Attribute Allahs

Die Attribute Allahs

»Diese Moschee ist eine Quelle des Segens und ist gesegnet und jederart gesegnete Angelegenheit wird darin stattfinden.«[1]

Am 17. Mai 2019 weihte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, das weltweite Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat, die Mubarak-Moschee in Islamabad, Tilford, offiziell ein und begann damit ein neues Kapitel in ihrer Geschichte.

Die Innenarchitektur der Moschee ist einzigartig unter den Moscheen der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Eine wunderschöne Verzierung der Attribute des allmächtigen Gottes schmücken die Wände der Moschee. Razwan Baig, Kalligraphie-Meister und Sammler islamischer Kunst, hatte die große Ehre, die Kalligraphie und die Innenraumgestaltung auszuführen und erinnert sich daran: »Ich war erstaunt über das immense Interesse und Wissen des Kalifen Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA, über die künstlerische Gestaltung und den ästhetischen Sinn in Bezug auf Al-Hamra und andere Konzepte.

Seit den vergangenen 8 Jahren schreibe ich die 99 Attribute Gottes. Es war ein großer Erkenntnisgewinn, den wir vom Kalifen in einem unserer Treffen erfuhren, als er sagte, wir hätten ein sehr wichtiges Attribut Gottes ausgelassen. Er schlug sein persönliches Buch auf, las alle Namen Gottes vor und sagte: »Ar-Rabb« [Der Herr] ist sehr wichtig und fehlt in der Liste der Attribute. Folglich fügten wir »Ar-Rabb« zu den Attributen Gottes in der Mubarak-Moschee hinzu.

Ein zentraler Aspekt des Designs in der Moschee ist der Name »Allah« im Mihrab [Gebetsnische, wo der Imam steht], was in der Geschichte der Ahmadiyya Muslim Jamaat wahrscheinlich einmalig ist. Seine HeiligkeitABA sagte dann, dass Allah in allen Religionen einen einzigartigen Namen hat und es sich um Gottes persönlichen Namen handelt. Deshalb müsse er in der Moschee einen markanten Platz einnehmen. Ich schlug daraufhin vor, ihn im Mihrab zu platzieren und Seine HeiligkeitABA stimmte dem gnädigerweise zu.

Seine HeiligkeitABA hat uns über die Farbe beraten, über das zu verwendende Material, kurzgesagt er war in sämtlichen Aspekten stark eingebunden, wohingegen wir ein Brainstorming durchführten. Seine HeiligkeitABA hatte einen solchen ästhetischen Feinsinn, dass er uns sogar über die Art der zu verwendenden kalligrafischen Schrift beriet. Der Zweck all dieser Attribute in der Mubarak-Moschee ist es, ein Gefühl zu vermitteln, von der Herrlichkeit dieser Attribute umgeben zu sein.«

Syed Amer Safir, Chefredakteur und Manager von The Review of Religions, erinnert sich:
Ein einzigartiger Aspekt dieses Projekts war, dass wir die Gnade hatten, ein Brainstorming aller Aspekte mit dem Kalifen bis ins kleinste Detail durchzuführen. Normalerweise würde man davon ausgehen, dass man ein Brainstorming durchführt und dem Kalifen dann die endgültigen Vorschläge vorlegt. In diesem Fall wurde jedoch das gesamte Brainstorming mit dem Kalifen durchgeführt. Der Kalif teilte uns sogar mit, in welchem Winkel die Kalligrafie-Objekte platziert werden sollten. Ursprünglich hatten wir sie in einem Winkel platziert, aber später wies Seine HeiligkeitABA an, den Winkel zu ändern, um die Objekte eher symmetrisch zu den Fenstern zu platzieren. In Bezug auf den Schriftzug »niemand kann Seine Gaben verwehren«[2], der an den Seiten der Kalima [dem Glaubensbekenntnis eines jeden Muslims: Niemand ist anbetungswürdig außer Allah und Muhammad ist Sein Gesandter] angebracht ist, hatten wir ihn ursprünglich in Schwarz geschrieben. Später, als ich Seine HeiligkeitABA traf, bezog er sich auf einen Traum von Hadhrat Mirza Ghulam AhmadAS, dem Verheißenen Messias, in dem er einige Verse sah, die in der Rayhani-Schrift mit grüner Tinte über die Tür der Mubarak-Moschee [gemeint ist die gleichnamige Moschee in Qadian, Indien] geschrieben waren. In dem Traum sagt der Verheißene Messias, dass er begann, die Verse zu lesen, aber nur einer davon blieb ihm in Erinnerung:

Seine HeiligkeitABA hat diesem Projekt so viel Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet, weil er sich wünschte, dass die Gläubigen, die in die Moschee kommen, über die Namen Gottes nachdenken. Der Kalif setzte ein persönliches Beispiel dafür, wie viel Liebe man dem Haus Gottes, nämlich einer Moschee, entgegenbringen sollte, und demonstrierte auch, wie man Liebe und Hingabe für den Schöpfer zum Ausdruck bringen sollte. Unsere Teammitglieder Musa Sattar, Musawer Din und Basil Butt haben jedes einzelne Stück in mühevoller Kleinarbeit zusammengeklebt und viele Wochen lang die ganze Nacht hindurch gearbeitet, um die großartige Arbeit von Razwan Baig zu unterstützen. Seine HeiligkeitABA war so gnädig, dass er sie alle in seiner Freitagsansprache erwähnte und für uns betete.«

Inspiriert von den Worten, der Leitung, der Weisheit und den Gebeten des Kalifen startet Die Revue der Religionen eine neue Serie, in der jedes der Attribute kurz erläutert wird. Diese Erläuterungen basieren auf den Schriften von Hadhrat Mirza Ghulam AhmadAS, dem Verheißenen Messias, und den Kalifen, im Lichte des Heiligen Quran und der Ahadith.

Referenzen:
[1] Hazrat Mirza Ghulam AhmadAS, Taskirah, 116
[2] Der Heilige Qur’an, 10:108


Allah

Sprich: »Er ist Allah, der Einzige; Allah, der Unabhängige und von allen Angeflehte. Er zeugt nicht und ward nicht gezeugt; und keiner ist Ihm gleich.«[1]

Der Name Allah ist ausschließlich im Islam zu finden. Allah ist der Name jenes heiligen Wesens, das seit Ewigkeit existiert und unvergänglich ist. Er ist der Lebendige, der aus Sich Selbst Seiende und Allerhaltende. Er ist der Meister, der Schöpfer und Herr der gesamten Schöpfung. Darüber hinaus ist dies der Eigenname Gottes und nicht ein attributiver Name. In keiner anderen Sprache außer Arabisch findet man einen Eigennamen, der sich auf den Schöpfer und Meister aller Dinge bezieht. Nur in der arabischen Sprache wird »Allah« als Substantiv gebraucht, das sich auf das Eine und Einzige Wesen bezieht. Es wird ausschließlich zur Bezeichnung von Gottes Namen verwendet.
Das Wort »Allah« ist weder von einem anderen Wort abgeleitet noch ist ein anderes Wort davon abgeleitet.[2]

In Bezug auf diesen einzigartigen und persönlichen Namen Gottes hat der Heilige ProphetSAW gesagt:

Abdullah bin Buraidah Al Aslami berichtet unter Berufung auf seinen Vater, der sagte, dass der Heilige ProphetSAW einen Mann mit den folgenden Worten flehen hörte: »O Allah! Ich erbitte von Dir, indem ich bezeuge, dass Du Allah bist; niemand ist anbetungswürdig außer Dir, der Eine, der Unabhängige und von allen Angeflehte, der Eine, der nicht zeugt und nicht gezeugt wird und keiner ist Ihm gleich.« Der Heilige ProphetSAW sagte dann: »Bei dem Einen, in dessen Hand mein Leben ist, er hat Allah bei Seinem größten Namen gebeten, wenn Er danach gerufen wird, antwortet Er und wenn Er danach gefragt wird, gibt Er.«

Sunan at-Tirmiḏī, kitābu d-dʿawāt, Hadith Nr. 3475

Allah besitzt alle vollkommenen Vortrefflichkeiten 

»Ich habe bereits erwähnt, dass im Sprachgebrauch des Heiligen Qur’an Allah der Name jenes vollkommenen Wesens ist, Das fürwahr anbetungswürdig ist und alle vollkommenen Attribute in Sich vereint und frei ist von allen Fehlern, Das Eins ist, ohne Teilhaber, und der Urquell ist von allem Segen. In Seinem Heiligen Wort, dem Heiligen Qur’an, hat Gott, der Allmächtige, Seinen Namen, Allah, so beschrieben, dass Er die Attribute aller anderen Namen und Eigenschaften in sich vereint. Keinem anderen Namen ist dieser Rang verliehen worden. Somit umfasst Allah alle anderen vollkommenen Attribute. 
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Kern der Bedeutung von الحمدلله [al-ḥamdu lillāh] – ›Aller Preis gebührt Allah‹ – ist, dass alle Arten von Lobpreisung, ob offen oder geheim, die sich auf die persönliche Vollkommenheit oder auf natürliche Wunder beziehen, Kennzeichen Allahs sind, und niemand ist Sein Teilhaber darin. Es bedeutet auch, dass alle wahre Lobpreisung und alle vollkommenen Eigenschaften, welche die Weisheit eines Weisen erdenken oder die Überlegung eines Denkers sich vorstellen kann, in Gott, dem Allmächtigen, enthalten sind. Es gibt keine Vortrefflichkeit, deren Möglichkeit durch unsere Vernunft erdacht wird, derer Gott, der Allmächtige, wie ein unglückseliger Mensch beraubt ist. Die Weisheit keines Weisen kann auf irgendeine Vortrefflichkeit hindeuten, die nicht in Gott, dem Allmächtigen, vorgefunden wird. Das Äußerste aller Vortrefflichkeiten, das man sich vorstellen kann, wird in Ihm angetroffen. Er ist von jedem Gesichtspunkt aus perfekt in Seinem Wesen und in Seinen Attributen und Seinen guten Eigenschaften und Er ist absolut fehlerfrei.«

Barāhīn-e aḥmadiyya, Bd. IV, Rūḥānī ḫazāʾin Bd.1, S. 288 f., Fußnote Nr. 11

Referenzen:
[1] Der Heilige Qur’an, Al-Ichlâs 2-5
[2] Hadhrat Mirza Bashiruddin Mahmud Ahmad, Tafsīr-e kabīr Bd.1, S. 11 f.

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