Hadhrat Mirza Masroor Ahmad - Khalifatul Masih V (aba)

Wiederherstellung der Frauenrechte

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Am Samstag, den 03. September 2016 sprach Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA, das weltweite Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Gemeinde und fünfter Nachfolger des Verheißenen MessiasAS auf der Jalsa Salana (Jahresversammlung) auf dem Messegelände in Karlsruhe zu den Frauen der Gemeinde. Lesen Sie im Folgenden die deutsche Übersetzung dieser Ansprache.

Seine HeiligkeitABA sagte nach dem tašahhud, ta’awwuḏ und bi-smillāh:

„Heutzutage wird in der Welt über die Rechte der Frauen und Männer in großen Tönen gesprochen und dies geschieht in einer derart heftigen Weise, dass die Weltlichen nicht gewillt sind, darüber zu reflektieren, dass die Festlegung der Rechte gewissen Rahmenbedingungen folgt. Betrachten Sie die bauliche Form des Menschen und wie diese eine Differenzierung zum einen zwischen der Körperform und zum anderen zwischen den natürlichen Neigungen verlangt. Welche Rechte sind es, die eine Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen fordern und welche, die eine Differenzierung verlangen? Und aus welchen Gründen ist eine Differenzierung der Rechte zwischen Männern und Frauen notwendig? Um etwa der Hoheit des Mannes zu frönen? Um der Frau ihre Schwäche bewusst werden zu lassen? Um einen unfairen Vorteil aus der Natur der Frau zu ziehen? Wenn aus diesen Gründen die Unterscheidung zwischen den Rechten von Männern und Frauen festgelegt worden ist, dann wird der Frau in der Tat Unrecht getan. Die Weltlichen haben heute angefangen, ihre Stimme gegen dieses Unrecht zu erheben. Der Islam hat schon vor vierzehnhundert Jahren gegen dieses Unrecht seine Stimme laut werden lassen. Dieses habe ich anhand des Heiligen Qur’an zu einem gewissem Maße in meiner Ansprache an die Lajna [Frauenorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat] anlässlich der Jalsa Salana UK bereits ausgeführt. 

Aber wie ich schon sagte, wird über ihre Rechte heutzutage sehr viel gesprochen. Auch hier in Deutschland wird sehr viel Wirbel drum gemacht und auch unsere Mädchen und Frauen lassen sich hin und wieder von dem Gerede beeinflussen. Sie meinen vielleicht, dass diese Menschen die Meister in den Angelegenheiten der Frauenrechte sind und die Bemühungen, die diese für die Wahrung unserer Rechte unternehmen in der Tat lobenswert sind. Sie sind vielleicht lobenswert, wenn es um das Erkämpfen der Rechte für solche Frauen geht, die schon immer ihrer Rechte beraubt worden waren und denen weder von der Religion noch von der Regierung die Rechte zugesprochen worden waren, deren Berechtigte sie waren. Aber eine muslimische Frau kann nicht sagen, dass für die Erlangung ihrer Freiheit und der Etablierung ihrer Rechte die Frauenrechtsorganisationen eine Rolle spielen. 

Die Lehren, die Allah der Allmächtige den Muslimen anhand des Heiligen Qur’an offenbart hat und wie Er im Detail die Rechte aller Gruppen festgelegt hat, kann kein Gesetz überbieten und keine Einrichtung, die zuständig für Gesetzesentwürfe ist, kann diese Lehren auf eine solche Weise beäugen, wie es durch den Heiligen Qur’an und Islam getan wird. 

Die Kritiker des Islam können zwar die erfolgreiche, hundertprozentige oder eine großteilige Umsetzung der Lehren des Islam in islamischen Regierungen oder islamischen Ländern kritisieren, aber sie können hier nicht die Lehren des Islam angreifen. Keiner kann sagen, dass der Heilige Qur’an die Rechte der Frauen missachtet. Keiner kann sagen, dass das heilige Buch der Muslime, das deren ganzer Stolz ist und das für alle Probleme eine Lösung liefert und die allerbeste Lösung liefert, die Rechte der Frauen missachtet oder ignoriert hätte. Wenn jemand eine derartige Kritik äußert, so tut er Unrecht. Ja, der Islam sieht definitiv Unterschiede hinsichtlich der Rechtsphilosophie, weltlicher Gesetzgebung oder nach weltlicher Denkweise ausgerichtete Etablierung der Rechte von Männern und Frauen vor. Der Islam folgt dem Naturgesetz und die Unterscheidung zwischen den Rechten von Männern und Frauen folgt ebenfalls den innewohnenden Besonderheiten von beiden.

Während über die Rolle von Männern und Frauen ständig debattiert wird, hat nur der Islam beiden unter Berücksichtigung ihrer Beschaffenheit und Umstände die ihnen gebührenden Rechte eingeräumt.
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Oder man könnte es auch folgendermaßen halten, dass so wie Allah den Menschen in Paaren erschaffen hat, so wurden auch ihre Pflichten gleichermaßen aufgeteilt. Gemäß den Ansichten des Islam sollte also eine Rechtsetablierung diese Unterschiede in Betracht ziehend erfolgen. Abgesehen von den Bereichen, in denen diese Unterschiede in eine Gemeinschaft hineinfließen, und den Bereichen, in denen diese Unterschiede gelten und auf die ich ausführlich in meiner Ansprache an die Lanja UK eingegangen bin, genießen Männer und Frauen das Gesetz der Gleichheit vor dem Recht. In Belohnung der Taten und in vielen anderen Angelegenheiten gilt Gleichheit. In anderen wiederum, wo man Unterschiede dingfest gemacht hat, fallen die Rechtsformierung und die Notwendigkeiten für beide Geschlechter unterschiedlich aus. Zum Beispiel sind Ernährung und Wasser essenziell für den Erhalt des Lebens, die Männer wie Frauen gleichermaßen benötigen. Aber in manchen Lebensumständen, in denen die Frau zum Beispiel die Schwangerschaft und die Geburt des Kindes durchmacht, ist für sie gesonderte Nahrung notwendig und diese Tatsache wird auch von allen Weltlichen sowie Ärzten einheitlich akzeptiert, da zu dieser Zeit manche Körperareale der Frau spezieller Nahrung bedürfen, die für Frau sowie Kind gleichermaßen notwendig sind. Der Islam ist in Aufklärung dieser Punkte dermaßen ins Detail gegangen; als Beispiel kann man hier den Rechtsschutz der Frau während der Stillzeit anführen. Wenn die Scheidung der Frau vom Mann während der Stillzeit geschieht, während derer die Frau das gemeinsame Kind von ihr und dem Vater säugt, so sieht Allah der Allmächtige vor, dass der gesamte Unterhalt der Frau bezüglich Essen und Trinken der Verantwortung des Mannes obliegt. Allah der Allmächtige sagt im Heiligen Qur’an: „Und derjenige, der ein Kind hat und welches gestillt wird, einem solchen Manne obliegt in dieser Zeit die Verantwortung der Ernährung und der Kleidung der Frau.“

Islamkritiker wie Geert Wilders glauben, dass der Islam den Frauen ihre Rechte verweigert, aber sie verstehen nicht, dass die heutigen islamischen Länder diese Rechte verweigern: nicht die wahren Lehren des Heiligen Qur’an.
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Und mit Kleidung und Unterhalt sind die Mittel zum Unterhalt gemeint und nicht die bloße Bereitstellung von Brot und Kleidung wie dies für (gewöhnliche) Bedienstete geschieht. Die Frau ist keine Bedienstete, sie ist die Mutter seines Kindes. Und mit bekannt (= ma’ruf, arab. und im oben zitierten Originalvers des Heiligen Qur’an enthalten) ist gemeint, dass der Vater gemäß seinen Kapazitäten verbrauchen soll, d.h., der Reiche gemäß seinen und der Arme gemäß seinen Fähigkeiten. Das ist die eigentliche Bedeutung von ma’ruf (= bekannt). Durch die Darlegung dieser Angelegenheit in Zusammenhang mit Scheidung wurde offengelegt, dass an dieser Stelle nicht irgendeine stillende Mutter gemeint ist. Hier ist nicht die Rede von solchen stillenden Frauen, die früher und auch heute von manchen Stämmen traditionell eingestellt werden. Es geht hier nicht um die Bereitstellung von Essen und Trinken für solche Frauen, sondern es geht hier um das Essen und Trinken für die Mutter des Kindes. Wenn es für die Mutter einerseits Pflicht ist, für einen gewissen Zeitraum zu stillen, das nach Allahs Gebot maximal zwei Jahre andauern darf, dann ist es andererseits für den Vater Pflicht, die hierbei anfallenden Kosten der Kindesmutter auf sich zu nehmen – und diese Pflicht sollte nicht erfüllt werden, wie sie ein gewöhnlicher Bediensteter oder Angestellter bürgen würde, sondern Geld sollte gemäß der eigenen Kapazitäten und Ressourcen ausgegeben werden. Also auch nicht auf die Art, dass solange die Frau die eigene Ehefrau war mehr Geld für sie aufgewendet wurde, nach der Scheidung aber dieses Verhalten dann eine Veränderung erfuhr. Solange das Kind die Milch der Mutter trinkt, unterliegt die Bereitstellung des Unterhalts für die Mutter dem Ehemann und zwar in demselben Maße wie er sie zuvor schon als Ehemann geleistet hatte. Dieses ist hier jetzt auch nicht eine Wohltat, die der Frau gegenüber erbracht wird. Allah der Allmächtige sagt, dass es sich hierbei nicht um eine Wohltat handelt, sondern um das Recht der Frau, das man erfüllen muss und Allah Selbst hat dieses Recht der Frau gewährt. Durch die Etablierung dieses Rechts hat Allah die Frau auch vor Erniedrigung beschützt. Somit etabliert der Islam selbst in scheinbar kleinen Angelegenheiten das Recht der Frau und erinnert den Mann an seine Verantwortung. Auf diese Weise gewährt der Islam der Frau in jeder Angelegenheit Schutz. Wenn nach der Scheidung eine derartige Fürsorge verlangt wird, dann muss der Mann notwendigerweise noch fürsorglicher für seine Ehefrau sein. Trotz all dem sagt der Islam, dass hinsichtlich der Verantwortungen von Mann und Frau eine Differenzierung vorliegt. Die Körperformen sind verschieden. Aber mit derselben Geisteskraft mit der Allah den Mann ausgestattet hat, hat Er auch die Frau ausgestattet. Sowie die Pflicht nach Wissen zu streben für den Mann gilt, gilt sie genauso auch für die Frau. Gott hat also Mann und Frau mit derselben Fähigkeit zum Fortschritt ausgestattet und hat beiden Vernunft gewährt, durch deren Gebrauch beide ihre geistigen Fähigkeiten erblühend in gegenseitigem Wettbewerb treten können. Weder kann der Mann den Anspruch erheben, dass Vernunft und Gehirn nur ihm gegeben worden sind und nur für ihn allein von beiden der Fortschritt bestimmt ist, noch kann die Frau einen derartigen Anspruch erheben. Anhand der Vernunft und der Geisteskraft, die von Allah gegeben worden sind, können beide zu Wissen und Erkenntnis gelangen. Gleichermaßen wurde auch die Redegewandtheit beiden gleichermaßen gewährt. Wenn Männer große Reden halten und ihr Wissen und ihren Erkenntnisstand kundtun können, so können auch Frauen großartige Reden halten. Und es ist genau dieser Wissens- und Erkenntnisstand sowie die Stufe vom Fortschritt der Frau, um deren Erlangung die Sahaba Unterricht von Hadhrat AishaRA entgegennahmen. Die Tore zu Fortschritten in Wissen und Erkenntnis sowie zum Unterrichten der Männer wurden durch den Islam schon vor vierzehnhundert Jahren für die Frau geöffnet und wann immer es notwendig war in die Praxis umgesetzt. Es wurde nicht ein völliger Freiraum geschaffen, sondern wenn in der Tat eine Notwendigkeit hierzu bestand, folgte die Praxis. Gleichzeitig wurden aber auch die Keuschheit und die Würde der Frau nicht außen vor gelassen, sondern in Wahrung der Verschleierung wurde die Erlaubnis zu all dem erstattet.

Frauen werden ermutigt, Wissen auf die gleiche Weise zu erwerben wie Männer. Männer und Frauen haben die gleichen Chancen, Fortschritte zu erzielen und ihre Fähigkeiten zu entfalten. © Benutzer jaboo2foto | Shutterstock

Genauso können wir nicht leugnen, dass Allah der Allmächtige Männer wie Frauen gleichermaßen mit Händen und Füßen ausgestattet hat, aber es kann auch niemand bestreiten, dass Allah der Allmächtige Unterschiede in den Händen und Füßen und den Muskeln zwischen Männern und Frauen gelegt hat. Dem Mann wurde also mehr Kraft gewährt als der Frau. Beispielsweise sind die Männer in neurologischer Hinsicht deutlich stärker als die Frauen. In einer Umfrage (geführt in UK) wurde festgestellt, dass bei Frauen, die beruflich bedingt pendeln, die nervliche sowie psychische Belastung und der Stress um das Vierfache höher ist als bei Männern. Als Allah der Allmächtige also den Mann zum Verantwortlichen gegenüber der Frau erklärt hat, dann geschah dies auch im Hinblick auf die Tatsache, dass seine Nerven stärker belastbar sind. Im häuslichen Miteinander kann es zu großen Problemen und Streitsituationen kommen, aber in Findung einer Lösung für diese Streitfragen und Probleme sollten Männer das größere Beispiel an Geduld an den Tag legen. Als die nervlichen Unterschiede festgelegt wurden, wurde auch das Recht der Frau etabliert und dem Mann die Anweisung erteilt, dass er der Verantwortliche über die Frau ist, weshalb er in größerer Pflicht steht, seine Nerven in Schach zu halten. Genauso kann der Mann aufgrund seiner stärkeren Körperkraft mehr Gewicht tragen. Wenn ein Mann von einer Frau verlangen würde, dieselbe Menge an Gewicht zu tragen, denn Gott habe ja auch der Frau Arme gewährt, dann wäre das Unrecht gegenüber der Frau und eine Annullierung ihres Rechts. Aber hinsichtlich der Verantwortung, die Allah der Frau auferlegt hat, hat Er auch ihre Nerven gestärkt, damit sie dieser bestmöglich gerecht werden kann. Einerseits sind die Nerven der Frau nicht stark genug, um die mit dem beruflich bedingten Pendeln einhergehende vierfach größere psychische Belastung wie bei Männern auszuhalten, andererseits wurden ihre Nerven für die ihr zugeteilte Aufgabe gestärkt. Entsprechend hat Allah der Allmächtige ihre Nerven gestärkt und wo Ausdauer erforderlich war, wurde sie ihr auch vielfach mehr gegenüber dem Mann gewährt. Beispielsweise ist in manchen Angelegenheiten bei der Frau die Fähigkeit zur Geduld und zum Durchhaltevermögen sehr viel größer als beim Mann. Ein gängiges Beispiel hierfür ist die Erziehung der Kinder. Die Frau erträgt das Weinen und das Geschrei des Kindes, steht nachts mehrere Male auf, um dem Kind Milch zu geben. In dieser Hinsicht kann es keiner mit der Geduld einer Frau aufnehmen. Manche Männer sind ja sogar derart tyrannisch, dass sie beim kurzweiligen Weinen und Geschrei des Kindes mit Schlägen beginnen. Der Zweite Kalif, der verheißene SohnRA, thematisierte einmal die natürlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen und führte in dieser Hinsicht das Beispiel der Geduld einer Mutter an, wenn ihr Kind weint und erläuterte, dass in dieser Angelegenheit Allah das Herz der Mutter nach dem Gleichnis eines Berges gestaltet hat. Er schrieb: „Selbst wenn man Leuten, die mit besonderer nervlicher Belastbarkeit ausgezeichnet sind oder großen Philosophen ein weinendes Kind anvertrauen würde, dann würde selbst eine Person aus diesen Reihen bis zur Abenddämmerung dem Wahnsinn anheimfallen. Aber Frauen ertragen dies mit einer hingebungsvollen Geduld und Allah hat der Frau in dieser Hinsicht eine Stärke gewährt, die verwunderlich erscheint. Die Männer dagegen sind im Krieg von Nutzen. Eine Frau könnte hier noch so ausdauernd oder intelligent sein, sie würde trotzdem nervös werden. Wohingegen in Sachen der Erziehung der Kinder selbst die dümmste Frau den intelligentesten Mann übertreffen würde und sich als Herrin der Lage und intelligent beweisen würde, weil Allah gemäß der der Frau auferlegten Aufgaben auch Geduld in ihre Natur gelegt hat. Daher wird es wahrscheinlich nur wenige Männer geben, die in dieser Hinsicht Geduld zeigen können, denn für gewöhnlich weisen Männer nicht einmal den hundertsten Teil der Geduld auf, den die Frauen stattdessen an den Tag legen. Manche Männer können sich aber auch durchaus um Kinder kümmern. Gerade vorgestern, als ich von hier zur Leitung des Pflichtgebets (Namaz) gehen wollte, sah ich wie zum Zeitpunkt des Fajr-Gebets ein Mann ein zweijähriges Kind im Schoß hielt, womöglich hat er sich in der Halle um das Kind gekümmert. Was der Grund hierfür war, weiß Gott wohl am besten, aber das Trösten und Aufpassen des Kindes hat er jedenfalls mit außergewöhnlicher Geduld gemeistert. Auch solche Leute gibt es, aber nur sehr wenige davon. Im Gegensatz zu den Männern, hat Allah jeder Frau eine natürliche Neigung hierfür gegeben. Der Zweite Kalif hat einmal bezüglich der Geduld der Frauen gesagt, dass Frauen alle Aufgaben bewältigen, sei es Kochen, Lesen oder Schreiben und gleichzeitig wachen sie auch über ihre Kinder und lassen sich durch das Geschrei des Kindes nicht im Geringsten aus der Ruhe bringen. Sie ziehen die Kinder also parallel groß. Und selbst wenn sie mal aus der Fassung geraten und nervös werden sollten, dann wird dem Kind eine kleine Ohrfeige gegeben; aber sofort danach wieder liebevoll in den Arm genommen. Eine solche Handlungsweise entspricht der Natur der Frau. Gott hat also die Natur von Mann und Frau verschieden gestaltet und dementsprechend beiden unterschiedliche Aufgaben zugeteilt. Daher ist bereits die Wunschäußerung lächerlich, in jeder Angelegenheit Gleichheit genießen zu dürfen oder die zugeteilten Aufgaben zu vertauschen. In dem Maße, wie täglich neue Forderungen gestellt werden, gut möglich, dass eines Tages auch die Forderung gestellt wird, die zugeteilten Aufgaben zu vertauschen. Männer sollen die Aufgaben der Frauen und Frauen die Aufgaben der Männer übernehmen. Derlei Gerede hat bereits begonnen. 

Der britische Premierminister hat jetzt in seinem Lande die Erlaubnis erteilt, dass Frauen jetzt auch in der Armee zugelassen sind, die für den Frontalkampf zuständig ist. Nach deren Meinung entspricht das dem Recht der Frau auf Gleichheit, dass sie auch als Soldatin mitkämpft. Selbst deren eigenen Generäle haben ihre Stimme dagegen erhoben und diese Erlaubnis für unsinnig erklärt. Auch erfahrene Soldaten haben offen bekannt, dass dies ein Mittel zur Schwächung der Armee ist. Wenn Allah in den Fähigkeiten und Kräften von Männern und Frauen Unterschiede gelegt hat, dann werden solche Beschlüsse, außer dass sie sich als schadenerbringend erweisen werden, keinen Nutzen zeitigen. Soldaten haben sich gleichermaßen geäußert, dass wenn die Frau an der Frontlinie mitkämpft, dann wird der Fokus der männlichen Soldaten statt auf den Krieg, auf den Kampf gegen den Feind, auf die Rettung ihrer weiblichen Kameradinnen liegen. Diese Angelegenheit wird ihre gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. In den vergangenen Tagen lief im britischen Fernsehen ein Programm, in dem über eine Nachricht diskutiert wurde. Die Zeitung hatte berichtet, dass die russische Armee gegenüber der britischen Armee in mancherlei Hinsichten überlegen sei. Hierauf entgegnete der Moderator auf humorvolle Weise, dass dies vermutlich darauf zurückzuführen sei, dass bald auch Frauen in die Armee zugelassen werden. Diese Leute sind sich also auch selbst dieser Unterschiede bewusst. Sie selbst verstehen, dass unter gewöhnlichen Umständen die Pflichten von Männern und Frauen unterschiedlicher Natur sind, weil der Unterschied in ihren Veranlagungen liegt. Diesen Unterschied muss man also begreifen.

Frauen und Männer haben unterschiedliche Fähigkeiten, mit Stress umzugehen und sogar Umfragen haben gezeigt, dass Frauen viel stärker unter dem Pendeln zur und von der Arbeit leiden als Männer. 
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Der Islam ist eine derart wunderschöne Religion, die diesen Unterschied in Betracht ziehend, Männer und Frauen auf ihre Pflichten aufmerksam macht. Für gewöhnlich hat in der Welt der Mann der Frau Unrecht getan und in jeder strittigen Angelegenheit versucht, seine Hoheit walten zu lassen. Reaktionär hat nun auch die Frau angefangen in den Fragen ihrer Rechte in jeder Angelegenheit Gleichberechtigung zu fordern. Beide haben Schuld und die Berichtigung ihrer Fehler ist notwendig. Und wir Ahmadis, die dem wahren Islam folgen, müssen diese Fehler korrigieren. 

Es ist jedoch zutiefst bedauerlich, dass es auch unter uns Männer gibt, die die Frau für minderwertig erachten. Es handelt sich hierbei nicht um zwei oder drei Frauen, sondern unzählige, die mir sowohl mündlich als auch schriftlich mitteilen, dass Männer nach der Hochzeit von ihnen fordern, dass sie jeglichen Kontakt zu ihrer Verwandtschaft abbrechen sollen. Denn nun sind sie ihre Ehefrauen und die Ehefrau müsse ja zwangsweise in jeder Angelegenheit vor der Forderung des Mannes kapitulieren. Sie gehen mit ihrer Forderung sogar so weit, dass sie sogar den Kontaktabbruch zu ihren eigenen Eltern fordern und verlangen von ihr stattdessen nur noch den Kontakt zu deren eigenen Verwandtschaft zu pflegen. Sie vergessen hierbei jede Grenze des Anstandes, als ob der Kontaktabbruch nicht ausreichen würde, fangen sie zusätzlich auch noch an, die nahen Angehörigen und Eltern der Frau zu beleidigen. Sie fügen der Frau seelische Schmerzen zu und bedenken hierbei nicht, dass auch sie Gefühle hat, dass auch in ihrer Brust ein Herz schlägt. Die soziale Lage unserer Herkunftsländer wird immer noch von dieser Unwissenheit beherrscht und auch die von dort stammenden und hier nun sesshaft gewordenen Männer sind weiterhin in dieser Unwissenheit gefangen und verhalten sich auch dementsprechend und kümmern sich nicht um die Gefühlsempfindungen der Frau. 

An dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, dass hinter diesem Unrecht sehr oft auch die Hand der Schwiegermütter mit im Spiel ist, die ihre eigene vergangene Zeit vergessen haben. Wenn ihre Ehemänner sie damals schlecht behandelt haben oder sie dies auf Geheiß ihrer Mütter getan haben und so die Grundrechte der Frau, die in einer ehelichen Beziehung mit dem Mann steht, verletzt haben, dann müsste die reaktionäre Handlung dieser veralteten Mütter eigentlich eine bessere und liebevollere Behandlung ihrer eigenen Schwiegertöchter sein. Wie ich aber bereits zuvor erörtert hatte, führt Unwissenheit zu einer entgegengesetzten Verhaltensweise und die Schwiegermütter beginnen dann bei jeder nichtigen Kleinigkeit mit Streitereien. Als ich an der Jalsa Salana UK über den gütigen Umgang mit den Eltern und die Erfüllung ihrer Rechte sprach, kamen nach der Jalsa Freunde aus Amerika zu mir und meinten, dass ich auch etwas über den gerechten Umgang zwischen Schwiegermüttern und ihren Schwiegertöchtern hätte erzählen sollen. Der Islam verlangt in der Tat in jeder Beziehung die allgemeinen Prinzipien der Gerechtigkeit zu wahren und erkennt jedem die ihm zustehenden Rechte zu. Auch wenn ich darüber in meiner Ansprache an die Lajna Imaillah im Rahmen der Jalsa Salana UK gesprochen habe, scheint es so, dass unsere von östlicher Kultur geprägte Denkweise, unsere Traditionen und Verhaltensweise in manchen Angelegenheiten den religiösen Lehren diametral gegenüber stehen. Die Religion wird hinten angestellt und althergebrachte Denkstrukturen siegen. Wir sollten unsere Denkmuster also nach den Lehren des Islam ausrichten und die gegenseitigen Rechte erfüllen. Der Ehemann die Rechte der Frau, die Schwiegermutter die Rechte der Schwiegertochter, die Schwiegertochter wiederum die des Ehemannes und ihrer Schwiegermutter. Wenn jeder seiner Verantwortung, der von ihm verlangten Erfüllung der Rechte anderer gerecht wird, dann würde niemand jemals einen Vorwurf der Rechtsverletzung gegen die Lehren des Islam vorbringen.

Frauen, die an der Frontlinie Dienst leisten, können unweigerlich den Fokus der männlichen Soldaten vom Feind ablenken.
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Was war das vorbildliche Verhalten vom Heiligen Propheten MuhammadSAW in der Erfüllung der Rechte der Verwandtschaft seiner Ehefrauen? Als einst der Heilige Prophet MuhammadSAW nach Hause kam, sah er, dass der Bruder seiner Ehefrau Umme Habiba seinen Kopf auf ihre Beine gelegt hatte und seine Frau zärtlich mit den Fingern durch seine Haare fuhr. Daraufhin fragte der Heilige Prophet MuhammadSAW seine Frau: „Habiba, magst du deinen Bruder denn so sehr?“ Seine Frau war die Tochter von Abu Sufyan (zu Beginn, als der Heilige Prophet MuhammadSAW die Botschaft des Islam mündlich verbreitete, gehörte er zu den Erzfeinden des Islam) und der Name des Bruders lautete Muawiya. Er fragte also: „Magst du ihn so sehr?“ Sie antwortete: „Ja!“ Der Heilige ProphetSAW entgegnete: „Aus Liebe zu dir habe ich ihn auch sehr lieb.“ Das also bedeutet Rücksichtnahme auf die Gefühle anderer.

Genauso wie Männer auf die Gefühle der Frauen achten, so sollten entsprechend auch Frauen unsinnige Forderungen meiden. Wenn Männer den Unterschied ihrer Pflichten begreifend entsprechend handeln, dann sollten auch niemals von der Seite der Frauen widersinnige Forderungen kommen. Es gibt in der Tat manche Frauen, die Unrecht begehen, aber wenn ihre Rechte erfüllt werden, dann glaube ich nicht, dass irgendeine Frau unrechtmäßig handeln würde. 

Manchmal fragen mich auch die Weltlichen, was man denn tun solle, um in der Welt Frieden zu etablieren. Wie soll man eine friedvolle Gesellschaft gestalten? Dann lautet meine Antwort meistens und die Mehrheit der Menschen heißt sie auch für sehr gut, dass für die Etablierung des Friedens jeder seine Verantwortungen begreifend sein allerbestes geben sollte, diesen gerecht zu werden. Und anstatt nach Rechten zu fordern, statt sein eigenes Recht zu fordern, sollte der Fokus vielmehr darauf liegen, seine Rechte abzugeben. Man sollte auf die Erfüllung der Rechte anderer bedacht sein. Wenn jeder sein Augenmerk auf die Erfüllung des Rechtes des jeweils anderen legen wird, dann wird das Recht von niemandem verletzt und genau das entspricht den Lehren des Islam. Wenn keine Rechtsverletzung vorliegt, dann wird es wohl keinen derart Dummen geben, der nach Rechten fordern wird.

Die Rolle einer Schwiegertochter kann schwierig sein, wenn nicht alle kooperativ und rücksichtsvoll handeln.
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Manchmal fragen mich auch die Weltlichen, was man denn tun solle, um in der Welt Frieden zu etablieren. Wie soll man eine friedvolle Gesellschaft gestalten? Dann lautet meine Antwort meistens und die Mehrheit der Menschen heißt sie auch für sehr gut, dass für die Etablierung des Friedens jeder seine Verantwortungen begreifend sein allerbestes geben sollte, diesen gerecht zu werden. Und anstatt nach Rechten zu fordern, statt sein eigenes Recht zu fordern, sollte der Fokus vielmehr darauf liegen, seine Rechte abzugeben. Man sollte auf die Erfüllung der Rechte anderer bedacht sein. Wenn jeder sein Augenmerk auf die Erfüllung des Rechtes des jeweils anderen legen wird, dann wird das Recht von niemandem verletzt und genau das entspricht den Lehren des Islam. Wenn keine Rechtsverletzung vorliegt, dann wird es wohl keinen derart Dummen geben, der nach Rechten fordern wird. 

Die Frau soll schauen, was ihre Pflichten sind und wie sie diese in bester Art und Weise zur Erfüllung bringen kann. Gleiches gilt für die Schwiegermutter, Schwiegertochter, Tochter und Mutter. Und der Mann soll nach seinen Pflichten schauen und wie er sie am besten erfüllen kann, dann werden auch die häuslichen Streitigkeiten ein Ende finden. Genauso wären die Forderungen der Frauen nach ihren Rechten beendet. 

Wenn die Frau begreift, dass die Erziehung ihres Kindes oberste Priorität hat und dass dies den Lehren des Islam entspricht und dass der Islam diese Pflicht der Frau auferlegt hat, dass die Kindeserziehung die höchste Pflicht ist, dann würden sie anstelle von Jobs, dem Herumtreiben mit ihren Freundinnen und dem unnützen Zeitvertreib in Gesellschaften ihre Aufmerksamkeit der Erziehung ihrer Kinder widmen. Sie wird nicht nur ihr Kind erziehen, sondern durch die Erziehung der Kinder eines Volkes diese zu nutzbringenden Teilen der Gesellschaft und des Landes machen. In der Tat ist es die rechtmäßige Erziehung der Kinder, die ihre Früchte für die Ahmadiyya Muslim Jamaat, für das Land und das ganze Volk zeitigt, indem sie diese zu besonders ausgezeichneten und talentierten Teilen der Gesellschaft macht. Regierungen entwerfen großartige Pläne für die Erziehung der Kinder, damit die Mütter ungestört ihrer Arbeit nachgehen können. Kann gut sein, dass auch hier derartige Pläne entworfen werden und dies ist dann ein Versuch der Etablierung des Frauenrechts. Aber es wird eine Zeit kommen, da werden sie begreifen, dass die eigentliche Kindeserziehung im Mutterschoß stattfindet. Die Liebe einer Mutter gepaart mit ihrer besonderen Art der Erziehung kann von keinem anderen nachgeahmt werden. Sie können das selbst nachprüfen, dass eine große Anzahl der Kinder, die von sozialen Diensten übernommen und aufgezogen worden sind, im Endeffekt verderben. Weiterhin heißt es, dass Regierungen auch derartige Politik entwerfen, dass Mütter ihrer Arbeit nachgehen sollen und Väter bis zu einem gewissen Grad Erlaubnis erhalten, sich um die Kinder zu kümmern. Wenn man für eine bestimmte Fachrichtung eine besonders gut ausgebildete Frau benötigt, dann ist es ja schön und gut. Wenn man aber aus dieser Ausnahme die Regel macht, dann werden die Folgen sehr schwerwiegend sein. Es wird eine Zeit kommen, da werden sie sehen, dass das unrechtmäßige Politik war. Der Islam sagt, dass in der Tat der Mutterschoß die Quelle für korrekte Erziehung des Kindes darstellt und genau das entspricht auch der Wahrheit.

Beide, Männer und Frauen, sollten ihre Verantwortung im Haushalt wahrnehmen und als Einheit zusammenarbeiten, anstatt über kleine Probleme, die gelöst oder verhindert werden können, zu streiten und zu kämpfen.
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Hier möchte ich auch diejenigen Frauen ansprechen, deren Kinder Teil des Waqf-e-Nau Tehriks sind, und die meinen, dass ihre vollkommene Erziehung nun der Jamaat obliegt. Die Verantwortung der Jamaat bezüglich der Erziehung umfasst zwar die Bereiche der Religion und der Welt hinsichtlich der Zurechtweisung, aber das Aufwachsen der Kinder von Geburt an in einer rechtschaffenen Atmosphäre, ihre religiöse Bildung, die Bewusstmachung der Wichtigkeit von Religion, sie zu nutzbringenden Teilen der Jamaat zu machen, all dies sind die Verantwortungen der Mutter und die Unterstützung des Vaters in dieser Hinsicht ist natürlich auch sehr wichtig. Männer können sich aus dieser Verantwortung nicht herausreden. An dieser Stelle müssen beide ihre Pflichten erfüllen und die Frau hat das Recht, dass der Mann sie in dieser Hinsicht vollkommen unterstützt. 

Hadhrat Musleh Mau’udRA hat einmal etwas sehr Schönes gesagt, (und zwar) dass ihr besondere Mühen in Aspekten der Gesundheit und Schönheit eurer Kinder hineinsteckt, euch besonders viel Sorgen darum macht, aber wenn es auf die Schönheiten der Seele ankommt, dann verhaltet ihr euch gleichgültig. Wenn Sie sich in der Tat so verhalten, dann begehen Sie großes Unrecht, wenn Sie sich nicht um die spirituellen Schönheiten Ihrer Kinder kümmern und dem Letzteren keine Aufmerksamkeit schenken und stattdessen mehr dem Weltlichen zugeneigt sind. Alle Ahmadi-Frauen, die den Schwur, dass sie die Religion über die Welt stellen werden, regelmäßig leisten, werden diesem Schwur nicht gerecht, bis sie sich nicht mit all Ihren Fähigkeiten um die religiöse Bildung ihrer Kinder kümmern. Und wenn Sie diese Bemühungen nicht an den Tag legen, dann erfüllen Sie Ihren Eid auch nicht. 

Auch die Mädchen sollten daran denken, dass sie in Zukunft Mütter sein werden und anstatt dass sie dann solche Mütter werden, die nur Forderungen nach ihren weltlichen Rechten stellen, sollten sie versuchen, religiöse und fromme Mütter zu werden, die die Rechte ihrer Kinder erfüllen. Deren Kinder Gebete für die Ewigkeit sprechen. Kinder, die eine solche Erziehung genossen haben, und auch ihre Nachkommen werden die Rechte anderer erfüllen und sie behüten. Die dann zum Mittel werden, um in der Welt das Recht zu etablieren, indem sie gleichzeitig den Unterschied zwischen Mann und Frau wahren. Es wird eine Gesellschaft geboren werden, in der die Rechte immer geschützt bleiben werden und die der Welt verheißen wird, dass wenn ihr um Leitung in Fragen des Rechts sucht, findet ihr bei uns die richtigen Antworten. Hierfür sind also besondere Mühen und Aufmerksamkeit notwendig. Es ist ein Verständnis für den Unterschied zwischen Mann und Frau, den Gott festgelegt hat, notwendig.

Die einzige Möglichkeit, die Frauenrechte zu schützen, besteht darin, Jungen von Geburt an über die Rolle der Frauen in ihrem Leben und den Umgang mit ihnen zu unterrichten. Dadurch wird verhindert, dass sie ihre Frauen, Mütter, Töchter und Schwestern schlecht behandeln, und es wird ein harmonischer und liebevoller Familienverband für alle geschaffen.
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Das Verständnis hinsichtlich der Unterschiede, die Allah zwischen Männern und Frauen festgelegt hat, ist notwendig. Der Tag, an dem jede unserer Frauen dieses Verständnis erlangt, an jenem Tage werden unsere Nachkommen anfangen als Wegweiser für die Welt zu erblühen. An jenem Tag wird das Recht eines jeden Mädchens geschützt werden. An jenem Tag wird das Recht einer jeden Frau geschützt werden. Jungen, die eine solche Erziehung genossen haben, werden dann zu solchen Männern heranwachsen, die den eigentlichen Status der Frau begreifen werden. Die anstatt die Frau zu unterdrücken, ihnen ihre Rechte geben werden. Es werden solche Väter geboren werden, die in Angelegenheiten der richtigen Erziehung ihrer Kinder als eine helfende Hand für die Mutter fungieren werden.

In der heutigen Welt sollten sich unsere Ahmadi-Mädchen nicht von weltlich gesinnten Frauenorganisationen beeindrucken lassen und nur nach Rechten fordern, die das eigene Ego betreffen und nicht darüber hinausgehen. Stattdessen sollten sie den Ruf nach dem Recht verkünden, dass durch die Erziehung der Männer in ihrer Kindheit deren Geist beflügelt wird und dass bereits während der Erziehung der Kinder und Jungen von klein auf sie darauf vorbereitet, die Rechte der Ehefrau, Tochter und der Mutter zu schützen und ihnen allen zu einem besonders löblichen Rang in der Gesellschaft zu verhelfen. Ihr sollt ihnen den Status geben, den der Islam für sie vorgesehen hat. In Angelegenheiten, in denen Gleichheit zwischen Männern und Frauen notwendig ist, hat Gott den Frauen ihre Rechte bereits Selbst zuerkannt. Allah der Allmächtige gibt Männern wie Frauen den gleichen Lohn für die Taten. Auch in Sachen der Bildung gilt Chancengleichheit und genauso in vielen anderen lebensnotwendigen Bereichen hat Gott das Recht auf Gleichheit vorgesehen. Aber wenn es um die Erziehung der Kinder geht, um den Schutz und Erhalt der kommenden Generationen, um das Einhauchen des Geistes für die Etablierung des wahren Rechtssystems, hat Gott für die Erfüllung dieser Aufgaben die notwendige Verantwortung auf die Schultern der Frauen gelegt. Möge Allah Sie und uns alle hierzu befähigen. Amin.“