Islam

Die Attribute Allahs: Der Majestätische

Al-Mutakabbir

»Er ist Allah, außer Dem es keinen Gott gibt, der König, der Heilige, der Eigner des Friedens, der Gewährer von Sicherheit, der Beschützer, der Allmächtige, der Verbesserer, der Majestätische. Hoch erhaben ist Allah über all das, was sie anbeten!«[1]

Nach dem arabischen Lexikon al-muʿjimu l-wasīṭ bedeutet das Attribut al-Mutakabbir Grandeur und Erhabenheit. Eine weitere Bedeutung von al-Mutakabbir besteht darin, dass die Attribute des allmächtigen Gottes weitaus erhabener und überlegener sind als die des Menschen. Bezüglich dieser Bedeutung finden wir in Sunan Ibn-e Māǧa das folgenden Hadith:

Hadhrat Ibn-e-AbbasRA berichtet, dass der Heilige ProphetSAW sagte: »Allah der Glorreiche hat erklärt: ›Stolz ist mein Umhang und Erhabenheit mein Gewand und wer mit mir in Bezug auf eines von beiden wetteifert, den werde Ich in die Hölle werfen.‹«[ii]

Manifestation der Attribute Gottes
»Allein um Allahs willen entwickelt sich dieser Samen zur Vollkommenheit nur in jenen Menschen, die Gott vollkommen ergeben sind und deren Seelen insofern vom allmächtigen Gott mit Seinen Eigenen reinen Eigenschaften erfüllt werden, als sie selbst sich als völlig frei von der Verunreinigung durch irgendetwas anderes als Gott erweisen. Er macht ihren Herzen diese hohen Eigenschaften in ebenjenem Maße lieb, wie sie Ihm lieb sind. Sodann erwerben sie durch ihre Selbstvernichtung einen so hohen Rang der Schmückung ihrer selbst mit den göttlichen Attributen Allahs, dass sie zu einem Werkzeug Gottes werden, durch das Er Seine Eigenen Attribute manifestiert. Sie hungernd und dürstend vorfindend, gibt Er ihnen die Möglichkeit, reines Wasser aus Seiner besonderen Quelle zu trinken, in der kein Geschöpf, gemäß eigenem Recht, Sein Partner ist. Und eine große Vollkommenheit unter den Gaben, die den vollkommenen Anhängern des Heiligen Qur’an verliehen werden, ist die ʿubūdiyyat [der Zustand der vollständigen Unterwerfung unter Gott]. Das bedeutet, dass sie trotz ihrer eigenen Vortrefflichkeiten immerzu ein Auge auf ihre persönlichen Mängel haben, und, angesichts der Vergegenwärtigung der Größe Gottes, des erhabenen Schöpfers, ihre Zeit in Demut, Selbstverneinung und Sanftmut verbringen. Sie fassen Demut, Armut, Mittellosigkeit und das Angefülltsein mit Fehlern und Irrtümern als ihre wahre Realität auf und sehen in den ihnen verliehenen Vortrefflichkeiten nur ein zeitweiliges Licht, das die Sonne auf eine Wand wirft, das keine wirkliche Beziehung zur Wand hat und wie ein geliehenes Gewand dem Verfall unterliegt. Deshalb ist für sie alles Gute und Vollkommene allein auf Gott beschränkt, ja, sie erachten allein Sein vollkommenes Wesen als die Quelle aller Güte.«[iii]

Referenzen:
[i] Der Heilige Qur’an, 59:24
[ii] Sunan Ibn-e Māǧa, Hadith Nr. 4175
[iii] Hadhrat Mirza Ghulam AhmadAS, Barāhīn-e aḥmadiyya, Teil IV, Rūḥānī ḫazāʾin Bd.1, S. 542 restliche Unterfußnote Nr. 3 [Dt. Ü.: Frankfurt am Main 2019, S. 479 f.]

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