Islam

Die Attribute Allahs: Der Schöpfer

Al-Ḫāliq

»Er ist Allah, außer Dem es keinen Gott gibt, der König, der Heilige, der Eigner des Friedens, der Gewährer von Sicherheit, der Beschützer, der Allmächtige, der Verbesserer, der Majestätische. Hoch erhaben ist Allah über all das, was sie anbeten!«[1]

Das Attribut (Al-Ḫāliq) wird ausschließlich für Gott den Allmächtigen verwendet. Es leitet sich von der Wurzel ḫa-la-qa ab und impliziert auch Planung. Das Subjekt Ḫāliq (Schöpfer) bedeutet, dass Gott alle Dinge richtig geordnet hat und dass das Universum einem System folgt. Ḫāliqu kulli šaī’in bedeutet, dass Gott alles erschaffen hat dass Er auch der Schöpfer der Materie und der Seelen ist. In diesem Zusammenhang findet man in den Ahadith das folgende Gebet des Heiligen ProphetenSAW. Es wird von Hadhrat AliRA berichtet, dass der Heilige ProphetSAW während der saǧda [Niederwerfung im Gebet] folgendes Gebet rezitierte:

»O Allah, vor Dir habe ich mich niedergeworfen, und an Dich habe ich geglaubt, und Dir habe ich mich unterworfen.  Du bist mein Herr; ich wende mein Gesicht in der Niederwerfung dem zu, der die Fähigkeit zu hören und zu sehen gewährt hat. Gesegnet ist Allah, der beste aller Schöpfer.«[ii]

Die wahre Bedeutung von Ḫalq [Schöpfung]

»Es gibt einen feinen Unterschied zwischen ḫalq [Schöpfung] und amr [Befehl]. Ḫalq bedeutet, dass Gott, der Allmächtige, etwas durch [physische] Mittel produziert und es sich selbst zuschreibt, weil Er die Ursache der Ursachen ist, während amr das ist, was direkt von Gott, dem Allmächtigen, ohne irgendeine dazwischenliegende Ursache ausgeht und keiner Ursache zugeordnet werden kann. So geht die göttliche Offenbarung, die vom allmächtigen Gott abstammt, von der Welt von amr aus und nicht von der Welt von ḫalq. Alle anderen Gedanken, die in den Köpfen der Menschen als Folge von Beobachtung und Reflexion entstehen, stammen vollständig aus der Welt des ḫalq, in der die göttliche Macht hinter dem Schleier der Mittel und [menschlichen] Fähigkeiten wirkt.«[iii]

Referenzen:
[i] Der Heilige Qur’an 59:25
[ii] Sunan Ibn-e Māǧa, Bd. 1, Buch 5, Hadith Nr. 1054
[iii] Hadhrat Mirza Ghulam AhmadAS, Barāhīn-e aḥmadiyya, Teil III, Rūḥānī ḫazāʾin Bd.1, S. 235 Fußnote Nr. 11 [Dt. Ü.: Frankfurt am Main 2019, S. 220 f. Fußnote Nr. 11]

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