Ahmadiyya Jalsa Salana Deutschland

Jalsa aus der Ferne – Großbritannien

Imam Shahil Munir Ahmed, Großbritannien

Es ist jetzt schon mehr als 130 Jahre her, seit die erste Jalsa Salana der Jamaat Ahmadiyya in Qadian stattfand und ich sehe es als einen Segen Allahs an, dass ich auch ein Teil dieser schönen Geschichte bin, da ich schon seit meiner Kindheit die Jalsa Salana in meinem Heimatland Deutschland miterleben darf. 

Da die Jalsa immer ein Highlight für mich war, habe ich alle Jalse (Mehrzahl Jalsa) genossen. Meine ersten Erinnerungen an diese Jahresversammlung fangen an meinem Geburtsort Groß-Gerau bzw. Nasir Bagh (weitflächiges Grundstück der Gemeinde dort) an. Da ich selbst noch ein Kind war, kann ich mich nur an einzelne Begebenheiten erinnern, wie zum Beispiel die Menschen, die ihre Autos neben dem Feld geparkt hatten, aber auch, dass der 4. KalifRH diesen Jalse beigewohnt hatte. Und das war mein größtes Highlight. Ich kann mich noch erinnern, wie seine Heiligkeit aus seinem Zimmer herauskam. Damals war sein Zimmer dort, wo sich jetzt die Bibliothek in Nasir Bagh befindet. Ich war ganz aufgeregt und bin Richtung des Moschee- Eingangs gerannt und überall standen bereits Menschen in den ersten Reihen und hatten schon alle Plätze eingenommen und ich dachte mir, ich werde HudhurRH nicht zu sehen bekommen, bis einer der Männer mich bemerkte und nach vorne laufen ließ.

Wer Nasir Bagh gesehen hat, weiß, dass man auf einer Anhöhe steht, wenn man aus der Moschee hinaus läuft. Da stand ich also ganz vorne und wartete, bis HudhurRH in seiner weißen Sherwani (edles knielanges Jacket) mit einem Lächeln herauskam und uns zuwinkte.

Er lief vorbei und ich konnte es nicht glauben, dass ich tatsächlich HudhurRH von so Nahem gesehen hatte als würde man einem Engel zuwinken. Deshalb ist das meine beste und älteste Erinnerung, die ich an die Jalsa Salana habe. Danach hat die Jalsa in Mannheim stattgefunden und diese habe ich als ein Tifl (Junge) und Khadim (junger Mann) miterlebt. Dort am Maimarkt Gelände hatte ich auch zum ersten Mal ein Duty (Aufgabe) absolviert. Angefangen habe ich wie die meisten auch mit „Water Supply“. Danach wechselten die Aufgaben. Mal hab ich beim Verkehr ausgeholfen, mal habe ich bei Reserve Duty gemacht. Auch hier waren die Highlights die kleinen Begegnungen mit den jeweiligen Khalifen. Ich kann mich erinnern, dass im Jahre 2001 das internationale Bai’at (Treuegelübde) in Deutschland stattfand, weil es in diesem Jahr keine Jalsa Salana in U.K. gegeben hatte. Ebenso erinnere ich mich, dass alle Waqfin-e-Nau (Kinder, die von ihren Eltern von der Geburt an dem Dienst der Gemeinde geweiht wurden) im Jahr 2005 die Möglichkeit bekommen hatten, den jetzigen Kalifen, Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA zu begrüßen.

Seit meinem Studienbeginn an der Jamia UK habe ich nicht mehr an jeder Jalsa Salana in Deutschland teilnehmen können, jedoch habe ich versucht, an der einen oder anderen Jalsa teilzunehmen.

Wie bereits erwähnt, habe ich jede Sekunde der Jalsa Salana in Deutschland genossen. Die Atmosphäre war immer etwas ganz Besonderes und man hat immer neue Bekanntschaften aus verschiedenen Ländern gemacht, wobei man auch viel von deren Kultur lernen durfte. 

Dieses Jahr werde ich die Jalsa Salana in Deutschland aufgrund der Covid-19 Pandemie live auf MTA mitverfolgen. Aber auch das ist für mich ein Segen Allahs, dass, obwohl ich nicht die Möglichkeit habe, vor Ort die Jalsa mitzuerleben, ich trotzdem die Segnungen der Jalsa Salana wegen unseres internationalen Senders MTA miterleben und die Reden und Ansprachen seiner Heiligkeit anhören kann. Und so wird auch diese kommende Jalsa Salana Deutschland 2021 ein Highlight für mich werden. Insha Allah.

[Shahil Munir Ahmed, Murabbi Silsila Office Missionary Incharge UK]

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