Worte des Verheißenen Messias (as)

Spirituelle Versorgung für Gottesfürchtige

So denn versorgt Allah besonders den Gottesfürchtigen mit Gaben.

Fortsetzung die erste Rede des Verheißenen MessiasAS anlässlich der Jalsa Salana am 25. Dezember 1897

So denn versorgt Allah besonders den Gottesfürchtigen mit Gaben. Hier möchte ich die Gaben der Erkenntnisse ansprechen. Obwohl der Heilige ProphetSAW ein Analphabet war, musste er gegen die ganze Welt antreten. Darunter waren die Völker der Schrift, Philosophen, Menschen mit hohem Intellekt, Gelehrte sowie Gebildete. Dem Heiligen ProphetenSAW wurde indes die spirituellen Gaben in solchem Maße gewährt, dass er über alle obsiegte und ihnen allen ihre Fehler aufzeigte.
Dies war eine einzigartige spirituelle Versorgung. An einer anderen Stelle heißt es über den Vorzug des Gottesfürchtigen (bezüglich des Heiligen Moschee in Mekka):

 »Ihre wahren Beschützer sind nur die Gottesfürchtigen.« (Hl. Qur’an 8:35)

Allahs walī sind jene, die gottesfürchtig sind, das heißt sie sind Gottes Freunde. Welch eine Segnung es doch ist, nur durch eine kleine Mühsal als jemand bezeichnet zu werden, der nah bei Gott ist. Wie kleinmütig die Menschen heutzutage sind! Erklärt ein Befehlshaber oder Vorgesetzter jemanden als seinen Freund oder gibt ihm einen Posten oder zollt ihm Respekt, dann prahlt und stolziert er. Wie außergewöhnlich hoch muss hingegen dessen Rang sein, den Allah Seinen walī oder Freund nennt. Allah hat durch den Heiligen ProphetenSAW folgendes versprochen, und dies finden wir in einem Hadith in buḫārī:1

Das heißt, dass Gott sagt, »Mein walī erreicht eine solche Nähe zu Mir durch die nawāfil …«

Pflichten und freiwillige Taten (nawāfil)

Sämtliche rechtschaffene Taten des Menschen lassen sich in zwei Kategorien unterteilen- zum einen die Pflichten, zum anderen die nawāfil. Pflichten, also das, was  dem Menschen auferlegt wurde, wie das Abbezahlen von Schulden oder auf eine Wohltat mit einer Wohltat zu reagieren. Neben solchen Pflichten gibt es zu jeder Wohltat auch nawāfil, also Wohltaten, die über das Mindeste hinausgehen. Beispielsweise in Erwiderung einer Güte noch mehr Güte erweisen zählt zu den nawāfil. Sie dienen der Vervollständigung und Perfektionierung der Pflichten. In diesem Hadith heißt es, dass die Vervollkommnung der religiösen Pflichten der Gottesfreunde durch die freiwilligen Wohltaten erzielt wird. Zum Beispiel geben sie neben der Zakāt auch weitere Spenden. Allah wird zum Freund solcher Menschen. Allah sagt, dass Seine Freundschaft derart ist, dass Er zu den Händen Seines Freundes wird, zu seinen Füßen, usw. und sogar zu seiner Zunge, mit der er spricht.


1 »Durch nawāfil erreicht Mein Diener Meine Nähe, bis Ich ihn liebe. So, wenn ich ihn liebe, werde Ich sein Ohr, mit dem er hört und seine Augen, mit denen er sieht. Und seine Hand, womit er schlägt und sein Fuß, auf dem er geht. Wenn er Mich um etwas bittet, dann gebe Ich ihm, um das er bittet. Wenn er bei Mir Zuflucht sucht, werde ich ihn behüten.«

Quelle: Malfūẓāt, Bd. 1, S. 11 f.

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