Attribute Allahs

Die Attribute Allahs: der Meister

Al-mālik

»Dem Meister des Gerichtstages.«[1]

Das Wort Malik مَالِک bedeutet derjenige, der rechtmäßig etwas besitzt und darüber Herrschaft verfügt. Dies trifft auch auf denjenigen zu, der nach seinem Willen Gebote und Verbote erlässt, an die sich andere Menschen zu halten haben. Al-Mulk المُلْک bedeutet, seine Herrschaft über etwas ausüben, dessen alleiniger Eigentümer man ist. Daher bedeutet das Attribut māliki yaumi d-dīn, dass Gott der Allmächtige der Meister des Gerichtstages ist.[2] In einer berühmten Überlieferung sagte der Heilige ProphetSAW:

Abu Salamah berichtet, dass Abu HurairahRA sagte, er habe den Heiligen Propheten sagen gehört: »Allah wird die ganze Erde ergreifen und die Himmel mit Seiner Rechten Hand aufrollen und dann sagen: ›Ich bin der König; wo sind denn die Könige der Erde?‹«[3]

Gott der Allmächtige: Der Meister aller Herrscher

»Die vierte Güte Gottes, welche die vierte Art des Vorzugs ist und als äußerst besondere Gnade bezeichnet werden kann, nennt sich mālikiyyat yaumi d-dīn, und ist in der sūra al-fātiḥa im Satz māliki yaumi d-dīn genannt worden. Der Unterschied zwischen diesem Attribut und der raḥīmiyyat besteht darin, dass aufgrund der raḥīmiyyat durch Dua und Gottesdienst die Berechtigung auf den Erfolg eintritt, während durch die mālikiyyat die Belohnung vergeben wird. Das kann verglichen werden mit einem Menschen, der durch Mühe und Anstrengung ein Gesetz der Regierung lernt und darüber eine Prüfung ablegt, die er besteht. Der Erfolg der Berechtigung, der durch die Wirkung der raḥīmiyyat erlangt wird, ist wie das Bestehen einer Prüfung. Doch das Erlangen jener Sache oder jenes Ranges, für das die Prüfung bestanden wurde, ist wie der Zustand des Menschen, der für das Erlangen der Gnade das Attribut māliki yaumi d-dīn benötigt. Diese beiden Attribute, die raḥīmiyyat und die mālikiyyat yaumi d-dīn, deuten an, dass die Gnade der raḥīmiyyat durch Gottes Barmherzigkeit erlangt wird, während die Gnade der mālikiyyat yaumi d-dīn durch Gottes Segnung zuteil wird. Obwohl die Gnade der mālikiyyat yaumi d-dīn in ihrem umfassenden und vollendeten Ausmaß erst in der Welt des Jenseits scheinen wird, offenbaren sich diese vier Attribute auch in dieser Welt, aber innerhalb der ihr auferlegten Grenzen.«[4]

Referenzen:
[1] Der Heilige Qur’an, 1:4
[2] Mufradat Imam Raghib
[3] Ṣaḥīḥu l-buḫārī, kitābu t-tafsīr, Hadith Nr. 4812
[4] Ayyāmu ṣ-Ṣuluḥ, Rūḥānī ḫazāʾin, Bd. 14, S. 250-251

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