Interviews

Griff nach den Sternen – Interview mit der Journalistin und Autorin Khola Maryam Hübsch

»Empathie und ein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit und Wahrheit sind wichtig. Die Voraussetzung dafür ist, das Urteilsvermögen zu schärfen. Dies gelingt nur mit Allahs Hilfe.«

geführt von Munavara Ghauri, Redakteurin The Review of Religions

Sie wird von den Medien als »das öffentliche Gesicht der muslimischen Frauen in Deutschland« bezeichnet und ist somit vielen deutschen Lesern bekannt. Geboren und aufgewachsen in einer Großfamilie in Frankfurt, genießt Khola Maryam Hübsch das besondere Privileg, die Tochter einer indischen Mutter und des wohl bekanntestes deutschen Konvertiten (dem verstorbenen Hadayatullah Hübsch) zu sein.

Mit einem Master-Abschluss in Journalismus, Psychologie und Germanistik war Khola Hübsch bestens dafür ausgerüstet, eine Karriere im Journalismus anzugehen und dadurch ihrer Leidenschaft für den Islam auf schriftlichem Wege Ausdruck zu verleihen. Ihre Bücher[1] und Artikel behandeln aktuelle islamische Themen wie »Toleranz im Islam«, »Islam und Feminismus«, »Antimuslimischer Rassismus«, »Rechtspopulismus und die deutsche Angst vor dem Islam« und vieles mehr. Sie wurden bundesweit in Zeitungen wie der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, »Die Zeit« und »Die Welt« veröffentlicht.

Im Jahre 2015 war Khola Hübsch Mitglied des Expertenausschusses für Menschenrechte des Deutschen Bundestages. Derzeit ist sie Mitglied des Rundfunkrats des Landes Hessen und beaufsichtigt die Medieninhalte. Frau Hübsch ist außerdem Gastdozentin und hat in verschiedenen nationalen Fernsehsendern öffentliche Interviews zum Thema Islam gegeben.

Ihr Einfluss geht sogar über die deutschen Grenzen hinaus, denn 2019 wurde sie von der Italienischen Vereinigung für Soziologie (AIS) mit dem »Monoreligioni Award« für ihr »Auftreten gegen Ungerechtigkeit, Verfolgung und Missbrauch« ausgezeichnet. All dies hat sie erreicht, während sie verheiratet ist und vier Kinder großzieht. Munavara Ghauri, Redakteurin der Rubrik für Frauen der Zeitschrift »The Review of Religions«, sprach mit Khola Hübsch über ihr Leben und ihre Werte.

MG: Willkommen bei »The Review of Religions« Khola. Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mit uns zu sprechen!

KH: Ich danke Ihnen für die Einladung. Es ist mir eine Ehre!

MG: Sie sind deutsch-indischer Abstammung. Ihr Vater war Deutscher (der verstorbene Hadayatullah Hübsch) und Ihre Mutter (Sadiqa Sultana) ist Inderin (aus Qadian). Im wahrsten Sinne des Wortes hatten die beiden in unterschiedlichen Welten gelebt! Wie kam es zu ihrer Heirat?

KH: Mein Vater nahm den Islam an, nachdem er einige spirituelle Erfahrungen mit Allah gemacht hatte. Er war zuvor ein Aktivist, Literat und Hippie gewesen und hatte nichts mit dem Islam zu tun. Da Allah selbst ihn zum Islam führte, gab der dritte KalifRH der Ahmadiyya Muslim Jamaat ihm den Namen Hadayatullah, d.h. der von Allah geleitete. Allah leitete ihn auch bezüglich seiner Ehe. Er träumte im Ramadan von einem Derwisch aus Qadian, der ihm einen Ring gab. Also ging er nach Qadian und heiratete meine Mutter, die Tochter des Derwischs aus seinem Traum. Auch meine Mutter hatte bereits lange zuvor meinen Vater im Traum gesehen. Das war es, was meine Eltern vor allem zusammenhielt: Ihre spirituelle Beziehung zu Allah. Sie war das Band, das ihre Liebe blühen ließ. Ich hatte somit das Glück, als Ahmadi-Muslima geboren zu werden, Alhamdulillah [Gott sei Preis und Dank].

MG: Was für eine inspirierende Geschichte von Allahs Rechtleitung auf einer sehr persönlichen Ebene Ihrer Eltern in Bezug auf ihre Ehe.
Ich habe gelesen, dass der Anteil der Muslime in Deutschland derzeit bei etwa 6–7 % liegt. Vermutlich waren es in den 1980er Jahren, als Sie noch ein Kind waren, noch weniger. Wie war es für Sie, als eine deutsche Muslima aufzuwachsen?

KH: Ich war die einzige in meiner Klasse und später auch in meiner Schule und in meinem Studiengang, die ein Kopftuch trug. In Kombination mit meinem einprägsamen, deutschen Nachnamen führte dies dazu, dass ich auffiel, obwohl ich eher schüchtern war. Ich merkte, dass ich für mein Umfeld das Gesicht des Islam war, sie kannten ja keine anderen Muslime. Das half mir, selbstbewusst zu werden, denn ich spürte die Verantwortung, die Schönheit meiner Religion aufleuchten zu lassen, um gegen all das Dunkle zu wirken, dass sie mit dem Islam verbanden.

MG: Es scheint also, dass Sie sich von klein auf dafür verantwortlich fühlten, den Islam persönlich gut zu vertreten. Durch Ihr persönliches Verhalten haben Sie versucht, anderen zu zeigen, was der Islam wirklich lehrt. Das erinnert mich daran, dass Hadhrat Mirza Ghulam AhmadAS, der Verheißene MessiasAS und Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat, sagte:
»Der Heilige Qur’an verbietet deutlich die Anwendung von Gewalt zur Verbreitung des Glaubens und betont dessen Verbreitung durch die ihm innewohnenden Eigenschaften und das gute Beispiel der Muslime.«[2]
Kommen wir zu Ihrem Beruf, wie sind Sie zum Journalismus gekommen?

KH: Ein prägendes Ereignis meiner Jugend war die Gründung von MTA. Ich sammelte dort erste journalistische Erfahrungen, schrieb auch für Zeitschriften der Jamaat und war literarisch tätig. Die faszinierenden Erlebnisse und Erkenntnisse, die ich durch den Islam machen durfte, wollte ich mit der Welt teilen. Das war ein tiefer, inniger Wunsch in mir und die Massenmedien erschienen mir ein wirksames Mittel dafür.

MG: Welchen Rat würden Sie anderen jungen muslimischen Frauen geben, die eine Karriere im Journalismus in Betracht ziehen?

KH: Viel lesen, lesen, lesen und schreiben. Wissen aus vielen Bereichen des Lebens gewinnen. Ein echtes Interesse am Menschen entwickeln. Als Journalist möchte ich anderen zu Erkenntnissen verhelfen, die ihr Leben verändern. Empathie und ein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit und Wahrheit sind wichtig. Die Voraussetzung dafür ist, das Urteilsvermögen zu schärfen. Dies gelingt nur mit Allahs Hilfe.

MG: Sie haben viel über Themen wie Islam und Toleranz oder »Liebe im Islam« geschrieben. Im Jahr 2012 haben Sie einen Artikel mit dem Titel »Toleranz im Islam« geschrieben. Diese Begriffe sieht man selten zusammen! Wie haben die Menschen auf Ihre Artikel reagiert?

KH: Ich bekomme viel Rückmeldung und es ist alles Mögliche dabei. Es gibt Hasskommentare und Kritik, aber es gibt auch Menschen, die mir schreiben, dass sie angefangen haben, sich mit dem Islam zu beschäftigen und dankbar sind für diese neue Perspektive. Mich berühren vor allem die Nachrichten von Lesern, die berichten, wie sie durch meine Beiträge oder Bücher ihren Weg zu Gott gefunden haben. Manche werden sogar Muslim oder Ahmadi-Muslim. Das ist die schönste Rückmeldung und dafür lohnt sich jede Anstrengung!

MG: Sie haben zwei Bücher über den Islam geschrieben. Können Sie uns kurz schildern, worum es in diesen Büchern geht und warum Sie das Bedürfnis hatten, diese zu schreiben?

KH: Mein erstes Buch sollte eine Antwort auf verbreitete Kritikpunkte am Islam sein. Ich begann mit dem Kapitel über Frauen, das aber so lang wurde, dass es für das gesamte Buch reichte. Es beschäftigt sich mit dem Feminismus und warum der Islam wirkliche Gleichberechtigung der Geschlechter bringt – auch vor dem Hintergrund aktueller soziologischer Erkenntnisse. Danach schrieb ich einen Essayband über die großen Fragen: Gott in Zeiten des Atheismus, Liebe in Zeiten des Kapitalismus, Schönheit in Zeiten von Instagram, Tod in Zeiten des Materialismus. Immer vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen mit Allah und den islamischen Quellen mit ihren sufistisch-mystischen Schätzen. Denn viele Menschen haben diese faszinierenden Einblicke in die wunderbare Welt islamischer Weisheiten nicht erhalten. Sie kennen Allah nicht. Das ist sehr schmerzhaft für mich, deswegen verspüre ich den Drang, Erkenntnisse vor allem mit jenen zu teilen, die diese Welt nicht kennen und glauben, sie existiere nicht. Es ist der Versuch, jemandem, der nicht sieht, das zu zeigen, was man selbst sieht; Einem Blinden zum Sehen zu verhelfen.

MG: Sind weitere Bücher geplant?

KH: Ja, mir schwebt schon länger die Idee für einen Roman durch den Kopf und im Geist habe ich auch weitere Essays verfasst, die aber noch aufs Papier gebracht werden müssen. Außerdem habe ich ein islamisches Kinderbuch geschrieben und suche noch jemanden, der es bebildern könnte. Wenn es also gute Zeichner gibt, die interessiert sind, mögen sie sich gerne bei mir melden!

MG: Wie aufregend! Als Mutter von drei Kindern hatte ich auch das Gefühl, dass es einen Mangel an islamischen Büchern gibt, die sich an muslimische Kinder richten. In den letzten Jahren hat sich unsere Gemeinde, die Ahmadiyya Muslim Jamaat, dieses Themas angenommen und einige schöne kleine Kinderbücher veröffentlicht aber es besteht immer noch der Bedarf an mehr. Können Sie das Thema Ihres Kinderbuchs nennen?

KH: Der Titel lautet »Wir Kinder von der Nuur-Moschee«. Es ist für 9 –12-jährige Kinder gedacht. Es behandelt das Leben einer Gruppe von muslimischen Kindern über ein Jahr hinweg und hat das Format von Kurzgeschichten. Es erzählt ihre Erfahrungen als Muslime und kleine Begebenheiten, wie die Annahme von Gebeten durch Allah, den Allmächtigen. Es ist sehr stark von realen Erfahrungen inspiriert, die ich in meiner Kindheit und später mit meinen Kindern gemacht habe.

MG: Das klingt interessant, Khola. Kurze, mundgerechte Geschichten sind immer beliebt, und ich glaube, dass es für diese Altersgruppe weniger islamische Bücher gibt, die für sie geschrieben wurden.
Sie bieten Vorlesungen über den Islam an Universitäten in ganz Deutschland an. Ihr Publikum kann bis zu 1.000 Studierende umfassen. Werden Sie manchmal nervös, wenn Sie in der Öffentlichkeit sprechen? Ist das eine Fähigkeit, die Sie im Laufe der Jahre entwickelt haben?

KH: Obwohl ich schüchtern war, konnte ich bereits in meiner Schulzeit mitreißende Referate halten. Trotzdem ist es auch Übungssache. Das Publikum wurde mit der Zeit immer ein bisschen größer, sodass ich da hineingewachsen bin. Als ich dann in einer TV-Talkshow ein Millionenpublikum hatte, hatte ich am Anfang tatsächlich einmal ein Blackout. Aber ich spürte sofort Allahs Hilfe, da ich merkte, wie ich antwortete und niemand meinen Ausfall bemerkte. Ich mache mir daher keine Sorgen, denn alles liegt in Allahs Hand; Er ist der beste Helfer!

MG: Sie sind derzeit im Rundfunkrat des Landes Hessen und betreuen die Inhalte der sozialen Medien. Das klingt nach einer ziemlich einflussreichen Rolle, in der Sie die Verzerrung der islamischen Lehren im Internet verhindern können. Haben Sie jemals etwas in dieser Richtung getan?

KH: In Deutschland gibt es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und jeder hat die Möglichkeit, Programmbeschwerden einzulegen. Dies betrifft auch die Berichterstattung über den Islam. Der Rundfunkrat prüft diese Beschwerden und in diesem Zusammenhang kann ich natürlich meine Expertise zu islamischen Themen einbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Zuschauer ihre Beschwerden einschicken, wenn ihnen etwas auffällt. Erst wenn alle aktiv werden, entsteht bei den Produzenten ein Bewusstsein, ihre Islamberichterstattung zu hinterfragen.

MG: Sie schreiben für landesweite Fernsehsender und Zeitungen, die von Millionen Menschen gesehen und gelesen werden. Sogar der Deutsche Bundestag hat Sie konsultiert. Wie haben Sie Ihr islamisches Wissen und Verständnis entwickelt? Wenn unsere Leser ihr Wissen über den Islam erweitern möchten, welche Quellen würden Sie ihnen empfehlen?

KH: Als ich noch ein Kind war, hat mein Vater mich oft zu Frage-Antwort-Sitzungen mitgenommen, die er geleitet hat. Er hat viel vom damaligen Vierten Kalifen, Hadhrat Mirza Tahir AhmadRH, gelernt. Später habe ich angefangen, die Bücher der Jamaat zu lesen und mir alles anzuhören, was ich von den Kalifen finden konnte. Als Ahmadis sind wir so gesegnet, durch das Kalifat regelmäßig mit spiritueller Nahrung für unsere Seele gefüttert zu werden. Die wichtigste Quelle bleiben Bücher. Beim Kochen und Aufräumen höre ich mir gerne nebenbei Podcasts und Videos an. Es tut aber auch gut, sich nur mit ḏikr [Gottesgedenken] zu beschäftigen. Alles Wissen bleibt leer ohne die spirituelle Praxis.

MG: Die deutsche Rundfunkanstalt ARD hat Sie als »das öffentliche Gesicht der muslimischen Frauen in Deutschland« bezeichnet. Das ist ein toller Titel! Wie fühlen Sie sich als Vertreterin muslimischer Frauen in Deutschland? War das Tragen des Hijab in Deutschland jemals eine Herausforderung?

KH: Jede Frau, die einen Hijab trägt, trägt damit auch die Verantwortung, als Gesicht des Islam wahrgenommen zu werden. Als ich als Jugendliche anfing, den Hijab zu tragen, hatte ich Angst, ausgegrenzt zu werden. Doch ich sagte mir: alaīsallāhu bi-kāfin ʿabdahū – »Ist Allah nicht genug für Seinen Diener?«. Wer Allah als Freund hat, was muss er noch fürchten?

MG: Sie hatten mit Anfang 20 eine arrangierte Ehe. Ein solches Konzept ist wahrscheinlich Deutschen ziemlich fremd. Wie erklären Sie Ihren Freunden und Kollegen arrangierte Ehen? 

KH: Ich mag den Begriff »arrangierte Ehe« nicht, denn damit sind viele falsche Assoziationen verbunden. Es sind nicht die Eltern oder andere, die die Ehe arrangieren, es ist Allah. Familie und Freunde unterstützen uns, indem sie Vorschläge unterbreiten und uns bei der Entscheidungsfindung mit Gebeten bei Seite stehen. Als Muslime haben wir den großen Vorteil, dass wir nicht allein gelassen werden bei dieser wichtigen Lebensentscheidung. Gerade als Frau ist es im Islam ein Vorteil, dass der Mann von Anfang an in die Pflicht genommen wird und Verantwortung übernehmen muss. Er kann eine Frau nicht einfach leichtfertig ausnutzen für seinen kurzfristigen Spaß. Ich denke, dass der Islam eine sehr frauenfreundliche Religion ist – das sieht man unter anderem an den Regeln für die Partnerwahl und Heirat.

MG: Es stimmt, dass das System der Ehe im Islam darauf abzielt, Frauen vor Ausbeutung zu schützen, indem es lehrt, dass die Eltern bzw. der Vormund eines Mädchens gemeinsam dafür verantwortlich sind, einen Lebenspartner zu finden, der zu ihr passt. Darüber hinaus wissen wir als Muslime, dass der Islam Zwangsverheiratungen klar und deutlich verboten hat. Der Heilige Prophet des IslamSAW lehrte: »Gebt die Frauen den Männern zur Ehe, die sie gutheißen.«[3] Er fasste auch die Bedeutung des guten Benehmens gegenüber der eigenen Frau in schönen Worten zusammen, als er sagte: »Der Beste unter euch ist derjenige, der seine Frau am besten behandelt.«[4] Der Islam lehrt die Männer auch, im wahrsten Sinne des Wortes »ihren Mann zu stehen« und die finanzielle Last zu tragen, alle Haushaltsrechnungen zu bezahlen, um ihre Frauen und Kinder zu unterstützen. Tatsächlich glaube ich nicht, dass irgendeine andere religiöse Schrift oder ein Prophet die Rechte der Ehefrauen so wiederholt betont hat.
Gibt es Ihrer Meinung nach Überschneidungen zwischen islamischen Werten und den Werten der deutschen Kultur?

KH: Oh ja, es gibt viele Überschneidungen! Grundtugenden wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Disziplin, Fleiß, Unbestechlichkeit und Pflichtgefühl werden hier hoch angesehen. Mein Mann ist mit dieser Erziehung in Fulda groß geworden, einer sehr traditionellen, deutschen Stadt. Als wir unsere Wohnung suchten, hatten wir Angst, neben den vielen anderen Mitbewerbern aufgrund unseres Muslimseins diskriminiert zu werden. Doch als der Vermieter hörte, dass mein Mann aus Fulda ist, war er schnell von uns überzeugt. Wir bekamen die Wohnung und zeigten ihm, dass diese deutschen Tugenden auch zutiefst islamische sind.

MG: Wie interessant! Es bestärkt auch den muslimischen Glauben, dass die islamischen Lehren perfekt mit der menschlichen Natur übereinstimmen, wie Allah, der Allmächtige, im Heiligen Qur’an erklärt hat: »Heute habe Ich eure Glaubenslehre für euch vollendet und Meine Gnade an euch erfüllt und euch den Islam zum Bekenntnis erwählt.«[5]
Khola, Sie sind mit vier Kindern gesegnet worden. Welche sind die Werte, die Sie ihnen am liebsten vermitteln möchten?

KH: Ich möchte, dass sie ehrlich und gottesfürchtig sind und Liebe und Mitgefühl für alle Lebewesen haben. 

MG: Und schließlich, Khola, die alles entscheidende Frage zum Essen! Wenn ich Deutschland noch einmal besuchen würde (ich war in der Vergangenheit schon einmal dort), welches Gericht würden Sie mir empfehlen?

KH: Königsberger Klöpse sind ein traditionelles Gericht in Deutschland, das sehr lecker ist! Achten Sie aber darauf, dass Sie die Klopse aus Lammfleisch bestellen und nicht die aus Schweinefleisch!

MG: Vielen Dank, Khola. Es war faszinierend, etwas über Ihr einzigartiges Engagement, Ihr Schreiben und die Tiefe Ihres Glaubens zu erfahren. Es scheint, dass Sie einen positiven Einfluss auf Ihr Heimatland Deutschland haben, indem Sie den Menschen die wahren Lehren des Islam nahebringen. Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre zukünftigen Unternehmungen und bitten Sie, in Erwägung zu ziehen, Ihre Werke ins Englische zu übersetzen, damit mehr von uns davon profitieren können!

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[1] Khola Hübsch hat folgende zwei Bücher auf Deutsch publiziert:
»Unter dem Schleier die Freiheit – was der Islam zu einem wirklich emanzipierten Frauenbild beitragen kann«, 2014.
»Rebellion der Sehnsucht – Warum ich mir den Glauben nicht nehmen lasse« 2018.
[2] Hadhrat Mirza Ghulam AhmadAS: Sitāra qaiṣara, Rūḥānī ḫazāʾin, Bd. 15, S. 120-121
[3] M. Zafrulla Khan, Wisdom of the Holy Prophet, Unwin Brothers Ltd, 1981, S. 8.
[4] Ibid, S. 11
[5] Der Heilige Qur’an 5:4

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