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Gebete gegen Krieg

Selbst Hoffnung ist eine Form des Gebets. Letzteres eine wichtige Stütze in Krisenzeiten. - Beten, aber wie?

Ansar Anwar Bilal, Redaktion

Auch in einer Welt, die oft von Konflikten, Spannungen und Ungewissheit geprägt ist, suchen die Menschen nach Wegen, Frieden und Stabilität zu finden. Jüngste Entwicklungen im Nahen Osten haben erneut die Dringlichkeit dieser Suche verdeutlicht. Der islamistische Hamas-Angriff auf Israel und die darauffolgenden israelischen Gegenangriffe haben viele unschuldige Leben gekostet und die Spannungen in der Region weiter verschärft.

Während man weltweit bemüht ist, Lösungen für dieses komplexe Problem zu finden, sollte sich vor allem für gläubige Menschen die Frage stellen: Welche Rolle kann mein Gebet inmitten dieses Konflikts spielen? In einer Zeit, in der Worte und Waffen gleichermaßen zu mächtigen Werkzeugen geworden sind, kann das Gebet tatsächlich eine unverzichtbare Quelle der Hoffnung und, so Gott will, der Veränderung und der Heilung sein.

Es ist wahr, dass die Diskussionen über den Nahostkonflikt oft von Leidenschaft und Emotionen geprägt sind, nicht nur bei jungen Menschen. Doch während die Diskussionen fortschreiten und die Ansichten extremer werden, vergessen wir manchmal, dass das einfache Gebet eine mächtige Waffe sein kann, die unsere Herzen und Gedanken beruhigen kann. Im Heiligen Qur’an heißt es dazu: »Ja! Im Gedenken Allahs ist es, dass Herzen Trost finden.« (13:29) Das Gebet ist ein grundlegendes Element, das die Verbindung zwischen dem Gläubigen und Gott stärken soll. Es ist nicht nur ein Akt der Anbetung, sondern auch eine Quelle der Rechtleitung, Ermutigung und Trost. 

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat, eine religiöse Reformbewegung im Islam, ist sich der Bedeutung des Gebets in dieser prekären Weltlage bewusst. In seinen letzten Freitagsansprachen richtete Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba), der Kalif der Ahmadiyya Muslim Jamaat, einen dringenden Appell an alle Anhänger, für eine Deeskalation im Nahen Osten zu beten. Seine Heiligkeit (aba) betonte: »In jedem Fall haben wir nur die Waffe des Gebets, die jeder Ahmadi jetzt mehr als je zuvor einsetzen sollte.« Der Kalif (aba) selbst kennt in seinen Gebeten keine Grenzen und betet für die ganze Welt. Diese Haltung zum Gebet und der Fürsorge für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Glauben, zeigt die wahre Botschaft des Islam – eine Botschaft der Liebe, Versöhnung und des Friedens.

In einer Zeit, in der viele Menschen überfordert und entmutigt sind, können Gebete eine Quelle der Beruhigung und der Hoffnung sein. Sie erinnern uns daran, dass es inmitten des Chaos und der Gewalt immer Raum für Mitgefühl, Vergebung und Versöhnung gibt. Doch wie sollte man Beten?

Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad (as), der Verheißene Messias und Gründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat, hat die Bedeutung des Gebets und des festen Glaubens wie folgt betont:

»Wenn du dich zum Gebet bereit machst, so sollst du daran zu denken, dass dein Gott allmächtig ist, und dass kein einziges Ding außerhalb Seiner Macht ist. Nur dann wird dein Gebet angenommen, und nur so kannst du jene Wunder der Macht Gottes bezeugen, die auch wir bezeugt haben. Und beachtet: Mein Zeugnis beruht nicht auf Hörensagen, sondern es beruht auf Dingen, die ich selbst mit eigenen Augen gesehen und erlebt habe. Wie können die Gebete eines Menschen angenommen werden, der nicht fest daran glaubt, dass alle Dinge von Gottes Macht abhängig sind?« (Hadhrat Mirza Ghulam Ahamd (as), Kaštī-e nūḥ, Rūḥānī ḫazāʾin, Bd. 19, S. 21 [dt. Ü.: Die Arche Noahs, S. 55 f.])

Während also die Politik weiterhin nach Lösungen sucht und Teile der internationalen Gemeinschaft sich bemühen, den Frieden zu fördern, sollten wir nicht vergessen, dass das Gebet eine wichtige Rolle bei der Schaffung einer besseren und harmonischen Weltlage spielen kann. Es erinnert uns daran, dass Frieden von innen kommt und dass wir alle auch durch Gebete dazu beitragen können, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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  1. Mögen die Menschen aus der Geschichte endlich lernen, die Politiker ihre Verantwortung ernst nehmen und das Leben, das höchste Gut…

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