Gott erfahren

Segen des finanziellen Opferns – meine persönliche Brexit Grenzerfahrung

»Während mein Mann immer noch versuchte, ihm zu erklären, begann ich von ganzem Herzen zu meinem Allah zu beten«

Faiza Naeem, Österreich

Am Freitag, den 8. Juli 2022 reiste ich mit meiner Familie per Auto von Österreich nach Großbritannien, um nach 2 Jahren endlich unseren geliebten Hudhur (aba) wiederzusehen. In diesen zwei Jahren hatte auch der Brexit stattgefunden. In unserer Familie haben mein Sohn und ich britische Pässe, während der Rest meiner Familie, d.h. mein Mann und unsere zwei Töchter, die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen.

Es war eine lange aber segensreiche Fahrt gewesen. An der französischen Grenze zum Vereinigten Königreich teilte uns der Grenzkontrollbeamte nach Überprüfung unserer Pässe nun mit, dass mein Sohn und ich einen Stempel in unserem Pass als Nachweis für die Einreise in die EU hätten haben müssen, da Großbritannien jetzt nicht mehr Teil der Europäischen Union sei. Da wir nach dem Brexit nicht gereist waren und ja in Österreich wohnten, hatten wir natürlicherweise keinen Stempel, aber der Beamte bestand darauf und sagte, dass er uns jetzt 4oo Euro in Rechnung stellen müsse, weil wir diesen Stempel nicht hatten. Aus irgendeinem Grund machte ihn jeder Versuch, ihm unseren Fall zu erklären, noch beharrlicher.

Gleichzeitig war ich schockiert, denn der Betrag, den er verlangte, erinnerte mich an die Höhe meines jährlichen Spenden-Beitrags des Tehrik-e-Jadid Programms unserer Gemeinde, für den ich das ganze Jahr über gekämpft hatte, um ihn anzusparen, und ich empfand Schmerz bei der Vorstellung, dass das Geld so unnötig verschwinden würde.

Während also mein Mann immer noch versuchte, ihm zu erklären, dass dem Fehlen dieses Stempels kein Fehler oder Vergehen unsererseits zugrunde lag, begann ich von ganzem Herzen zu meinem Allah zu beten:

»Rabbi Kulle Shaiyin Khadimuka, Rabbi Fahfadhni wan surni war hammni«,

dass »Oh, Allah, alles ist in deinen Händen und unter deiner Kontrolle, also bitte beschütze mich und hilf mir und mache meine Angelegenheiten gesegnet.«

Es war erst in diesem Moment, als die ganze Situation begann, sich zu wenden.

Ein zweiter übergeordneter Beamter, der das Problem zunächst nur beobachtet hatte, brachte sich ein und wies den Beamten, der sich um uns kümmerte, an, es sein zu lassen. Sofort gab uns dieser unsere Pässe zurück, sagte, dass es in Ordnung sei, und winkte uns vehement durch. Alhamdolillah.

Die ganze Situation bestärkte mich in meinem Glauben und bewies mir, dass Allah diejenigen, die auf Seinem Weg ausgeben und opfern, vor dem Verlust ihres Hab und Guts beschützt.

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