Weg zum Islam

Meine Reise zur Ahmadiyyat, dem wahren Islam

»Ich verstand die Notwendigkeit eines Reformers und dass es längst fällig war, mich über meine Religion aus der richtigen Quelle hinreichend zu informieren.«

von Frau Fatima, Hamburg

Ich lebe in Hamburg gemeinsam mit meiner Familie und studiere hier. Vor meinem Beitritt in die Gemeinde des Verheißenen MessiasAS war ich bereits muslimisch und meine Familie gehört dem Sunnitentum an, jedoch waren die Praktiken des Islam nicht in unseren Alltag integriert, wie es heutzutage bei vielen Muslimen der Fall ist. Ich lebte ein ganz durchschnittliches Leben und verfolgte das Ziel einer erfolgreichen Zukunftsgestaltung.

In meiner Kindheit erlernten meine Geschwister und ich das Qur’anlesen in einer nahegelegenen Moschee, aber tieferes Wissen hatten wir nicht gelehrt bekommen. Dass Gott uns Menschen schützt und mit schönen Dingen segnet, aber auch bestraft, realisierte ich schon früh und hatte es daher zu meiner täglichen Routine gemacht, Seinen Schutz sowie Seinen Segen zu erbitten. Dabei war ich mir nicht im Klaren darüber, dass das Verrichten des Ritualgebets hierfür die stärkste Methode darstellt. Bis zu diesem Zeitpunkt war meine Religion nur ein Teil unserer Tradition gewesen. 

Erst nach meinem Abitur habe ich mich das erste Mal so wirklich bewusst mit meinem Glauben befasst und mich mit muslimischen Freunden auch darüber ausgetauscht. Auf diesem Weg begegnete ich auch der Ahmadiyyat und meine Reise zur Gemeinde fand in zwei Phasen statt. Die erste Berührung kam durch Gespräche mit Kommilitonen zustande, dabei erfuhr ich, dass der Prophet MuhammadSAW die Ankunft eines Messias für die Endzeit prophezeit hatte. In diesem Zeitalter sollte der Islam einem derart schlechten Zustand verfallen sein, wodurch nur noch sein Name und kein wahrer Glaube mehr bestehen würde. Als ich dabei erfuhr, dass die Sunniten an die Wiederkunft von JesusAS als Messias glauben, war ich sehr verwundert, denn ich gehörte ja dem Sunnitentum an, aber hatte von dieser Thematik noch nie etwas mitbekommen, weder im Kreis der Familie noch in einer Moschee. So erweckte also das Mysterium um die Person des wahren Messias mein Interesse und ich erlebte zum ersten Mal eine Art Auftrag in meinem Glauben, das Richtige erkennen zu müssen. 

Wundersame Fügungen, Situationen, die man als einen unglaublichen Zufall beschreiben würde, betrachtete ich tatsächlich als eine Art Wunder. Aber woran die Sunniten glaubten (und bis heute glauben) widersprach aus meiner Sicht komplett den Naturgesetzen und ich war sogar schockiert, wie eine so große Anzahl an Menschen solch eine Vorstellung haben konnte. Mein Verstand erachtete die Zeichen, die die Ankunft des Verheißenen MessiasAS untermauern, als plausibel und glaubwürdig und mir gefiel die Lehre, dass zwischen Religion und Wissenschaft kein Widerspruch bestehen darf.

Wenn Sie mit Ihrer Religion so aufwachsen, dass Sie zwar an Gott und seinen GesandtenSAW glauben, aber diesen Glauben nicht aktiv praktizieren, dann meinen Sie, dass es ausreichend sei, ein Muslim zu sein. Somit glaubte ich zunächst auf diese gleiche Weise lediglich an die Wahrhaftigkeit des Verheißenen MessiasAS, trat seiner Gemeinde allerdings nicht aktiv bei, da ich der Auffassung war, dass dies ausreichen würde, von seinem »Schutz« zu profitieren. Gott, dessen Wege unergründlich sind, ließ mich aber nicht lange in diesem Zustand. Denn als dann im Februar 2020 eine sichtbare Katastrophe langsam anfing, die ganze Welt in Mitleidenschaft zu ziehen, machte ich mir gerade über den Umstand sorgen, dass sogar die Hände der Regierungen der westlichen Länder gebunden waren. Dies machte es ungewiss, was uns künftig erwarten würde und bei mir herrschte ein Gefühl der Hilflosigkeit.

Während ich eines Tages in diesem Zeitraum in der Hamburger Innenstadt vor dem Rathaus umherschlenderte, ergriff ich kurzerhand die Entscheidung, der Gemeinde des Verheißenen MessiasAS nun offiziell beizutreten. Ich recherchierte dazu nach einer Ahmadi Moschee und gelang so in Kontakt mit Herrn Imam Shakeel aus der Bait-ur-Rasheed Moschee Hamburg. Wir vereinbarten einen Termin zu einem Gespräch, während mich verschiedene Emotionen wie Besorgnis und auch Angst begleiteten. Weder hatte ich je zuvor mit einem Gelehrten einer Moschee gesprochen, noch hatte ich davon meinen Eltern erzählt, weil die Gemeinde im islamischen Umfeld auch Ablehnung erfuhr. Eigentlich teile ich so ziemlich alles mit meiner Familie, besonders mit meinem Vater, was auch ein gewichtiger Grund für meine Sorge war. Aber ich wusste, dass es das Richtige ist und ich diesen Schritt nun gehen musste. In der Moschee angekommen, profitierte ich von einem ruhigen und informativen Wissensaustausch, was mich durchaus erleichterte. Es lagen auch viele Bücher zur Auswahl auf dem Pult und ich nahm so viele mit, wie ich in dem Moment tragen konnte. Ich erhielt tieferes Wissen über die Gemeinde, die meines Erachtens die Einzige war, die Gottes Sicherheit auf uns walten lassen würde.

Und einige Tage später ereignete sich eine Situation in einem Geschäft im Erdgeschoss unseres Hauses: Ich kam nämlich mit dem Ladenbesitzer, der erst neulich aus dem Iran ausgewandert war, über den Islam zu sprechen und er erzählte, dass er als Kind sehr religiös und praktizierend gewesen sei, mit der Zeit allerdings zu der Meinung gekommen war, dass die von der Regierung ausgeübte Ungerechtigkeit gegenüber den Menschen dem Islam zuzuschreiben sei. Ich war etwas sprachlos, wie man den Islam als Ursache für Ungerechtigkeit wahrnehmen konnte und es hatte mich auch verletzt, denn, auch wenn es mir an tieferem Wissen über meinen Glauben mangelte, war ich fest davon überzeugt, dass unsere Religion friedlich ist und die Menschen es sind, die den Islam schlecht oder eben gar nicht erst ausüben. Also lief ich nach oben in mein Zimmer, griff mir eines der Bücher und fing an zu lesen. Es war das Buch vom Verheißenen MessiasAS mit dem Titel »Befreiung von der Sünde«. Er beschreibt darin unter anderem, dass in jedem islamischen Land angebliche religiöse Führer zu finden seien, die anderen ihre eigenen irrigen Ansichten als heilige, von Gott und seinem Propheten gelehrte Doktrin andrehen würden. Ich erkannte in den Ausfürungen den Konflikt wieder, den ich unmittelbar davor zu hören bekommen hatte und realisierte an diesem Punkt, dass nicht alle Gelehrten durch ihr Handeln im Stande sind, ihrer Verantwortung als Wegweiser nachzugehen und sie vielmehr sogar bewirken können, dass Menschen vom Islam nicht nur enttäuscht werden, sondern diesen beschuldigen.

Ich verstand die Notwendigkeit eines Reformers und dass es für mich längst fällig war, mich über meine Religion aus der richtigen Quelle hinreichend zu informieren. In dem Moment entschloss ich mich dazu, mein Bai’at (Beitritts-) Formular auszufüllen und es dem Herrn Imam zu schicken.

Hier begann dann also die zweite Phase meiner Reise zur Ahmadiyyat, in der ich mit den Lehren des Verheißenen MessiasAS über verschiedenste Medien in Berührung kam. Dazu verhalfen mir die zahlreichen Bücher, die verschiedensten Programme auf MTA (Fernsehsender der Ahmadiyya Gemeinde) und hier besonders das wöchentliche Frage-Antwort-Programm vom turkish desk mit Herrn Imam Paktürk und seinem Team. Ich konnte mir durch die vielen Medien durch Gottes Gnade in sehr kurzer Zeit sehr wertvolles Wissen aneignen.


Ich begann so auch, unseren Kalifen kennenzulernen. Neben den Khutbas (Freitagspredigten) verhalfen mir hierzu auch vor allem die zahlreichen Übertragungen von Mulaqats (Audienzen). Als ich mich mit der Mission des Verheißenen MessiasAS also näher auseinandersetzte, um auch die genaue Funktion des Kalifen zu verstehen, lernte ich erst die Botschaft und den makellosen Charakter unseres Propheten MuhammadSAW richtig kennen und realisierte, dass ich den gesamten Islam, meine Religion(!), erst jetzt richtig kennenlernte und anfing zu verstehen. Erstmals war ich auch in der Lage, Menschen ein besseres Bild von Muhammad, dem Heiligen Propheten des IslamSAW, mitzugeben, die ihm gegenüber einen Einwand äußerten. Es waren die Schriften des Verheißenen MessiasAS, die mir dies ermöglichten.

Wo es früher für mich nur schwer war, die Begriffe »Kalif« oder »Kalifat« aufgrund der negativen Belastung durch gewisse Organisationen auch nur über die Lippen zu bringen, hätte ich niemals gedacht, dass ich eines Tages etwas so unglaublich Schönes mit diesem Begriff verbinden würde. Es macht mich sehr glücklich und ich bin erstaunt, wie es möglich ist, zu einer Person in so einer kurzen Zeit eine Bindung und ein Vertrauen aufzubauen.


Je mehr Wissen ich also erlangte, desto mehr wurde mir bewusst, dass dies die Gemeinde Gottes ist. Ich fing an, die islamischen Praktiken wie das Lesen des Heiligen Qur’an und das Gebet nicht mehr als eine Art Schwierigkeit zu erachten, sondern verstand deren Sinn und Zweck. Ich finde es nunmehr schön und erleichternd, vor dem Wesen, das der Allmächtige, der Beschützer und die Quelle des Friedens ist, fünfmal am Tag um Seinen Segen, Seine Hilfe und um Seine Vergebung zu bitten.

Besonders dann, wenn man vor Hürden steht, wo man sich alleine gelassen fühlt und man sich nach einer Lösung sehnt, aber diese nicht in Sicht zu sein scheint, merkt man dann, dass in den Worten und im Gedenken Gottes wirklich Trost zu finden ist und man schätzt sich glücklich, dass man diese Sicherheit hat und obendrauf noch die Sicherheit des Kalifen der Zeit erhält, der sich ständig und bestimmt mit großer Anstrengung nicht nur um das Wohl seiner Gemeinde, sondern um das der ganzen Menschheit bemüht und dafür betet. 

Das sind die Segnungen, von denen ich also nach dem Ablegen meines Bai’ats (Treueeids) erfahren durfte. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass Allah mir dies ermöglicht hat. 

Danach war die Jalsa Salana (Jahresversammlung) Großbritannien für mich sehr besonders, die meine erste Jalsa war. Ich schrieb anschließend unserem Kalifen, dass es mir die Welt bedeuten würde, ihn zu sehen und auch an der Jalsa Salana Deutschland teilzunehmen und, Alhamdulillah (aller Preis gebührt Allah), wurde ich mit so einer Einladung gesegnet. Dafür bin ich von ganzem Herzen sehr dankbar.Möge Gott uns dabei helfen, uns auf diesem gesegneten Weg unseres Propheten MuhammadSAW zu halten und daraus den bestmöglichen Nutzen zu ziehen, Amin.

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