Der Heilige Prophet Muhammad (saw)

Das Verhältnis des Heiligen ProphetenSAW zu Gott, Teil 4

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Arabien ist ein sehr trockenes Land und Regen ist immer willkommen und sehnsüchtig erwartet. Die Araber stellten sich vor, dass der Regen durch die Bewegungen der Sterne beeinflusst sei. Wenn immer jemand diese Auffassung zum Ausdruck brachte, erregte sich der Heilige ProphetSAW sehr und ermahnte seine Leute, dass sie nicht Wohltaten, die ihnen von göttlicher Vorsehung zugedacht waren, anderen Quellen zuschreiben sollten. ErSAW erklärte, dass Regen und andere Naturphänomene göttlichen Gesetzen unterworfen seien, und dass sie nicht durch Gefallen oder Missfallen irgendeines Gottes oder einer Göttin oder irgendeiner anderen Macht kontrollierbar waren. (Ṣaḥīḥ muslim, kitābu l-īmān)

ErSAW hatte vollkommenes Gottvertrauen, das keine Kombination widriger Umstände erschüttern konnte. Zu einer Gelegenheit stand einer seiner Feinde, der ihn schlafend und unbewacht fand, mit gezogenem Schwert über ihm, bereit, ihn sofort zu töten. Doch bevor er zuschlug, fragte er: „Wer kann Euch jetzt aus dieser misslichen Lage retten?“ Der ProphetSAW antwortete ruhig: „Allah!“ ErSAW äußerte diese Worte mit solcher vollkommenen Sicherheit, dass selbst das Herz dieses ungläubigen Feindes gezwungen war, die Erhabenheit seines Glaubens und Gottvertrauens zuzu geben. Das Schwert fiel ihm aus der Hand und er, der noch Augenblicke vorher zu seiner Vernichtung entschlossen war, stand jetzt vor ihm wie ein überführter Verbrecher, der auf seine Strafe wartet. (Muslim, kitābu l-faḍāʾil und Buḫārī, kitābu l-jihād)

Am anderen Ende der Skala stand sein Sinn für vollkomme Ergebenheit gegenüber dem Göttlichen. Hadhrat Abu Hurairara berichtet: „Eines Tages hörte ich den Heiligen ProphetenSAW sagen, dass kein Mensch sein Heil allein durch seine eigenen guten Werke erreichen könnte. Daraufhin sagte ich: ‚O Botschafter Allahs! Gewiss werdet Ihr durch Eure eigenen guten Taten ins Paradies gelangen.‘ Worauf erSAW antwortete: ‚Nein, auch ich kann nicht durch meine eigenen guten Werke ins Paradie gelangen, ohne dass Gottes Gnade und Barmherzigkeit mich umschließen‘.“ (Buḫārī, kitābu l-riqāq)

ErSAW ermahnte die Leute immer, den rechten Weg zu wählen und zu befolgen und fleißig nach Mitteln zu suchen, die Nähe Gottes zu erreichen. ErSAW lehrte, dass kein Mensch den Freitod wählen sollte, denn ist er ein guter Mensch, so wird er durch längeres Leben Gelegenheit haben, noch mehr Gutes zu tun, und ist er ein schlechter Mensch, kann er mit mehr Zeit zu leben, seine üble Wege bereuen und sich auf gute Wege begeben.

Referenz
Hadhrat Mirza Bashiruddin Mahmud AhmadRA: MuhammadSAW – das Leben des Heiligen Propheten. S. 312 f.

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