Reflexionen

Eltern des Krieges

Die Eskalation in der Ukraine ist keine Jungferngeburt

Bildliche Darstellung der mythischen Gestalten Gog und Magog gemeinsam mit einem einfüßigen Fabelwesen namens Sciapode

Yunus Mairhofer, Österreich

Zweifelsohne kann man schwer behaupten, die USA und Russland seien ein Ehe- oder zumindest Liebespaar. Tatsächlich existiert wohl nicht einmal so etwas wie eine Hassliebe zwischen den Mächten. Am ehesten kann vielleicht noch von einem Verhältnis, einer Zweckgemeinschaft oder Scheinbeziehung die Rede sein.
Wie auch immer ist es nun offenbar dazu gekommen, dass aus dem Aneinanderreiben dieser beiden Nationen eine missgebildete Schreckensgeburt hervorging. Diese hat einerseits selbst keine langfristige Überlebenschance, andererseits aber das volle Potential, das Leben nicht nur seiner Erzeuger zu einer Hölle zu machen.
Jegliche vorherigen Appelle der Ärzte dieser Welt, diese Missgeburt namens 3. Weltkrieg abzutreiben, verhallten tragischerweise nahezu ungehört.

Während diese entstellte Gestalt gerade auf Europas Boden dem Schoß Russlands entspringt, liegt es den USA fern, ihre unselige Vaterschaft anzuerkennen. Stattdessen deuten sie auf den russischen Präsidenten als mutmaßlichen Vater.
Aber kann ein einziger Mensch ernsthaft der Zeuger eines derartig zerstörerischen Szenarios sein? Liegt es nicht eher in der Natur der Sache, dass sich Menschen nunmal nur mit Menschen und Supermächte aber mit ihresgleichen paaren?

Sicherlich hat sich Russland auch nicht selbst zu diesem furchtbaren Krieg befruchtet, denn für ein derartiges Wunder hätte Gott, der Allmächtige, in diesem Fall wohl keinen Grund gehabt.

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