblick in unsere Pflichten und Verantwortlichkeiten. In seiner Ansprache zitierte Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) den folgenden Vers des Verheißenen Messias (as):

صحابہ سے ملا جب مجھ کو پایا

Das ist der erste Teil der Strophe. Es bedeutet: Ihr werdet zu den Gefährten gehören, wenn ihr mich angenommen habt. Diese erleuchtenden Worte vermitteln die frohe Botschaft, dass diejenigen, die den Verheißenen Messias (as) von ganzem Herzen annehmen, durch die Gnade Allahs in die Reihe der Gefährten des Heiligen Propheten (saw) aufgenommen werden. Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) erklärt, dass dies nicht bedeutet, dass eine Person aus einer anderen Zeit in der Lage sein wird, den Heiligen Propheten (saw) physisch zu sehen und zu treffen. Das ist natürlich unmöglich und widerspricht den Naturgesetzen. Vielmehr bedeutet es, dass eine Person durch ihre rechtschaffenen Handlungen und Taten den spirituellen Rang eines Gefährten erlangen kann. Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) sagt, dass die Taten vieler Menschen, die nach der gesegneten Ära des Heiligen Propheten (saw) kamen, so edel waren, dass Gott, der Allmächtige, sie befähigte, sich spirituell mit dem Heiligen Propheten (saw) zu vereinigen und sich in die Reihen seiner spirituellen Gefährten einzureihen. Im Vergleich dazu gab es viele ignorante Menschen, die zwar das Glück hatten, in der Zeit des Heiligen Propheten (saw) zu leben, ihn zu treffen und seiner göttlich inspirierten Rede zuzuhören, ihn aber nicht akzeptierten und sich von Allah, dem Allmächtigen, fernhielten. Daher werden sie nicht zu seinen Gefährten gezählt. Vielmehr zählen sie zu den Heuchlern oder Ungläubigen.

Folglich ist die Bedeutung des Wortes »Gefährte« nicht auf eine Person beschränkt, die einem Propheten begegnet oder das Glück hat, in seiner Gesellschaft zu verweilen. Tatsächlich verbirgt sich in diesem Wort eine viel tiefere Bedeutung: Ein Gefährte eines Propheten ist eine Person, deren Herz durch die Beziehung zu Allahs Geliebtem spirituell gereinigt und transformiert wird. Es ist eine Person, deren spiritueller Puls im Gehorsam und in perfekter Harmonie mit ihrem Meister schlägt. Es ist eine Person, deren Glaube und Aufrichtigkeit rein ist und die bereit ist, jedes mögliche Opfer für ihren Glauben zu bringen. Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) erläutert dies anhand des Beispiels eines königlichen Hofes. 

Er erklärt, dass ein Höfling im Vergleich zu Dienern und Hausangestellten weniger Zeit mit dem Monarchen verbringt. Dennoch werden Letztere nicht als enge Gefährten des Monarchen betrachtet, auch wenn sie im königlichen Haushalt ein und aus gehen und viel Zeit in unmittelbarer Nähe des Monarchen verbringen. Stattdessen gelten diejenigen, die weniger oder gar keine Zeit mit dem Monarchen verbringen, ihm aber bei seiner Arbeit dienen und diese erleichtern, als seine engsten Gefährten und vertrauten Höflinge.

Um ein Gefährte zu sein, braucht man also keine physische Nähe zu seinem Meister, sondern eine spirituelle und emotionale Beziehung; ein Licht mit unnachgiebiger Loyalität ist grundlegend für die Wegbegleitung. Es erfordert, dass jemand die Autorität der Person, in die man sein Vertrauen und seinen Glauben setzt, aufrichtig und mit Freude akzeptiert. Es erfordert, dass ein Gefährte danach strebt, den Fußstapfen seines Meisters nachzueifern und ihm vollkommen gehorsam zu sein. Vor allem aber muss er in Bezug auf seine Überzeugungen, sein Handeln und seine moralischen Werte vollkommen harmonieren.

Diese drei Eigenschaften sind also von grundlegender Bedeutung, um ein treuer Gefährte zu sein: ein fester Glaube und eine feste Überzeugung von der Wahrhaftigkeit der Person, das Bestreben, wie sie zu handeln und nach ihren moralischen Werten und Lehren zu leben. 

Die Geschichte bezeugt, dass viele der Menschen, die die Ehre hatten, in der gesegneten Gesellschaft des Heiligen Propheten (saw) zu sein, den Rang und Status eines wahren Gefährten erlangten. 

Gleichzeitig sagt Hadhrat Musleh Mau’ud (ra), dass es in der Umma [Gefolgschaft] des Heiligen Propheten (saw) unzählige Menschen gibt, die, obwohl sie nie in der physischen Gesellschaft des Heiligen Propheten (saw) waren, den Status eines Gefährten erlangten. Ihre Frömmigkeit und Aufrichtigkeit ermöglichten es ihnen, die zeitliche und geographische Entfernung zu überwinden und zu den wahrhaftigen Gefährten zu zählen.

Ihnen wurde diese Ehre zuteil, weil sie völlig in Liebe zum Heiligen Propheten (saw) aufgegangen waren und mit grenzenloser Leidenschaft danach strebten, die Nähe Allahs, des Allmächtigen, zu erlangen. Darüber hinaus erklärt Hadhrat Musleh Mau’ud (ra), dass zur Zeit des Heiligen Propheten (saw) nicht nur Hadhrat Abu Bakr (ra), Hadhrat Umar (ra), Hadhrat Uthman (ra) und Hadhrat Ali (ra) den Rang von Gefährten erlangten. Vielmehr wird jede Person zur Zeit des Heiligen Propheten (saw), die ihm gegenüber auch nur grundlegende Eigenschaften wie Loyalität, Liebe und Aufrichtigkeit gezeigt hat, als sein Gefährte eingestuft. 

So wird zum Beispiel überliefert, dass eine Frau ihr kleines Kind zum Heiligen Propheten (saw) brachte und der Heilige Prophet (saw) nahm liebevoll etwas Wasser in den Mund und spritzte es in den Mund des Kindes. In der Geschichte ist dieser glückliche Junge als ein Gefährte des Heiligen Propheten (saw) verzeichnet. 

Am anderen Ende des Spektrums befanden sich unter den Gefährten diejenigen, die mit unglaublicher Tapferkeit und Mut um ihres Glaubens willen in Verteidigungskriegen und Schlachten kämpften. Viele Gefährten erlagen den Wunden, die ihnen von den Gegnern des Islam zugefügt wurden und erlangten den Märtyrertod. So wurde ein Kind zum Gefährten, nur weil es mit dem süßen und duftenden Wasser, das der Heilige Prophet (saw) gesegnet hatte, in Berührung kam, während das Leben anderer durch die Hand der blutrünstigen Gegner des Islam geopfert wurde.

Daher hat Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) gesagt, dass es in der Zeit des Heiligen Propheten (saw) relativ einfach war, den Status eines Gefährten zu erlangen. Für diejenigen, die nach der Zeit des Heiligen Propheten (saw) geboren wurden, ist es dagegen mit weitaus größeren Anstrengungen und Opfern verbunden, den Status eines Gefährten zu erlangen. Es erfordert die höchstmöglichen Standards der Treue und des Gehorsams gegenüber dem Heiligen Propheten (saw). 

Alhamdulillah [Gelobt sei Gott], durch die Gnade Allahs haben im Laufe der Geschichte viele aufrichtige Muslime einen solchen spirituellen Rang erlangt. Obwohl sie den Heiligen Propheten (saw) nicht physisch sehen konnten, ermöglichten es ihnen die spirituellen Augen, die tief in ihren frommen Herzen eingebettet waren, ihn wahrzunehmen und eine unzerbrechliche Beziehung zu ihm aufzubauen. 

Hadhrat Musleh Mau’ud erklärt, dass Allah auf diese Weise aus Seiner Güte und Gnade auf ewig eine göttliche, spirituelle Tür geöffnet hat, die zur Begleitschaft all jener rechtschaffenen Seelen führt, deren Herzen von dem sehnlichen Wunsch erfüllt sind, zu den Gefährten des Heiligen Propheten (saw) zu gehören. Und in diesem Zeitalter können diejenigen, die sich der Gemeinschaft des Verheißenen Messias (as) angeschlossen und sein Bai’at [Treuegelübde] abgelegt haben, den Status eines Gefährten erlangen, wenn sie seiner Mission treu dienen. Daher appelliere ich an Sie alle, über die Worte des Verheißenen Messias (as) nachzudenken, wenn er sagt:

»Ihr werdet zu den Gefährten gehören, wenn ihr mich angenommen habt.«

Strebt danach, die ewige Gabe zu nutzen, die Allah der Menschheit verliehen hat, nämlich die spirituelle Begleitschaft des Heiligen Propheten (saw) und des Verheißenen Messias (as) zu erlangen. Dies setzt voraus, dass wir stets danach streben, nach der Sunna des Heiligen Propheten (saw) zu handeln, seine Lehren zu verinnerlichen und eine lebendige Beziehung zu Allah, dem Allmächtigen, aufzubauen, nachdem wir den Verheißenen Messias (as) angenommen haben.
Das erfordert von uns, dass wir zu allen möglichen Opfern bereit sind und eine tiefe und energische Entschlossenheit haben, die Botschaft des Islam zu verbreiten. Auch wenn es sich nicht um physische Gefährten handelt, so wird der Status derjenigen, die solche spirituellen Höhen erklimmen, so hoch sein, dass Allah, der Allmächtige, ihnen Seine Nähe und Liebe schenken wird, wie Er es den Gefährten des Heiligen Propheten (saw) und des Verheißenen Messias (as) gewährt hat. Wenn es uns gelingt, die spirituelle Verbundenheit mit ihnen zu erlangen, werden wir den Zweck des Erscheinens des Heiligen Propheten (saw) und des Verheißenen Messias (as) erfüllen, der darin bestand, die Menschen dem allmächtigen Gott näher zu bringen. 


Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) fährt fort, die Philosophie der spirituellen Gefährtenschaft näher zu erläutern. Er erklärt, dass nach dem Willen Allahs, des Allmächtigen, die islamischen Lehren in dieser Zeit durch rationale Beweise und logische Belege vermittelt werden müssen. Daher könne man nicht erwarten, dass die ganze Welt Ahmadiyyat über Nacht annehmen werde. Vielmehr wird sich die Jamaat des Verheißenen Messias (as) über einen längeren Zeitraum hinweg ausbreiten und wachsen. In Anbetracht dessen hat Allah, der Allmächtige, aufgrund seiner beispiellosen Gnade und Barmherzigkeit den ehrenvollen Status der Gefährtenschaft der Propheten ausgeweitet, damit die Menschheit dauerhaft von den Segnungen profitieren und diese erlangen kann. Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) erklärte, dass in der Zeit seines Kalifats Hunderttausende von Menschen innerhalb der Jamaat den Status der spirituellen Gefährtenschaft erlangten und sich ständig um die Verbreitung der Lehren von Islam Ahmadiyyat bemühten. 

Jetzt, in der heutigen Zeit, ist es die oberste Pflicht aller Ahmadis, sich zu bemühen, zu spirituellen Gefährten des Heiligen Propheten (saw) und des Verheißenen Messias (as) zu werden. Dies erfordert, dass wir bereit sind, jegliche Herausforderung, die auf uns zukommt, mit Geduld und unerschütterlichem Gottvertrauen zu meistern. In diesem Zusammenhang erklärt Hadhrat Musleh Mau’ud (ra), dass Prüfungen und Mühen eine Voraussetzung für die Weiterentwicklung und den Fortschritt des eigenen Glaubens sind. In der Tat ist es eine Vorgehensweise Gottes, des Allmächtigen, dass Er manchmal gerade durch Widrigkeiten und Mühsal einen Weg zur spirituellen Erlösung und zur wahren Freiheit für Sein Volk anbietet. Ist der Mensch erst einmal von weltlichen Fesseln und Materialismus befreit, kann er seine ganze Energie darauf verwenden, seinem Glauben und seinen Wertvorstellungen gerecht zu werden und eine Schlüsselrolle bei dessen Verbreitung zu spielen.
Es ist auch so, dass Allah gelegentlich durch Prüfungen Seine Herrlichkeit und Majestät demonstriert. Er möchte der Menschheit zeigen, dass Er allein dafür sorgen wird, dass die Gemeinde des Verheißenen Messias (as) stetig gedeiht und dass Er nicht auf die Unterstützung oder Hilfe eines Einzelnen oder einer Gruppe angewiesen ist. Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) fährt fort, indem er sich auf die zweifellos größte Prüfung in der Menschheitsgeschichte bezieht, die den Gefährten des Heiligen Propheten (saw) bei seinem Abschied von dieser Welt traf. Es war eine so gewaltige Prüfung, dass die Gefährten nicht einmal den Gedanken ertragen konnten, dass die Nachricht vom Ableben des Heiligen Propheten (saw) wahr sein könnte. Ein Zustand völliger Verzweiflung und Panik überkam sie, die Angst davor, was aus ihnen werden würde und wie der Islam überleben würde. Ihre Angst und ihr Schmerz waren so groß, dass sogar ein so mutiger und angesehener Mann wie Hadhrat Umar (ra) wütend reagierte und sein Schwert schwang und verkündete, dass er jedem den Hals abschneiden würde, der es wagte zu behaupten, der Heilige Prophet (saw) sei gestorben. In diesem Moment, als die Gefährten bis ins Mark erschüttert und von Trauer überwältigt waren, stand Hadhrat Abu Bakr (ra) auf und erklärte mit außergewöhnlicher Geduld und Stärke: »O Leute, hört zu. Wer auch immer den Heiligen Propheten Muhammad (saw) verehrt hat, soll wissen, dass der Heilige Prophet (saw) gestorben ist. Wer auch immer Allah, den Allmächtigen, verehrt, soll wissen, dass Allah lebt und niemals sterben wird.« Nachdem er diese Begebenheit geschildert hat, bekräftigte Hadhrat Musleh Mau’ud (ra), dass Allah, der Allmächtige, manchmal von seinen aufrichtigsten Gläubigen verlangt, dass sie um Seinetwillen durch Prüfungen und Schwierigkeiten gehen. Er möchte, dass ihr Glaube auf die Probe gestellt wird, damit ihre Liebe zu Ihm vor der ganzen Welt offenbar wird. Im Gegenzug für ihre Geduld lässt Allah, der Allmächtige, Seine besondersten und immerwährenden Segnungen auf Sein Volk herabregnen.

Durch die Gnade Allahs sind heute Millionen von Ahmadi-Muslimen dem Heiligen Propheten (saw) aufrichtig ergeben und haben auf sein Gebot hin den Verheißenen Messias (as) angenommen. In dieser Zeit sind es die Mitglieder unserer Jamaat, die sich bemühen, ihr Leben nach den edlen und rechtschaffenen Vorbildern der Gefährten zu leben und die bereit sind, jedes nur erdenkliche Opfer um ihres Glaubens willen zu erbringen. 

Welches Leid oder welche Probleme wir auch immer ertragen mögen – und nichts davon kann sich mit dem Leid messen, das die Gefährten des Heiligen Propheten (saw) nach seinem Tod empfanden -, wir Ahmadi-Muslime werden, Insha’Allah, immer standhaft und entschlossen in unserem Glauben bleiben. Wir behaupten nicht nur verbal, zu jedem möglichen Opfer bereit zu sein, sondern in der Praxis haben Ahmadis weltweit immense Opfer erbracht, um ihrem Ziel, die Mission des Verheißenen Messias (as) voranzutreiben, gerecht zu werden. 

Bevor ich zum Schluss komme, möchte ich daher noch einmal betonen, dass Sie als Delegierte der Majlis-e-Shura jederzeit mit Ehrfurcht vor Gott, dem Allmächtigen, in Ihrem Herzen handeln und das in Sie gesetzte Vertrauen erkennen müssen. Vergessen Sie niemals, dass wir das Volk sind, das sich verpflichtet hat, seinem Glauben Vorrang vor allen weltlichen Dingen einzuräumen und dass wir geschworen haben, bis zu unserem letzten Atemzug zu versuchen, die Mission des Verheißenen Messias (as) zu erfüllen und dafür jede Form von Opfern und Leiden auf uns zu nehmen. 

Um das Wohlergehen unserer Jamaat und die Erfüllung unserer religiösen Ziele zu gewährleisten, müssen wir die gleiche Überzeugung und das gleiche Vertrauen in Allah, den Allmächtigen, an den Tag legen wie Hadhrat Abu Bakr (ra), der in der größten Krise geduldig und standhaft blieb. Nur wenn wir uns bemühen, unser Leben auf diese Weise zu führen, können wir unsere Pflichten als Diener des Heiligen Propheten (saw) erfüllen. Und nur dann können wir den Zweck des Erscheinens des Verheißenen Messias (as) erfüllen.

Achten Sie stets auf das Vertrauen, das die Mitglieder der Jamaat in Sie gesetzt haben, die Sie gewählt haben, damit Sie sie in der Shura vertreten, und wodurch Sie die Möglichkeit erhalten haben, Ihrem Glauben zu dienen. Denken Sie immer daran, dass Sie nicht nur namentlich Vertreter und Delegierte Ihrer jeweiligen Jamaat sein dürfen. Vielmehr müssen Sie in Wirklichkeit alle persönlichen und weltlichen Wünsche beiseitelassen und sich bemühen, Ihre wahre Aufgabe zu erfüllen, die darin besteht, Ihrem Glauben und Ihrer Religion bis zu Ihrem letzten Atemzug zu dienen. 

Betrachten Sie jede Gelegenheit, Ihrem Glauben zu dienen, als einen großen Segen Allahs, des Allmächtigen. Wenn Sie mit diesem Geist und diesem Verständnis dienen, dann werden Sie durch die Gnade Allahs einen solchen Rang erlangen, der es Ihnen ermöglicht, die Liebe Gottes, des Allmächtigen, zu erlangen. Es wird sich als ein Mittel erweisen, um das Wohlgefallen des Heiligen Propheten (saw) zu erlangen und Sie werden zu den Erben des riesigen Schatzes an Gebeten zählen, die er für seine Anhänger und für diejenigen gesprochen hat, die auf seine Weisung hin den Verheißenen Messias (as) angenommen haben. 

Möge Allah, der Allmächtige, uns befähigen, für immer Empfänger und Profiteure seiner gesegneten Gebete zu sein und mögen wir immer zu seinen spirituellen Gefährten zählen. Mögen wir darüber hinaus diejenigen sein, die ihre Ziele erfüllen und die den Dienst am Glauben als einen großen Segen Allahs betrachten und im Dienst des Islam mit Demut, Hingabe und bedingungsloser Loyalität immer weiter voranschreiten. Amin. Nun schließen Sie sich mir im stillen Gebet an.«

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